NGC 2261: Hubbles veränderlicher Nebel

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Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Daten: Mark Clampin (NASA’s GSFC); Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Was löst die Schwankungen in Hubbles veränderlichem Nebel aus? Dieser ungewöhnliche Nebel ändert seine Erscheinung im Laufe weniger Wochen deutlich. Der bemerkenswerte Nebel wurde vor mehr als 200 Jahren entdeckt, als NGC 2661 katalogisiert und nach Edwin Hubble benannt, der ihn zu Beginn des letzten Jahrhunderts untersuchte.

Passenderweise wurde dieses Bild von einem weiteren Namensvetter von Hubble aufgenommen: dem Weltraumteleskop. Hubbles veränderlicher Nebel ist ein Reflexionsnebel aus Gas und feinem Staub, der sich vom Stern R Monocerotis auffächert. Der zarte Nebel ist etwa ein Lichtjahr groß, 2500 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Einhorn (Monocerotis).

Die beste Erklärung der Variabilität von Hubbles veränderlichem Nebel besagt, dass dichte Knoten aus undurchsichtigem Staub nahe an R Mon vorbeiziehen und wandernde Schatten auf den reflektierenden Staub werfen, welche im Rest des Nebels sichtbar sind.

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Die Prager astronomische Uhr

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Bildcredit und Lizenz: Jorge Láscar

Beschreibung: Im Zentrum von Prag gibt es eine Uhr so groß wie ein Gebäude. Tagsüber sammeln sich dort Menschenmassen, um zu sehen, wie sie die Stunde schlägt. Das Zifferblatt der Prager astronomischen Uhr ist eindrucksvoll komplex und zeigt nicht nur die erwartete Zeit bezüglich der Sonne (Sonnenzeit), sondern auch die auf die Sterne bezogene Zeit (Sternzeit), die Zeiten von Sonnenauf- und -untergang, die Zeit am Äquator, die Phase des Mondes und vieles mehr.

Die Uhr ging 1410 in Betrieb, und obwohl viele ihrer inneren Mechanismen mehrmals modernisiert wurden, blieben Originalteile erhalten. Unter der Uhr befindet sich ein fast gleich großer, statischer Solarkalender. Die Prager astronomische Uhr wurde hier allein fotografiert – an einem frühen Morgen im März 2009. Die Prager Rathausuhr und der alte Stadtturm werden derzeit wieder einmal renoviert, die Uhr geht voraussichtlich im Juni 2018 wieder in Betrieb.

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Staubstrahl von der Oberfläche des Kometen 67P

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Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Woher stammen Kometenschweife? Es gibt keine Orte auf Kometenkernen, an denen ganz offensichtlich die Strahlen entstehen, die Kometenschweife bilden.

Letztes Jahr jedoch fotografierte die ESA-Raumsonde Rosetta nicht nur einen vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aufsteigenden Strahl, sondern flog auch hindurch. Dieses aufschlussreiche Bild zeigt eine helle Schwade, die aus einer kleinen runden Senke aufsteigt, welche auf einer Seite von einer zehn Meter hohen Wand begrenzt ist. Analysen der Rosettadaten zeigen, dass der Strahl aus Staub und Wassereis bestand. Das öde Gelände lässt vermuten, dass wahrscheinlich tief unter der porösen Oberfläche etwas geschah, das die Schwade erzeugte.

Dieses Bild wurde letzten Juli fotografiert, etwa zwei Monate vor Rosettas Missionsende bei einem kontrollierten Einschlag auf der Oberfläche des Kometen 67P.

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Vollmonde eines Jahres

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Bildcredit und Bildrechte: Talha Zia

Beschreibung: Sehen Vollmonde immer gleich aus? Nein. Auf dieser Anordnung mit zwölf Vollmonden sind die leichten Unterschiede zu sehen. Die Bilder zeigen von links oben nach rechts unten jede Lunation von November 2016 bis Oktober 2017, sie wurden in Pakistan fotografiert. Die aufeinanderfolgenden Vollmonde sind alle im gleichen Maßstab abgebildet, daher sind – anders als bei der berühmten Mondtäuschung – die hier erkennbaren Unterschiede der scheinbaren Größe echt. Die Abweichungen entstehen durch die unterschiedlichen Entfernungen des Mondes, da die Mondbahn deutlich von der Kreisbahn abweicht.

Die dunkle Kerbe am unteren Vollmondrand vom August 2017 ist der Erdschatten – es war eine partielle Mondfinsternis. Neben der manchmal stärkeren Färbung ist bei genauer Betrachtung eine feinere Änderung erkennbar – der Mond scheint von einem zum nächsten Vollmond leicht zu taumeln. Dieser Effekt ist als Libration bekannt, er ist auf diesem Lunationsvideo deutlicher erkennbar, dieses Video zeigt alle Varianten der Schwankungen des Mondes im Laufe eines Monats (Mond-es).

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Hubbles Messier 5

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Bildcredit: HST, ESA, NASA

Beschreibung: „Schönen Nebel entdeckt zwischen der Waage [Libra] und der Schlange [Serpens] …“ beginnt die Beschreibung des 5. Eintrags im berühmten Katalog der Nebel und Sternhaufen des Astronomen Charles Messier aus dem 18. Jahrhundert. Obwohl es Messier schien, als wäre er verschwommen, rund und ohne Sterne, ist Messier 5 (M5) nun als Kugelsternhaufen mit 100.000 oder mehr Sternen bekannt, die durch Gravitation in eine etwa 165 Lichtjahre große Region gepackt sind. Er ist ungefähr 25.000 Lichtjahre entfernt.

Kugelsternhaufen wandern durch den Hof unserer Galaxis und sind urzeitliche Mitglieder unserer Milchstraße. M5 ist einer der ältesten Kugelsternhaufen, seine Sterne sind ungefähr 13 Milliarden Jahre alt. Der schöne Sternhaufen ist ein beliebtes Ziel für erdgebundene Teleskope. Das Weltraumteleskop Hubble, das seit dem 25. April 1990 im niedrigen Erdorbit im Einsatz ist, fotografierte seine eigene fantastische Nahaufnahme, die etwa 20 Lichtjahre der Zentralregion von M5 zeigt. Auf diesem scharfen Farbbild treten sogar in der Nähe seines dichten Kerns die alternden roten und blauen Riesensterne sowie verjüngte blaue Nachzügler im Haufen in gelben und blauen Farbtönen hervor.

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A/2017 U1: ein interstellarer Besucher

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Bildcredit: Alan Fitzsimmons (ARC, Queen’s University Belfast), Isaac Newton Group

Beschreibung: Mit hoher Geschwindigkeit reist er auf einer extrem hyperbolischen Bahn und zog eine Haarnadelkurve, als er an der Sonne vorbeisauste. Er wird nun als A/2017 U1 bezeichnet und ist der erste bekannte kleine Körper aus dem interstellaren Weltraum.

Der interstellare Besucher ist der Lichtpunkt in der Mitte dieser 5-Minuten-Belichtung, die am 28. Oktober mit dem William-Herschel-Teleskop auf den Kanarischen Inseln aufgenommen wurde. Er ist asteroidenähnlich ohne Anzeichen kometenartiger Aktivität. Die blassen Sterne im Hintergrund ziehen Streifen, weil das wuchtige Teleskop mit einem Durchmesser von 4,2 Metern dem schnell wandernden A/2017 U1 im Sichtfeld folgt.

Der Astronom Rob Weryk (IfA) entdeckte am 19. Oktober das bewegte Objekt erstmals auf nächtlichen Pan-STARRS-Himmelsdurchmusterungsdaten. A/2017 zieht derzeit aus dem Sonnensystem hinaus, kehrt niemals zurück und ist vom Planeten Erde aus nur nochmit großen optischen Teleskopen sichtbar.

Anhand seiner Bahn wurde zwar der interstellarere Ursprung festgestellt, aber noch ist nicht bekannt, wie lange das Objekt zwischen den Sternen der Milchstraße getrieben haben könnte. Seine interstellare Reisegeschwindigkeit beträgt etwa 26 Kilometer pro Sekunde. Die Raumsonde Voyager 1 der Menschheit reist im Vergleich dazu mit 17 Kilometern pro Sekunde durch den interstellaren Raum.

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NGC 891 versus Abell 347

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Bildcredit und Bildrechte: Laszlo Bagi

Beschreibung: In diesem Teleskopsichtfeld liegen ferne Galaxien hinter einem Vordergrund aus gezackten Milchstraßensternen. Die Szenerie ist auf den gelblichen Stern HD 14771 zentriert und zeigt etwa 1 Grad des Himmels im nördlichen Sternbild Andromeda.

Rechts oben liegt die große Spiralgalaxie NGC 891, sie ist 100.000 Lichtjahre groß und fast exakt von der Seite zu sehen. NGC 891 ist ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt und sieht mit ihrer abgeflachten dünnen galaktischen Scheibe unserer Milchstraße sehr ähnlich. Ihre Scheibe und die zentrale Wölbung sind in der Mitte von dunklen, undurchsichtigen Staubwolken durchschnitten. Links unten sind Mitglieder des Galaxienhaufens Abell 347 verteilt.

Abell 347 ist fast 240 Millionen Lichtjahre entfernt, auf dem scharfen Bild sind seine großen Galaxien zu sehen. Sie haben ähnliche Maße wie NGC 891, sind aber fast 8-mal weiter entfernt, daher ist die scheinbare Größe der Galaxien in Abell 347 nur etwa ein Achtel von NGC 891.

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Thors Helm, ein Emissionsnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Diese helmförmige kosmische Wolke mit flügelähnlichen Fortsätzen wird allgemein Thors Helm genannt. Thors Helm hat heroische Ausmaße, sogar für einen nordischen Gott, er ist etwa 30 Lichtjahre groß. Doch der Helm ist eher eine interstellare Blase, die entsteht, indem ein schneller Wind – vom hellen Stern nahe dem Zentrum der bläulichen Region der Blase – durch eine umgebende Molekülwolke fegt. Es ist ein Wolf-Rayet-Stern – ein massereicher, extrem heißer Riesenstern, der vermutlich ein kurzes Entwicklungsstadium vor einer Supernova erlebt.

Der Emissionsnebel ist als NGC 2359 katalogisiert, er liegt etwa 12.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Großer Hund (Canis Major). Das scharfe Bild entstand mithilfe von Breit- und Schmalbandfiltern und zeigt markante Details der faserartigen Gas- und Staubstrukturen im Nebel. Die blaue Farbe stammt von der starken Strahlung der Sauerstoffatome im Nebel.

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