Enceladus in Infrarot

Dramatische Details auf diesen fünf Bildern der Raumsonde Cassini des Saturnmondes Enceladus sehen aus wie tiefe Einschnitte in der Südpolregion des 500 Kilometer großen Mondes.

Bildcredit: VIMS Team, SSI, U. Arizona, U. Nantes, ESA, NASA

Beschreibung: Der eisige Saturnmond Enceladus ist eine der faszinierendsten Welten unseres Sonnensystems, ist auf diesen detailreichen Halbkugelansichten der Raumsonde Cassini zu sehen. Die fünf Bildfelder präsentieren in Falschfarben die Infrarot-Bilddaten aus 13 Jahren von Cassinis optischem und infrarotem Kartierungs-Spektrometer (VIMS) sowie dem bildgebendem Wissenschafts-Subsystem (ISS).

Frisches Eis ist rot gefärbt. Die dramatischen Details sehen aus wie tiefe Einschnitte in der Südpolregion des 500 Kilometer großen Mondes. Ihre Lage entspricht der Position der Tigerstreifen – das sind Risse in der Oberfläche, die wahrscheinlich zu einem Ozean unter der Eisdecke von Enceladus führen. Die Risse sind der Ursprung der eisigen Fontänen des Mondes, die ständig in den Weltraum sprühen. Die Eisschwaden wurden 2005 von Cassini entdeckt.

Die rötlichen Farbtöne auf der Nordhälfte der nach vorne gerichteten Halbkugelansicht sind ein Hinweis auf eine aktuelle Neustrukturierung der Oberfläche in anderen Regionen des geologisch aktiven Mondes, der vielleicht lebensfreundliche Bedingungen bietet.

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Frische Tigerstreifen auf dem Saturnmond Enceladus

Befindet sich unter der eisigen Oberfläche des Saturnmondes Enceladus ein Ozean aus flüssigem Wasser?

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini Imaging Team

Beschreibung: Wie erfährt die Menschheit erstmals von außerirdischem Leben? Eine Möglichkeit ist, dieses unter der eisigen Oberfläche des Saturnmondes Enceladus zu finden. Warum könnte es dort Leben geben?

Ein Grund das zu vermuten sind lange Strukturen, die als Tigerstreifen bezeichnet werden, von diesen ist bekannt, dass sie Eis aus dem frostigen Inneren des Mondes in den Weltraum ausstoßen. Diese Oberflächenrisse erzeugen Wolken aus feinen Eisteilchen über dem Südpol des Mondes und bilden Saturns rätselhaften E-Ring. Hinweise darauf kamen von der Roboter-Raumsonde Cassini, die von 2004 bis 2017 um Saturn kreiste.

Dieses hoch aufgelöste Bild von Enceladus entstand bei einem nahen Vorbeiflug. Die ungewöhnlichen Tigerstreifen auf der Oberfläche sind in Falschfarbenblau abgebildet. Warum Enceladus aktiv ist, bleibt ein Rätsel, da der benachbarte Mond Mimas ungefähr gleich groß ist, aber ziemlich tot erscheint.

Eine aktuelle Analyse der ausgestoßenen Eiskörnchen lieferte Hinweise, dass es im Inneren von Enceladus komplexe organische Moleküle gibt. Diese großen kohlenstoffreichen Moleküle lassen vermuten – beweisen aber nicht -, dass die Ozeane unter der Oberfläche von Enceladus Leben enthalten könnten. Ein weiterer Mond im Sonnensystem, der unter der Oberfläche Leben bergen könnte, ist Europa.

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Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und Bildrechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio für Streicher (NY Phil)

Wie sieht es aus, wenn man sich Saturn in einem Raumschiff nähert? Das wissen wir bereits. Die Raumsonde Cassini näherte sich dem Ringplaneten 2004. Sie fotografierte auf dem Weg Tausende Bilder. Hunderttausende weitere folgten nach dem Eintritt in den Orbit. Manche von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert und beschnitten und zu diesem faszinierenden Video verarbeitet. Es ist Teil eines größeren IMAX-Filmprojektes mit dem Titel „In den Ringen Saturns„. Der Film ist noch in Arbeit.

Im letzten Abschnitt der Annäherung ragt Saturn immer größer auf. Unten zischt der wolkige Mond Titan vorbei. Während Saturn im Hintergrund rotiert, fliegt Cassini als Nächstes über Mimas. Sein riesiger Krater Herschel ist deutlich sichtbar. Saturns majestätische Ringe übernehmen dann die Schau, wenn Cassini Saturns dünne Ringebene durchquert. Die Ringe werfen dunkle Schatten auf Saturn. Schließlich taucht in der Ferne der rätselhafte Mond Enceladus mit seinen Eis-Geysiren auf. Am Ende des Videoclips kommt er näher.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung und Entdeckung ging der Treibstoff der Raumsonde Cassini 2017 zur Neige. Die Sonde wurde in Saturns Atmosphäre gelenkt. Dort ist sie sicherlich geschmolzen.

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Raumsonde Cassini kreuzt Saturns Ringebene

Saturn mit Ringschatten und Monden. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, JPL, ISS, Cassini-Bildgebungsteam; Bearbeitung: Fernando Garcia Navarro

Beschreibung: Wenn das Saturn ist, wo sind dann die Ringe? Als 1612 Saturns „Anhänge“ verschwanden, verstand Galileo nicht, warum. Später in diesem Jahrhundert erkannte man, dass Saturns ungewöhnliche Ausstülpungen Ringe waren, und dass die von der Kante sichtbaren Ringe zu verschwinden scheinen, wenn die Erde die Ringebene kreuzt. Der Grund dafür ist, dass Saturns Ringe auf eine Ebene begrenzt sind, die im Verhältnis viel dünner ist als eine Rasierklinge.

In der Neuzeit kreuzte die Roboter-Raumsonde Cassini, die Saturn umrundete, während ihrer Mission, die von 2004 bis 2017 dauerte, häufig Saturns Ringebene. Der interessierte spanische Amateur Fernando Garcia Navarro suchte eine Serie an Bildern von Überquerungen der Ringebene im Februar 2005 aus dem riesigen Onlinearchiv an Cassini-Rohbildern heraus. Das eindrucksvolle Ergebnis – digital beschnitten und repräsentativ eingefärbt – wird hier präsentiert.

Saturns dünne Ringebene erscheint blau, Bänder und Wolken in Saturns oberer Atmosphäre leuchten golden. Details der Saturnringe sind in den hohen dunklen Schatten im oberen Teil des Bildes erkennbar, das 2005 fotografiert wurde. Die Monde Dione und Enceladus wirken wie Beulen in den Ringen.

Vortrag: APOD-Herausgeber zeigt am 3. Januar in NYC die besten Astronomiebilder von 2019 und des Jahrzehnts.

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Saturn, Titan, Ringe und Dunst

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini Imaging Team

Beschreibung: Das ist keine Sonnenfinsternis. Das Bild zeigt eine belebte Aussicht mit Monden und Ringen bei Saturn. Das große runde Objekt in der Mitte ist Titan, der größte Saturnmond und eines der faszinierendsten Objekte im ganzen Sonnensystem. Der dunkle Fleck in der Mitte ist der feste Hauptteil des Mondes. Der helle Ring, der ihn umgibt, ist Atmosphärendunst über Titan – Gas, das Sonnenlicht zu einer Kamera an Bord der Roboter-Raumsonde Cassini streut. Die Saturnringe durchschneiden waagrecht das Bild, man blickt fast genau auf die Kante. Rechts unter Titan befindet sich Enceladus, ein kleiner Saturnmond.

Da das Bild fast genau in Richtung Sonne aufgenommen wurde, erscheinen die Oberflächen von Titan und Enceladus als Silhouetten, und die Saturnringe wirken wie ein Fotonegativ. Wenn Sie Enceladus wirklich sehr genau betrachten, sehen Sie leichte Hinweise auf Eisstrahlen, die zum unteren Bildrand hinausschießen. Es sind diese Strahlen, die Zukunftspläne für eine Landung auf Enceladus befeuern, um ins Eis zu graben und nach Anzeichen für extraterrestrisches Leben zu suchen.

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Die Sichel von Enceladus

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die zu Saturn gerichtete Halbkugel des reizenden inneren Mondes Enceladus lugt aus dem Schatten und posiert auf diesem Bild der Raumsonde Cassini. Norden liegt in dieser einzigartigen Szene oben. Das Bild wurde im November 2016 fotografiert, als Cassinis Kamera fast genau zur Sonne gerichtet und ungefähr 130.000 Kilometer von der hellen Mondsichel entfernt war.

Die ferne Welt reflektiert mehr als 90 Prozent des Sonnenlichtes, das zu ihr gelangt, ihre Oberfläche besitzt somit etwa das gleiche Reflexionsvermögen wie frischer Schnee. Enceladus hat einen Durchmesser von etwa 500 Kilometern und ist ein überraschend aktiver Mond. Die Daten und Bilder, die in den vielen Jahren von Cassinis Vorbeiflügen gesammelt wurden, zeigen, dass  außergewöhnliche Südpolgeysire vorhanden sind und möglicherweise unter der eisigen Kruste ein globaler Ozean aus flüssigem Wasser liegt.

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Frische Tigerstreifen auf Saturns Mond Enceladus

Der Saturnmond Enceladus ist sehr hell. Links und oben laufen seltsame Streifen über die Oberfläche, die wie gefaltet wirken. Sie sind in Falschfarben-Blau gefärbt. Rechts unten zernarben viele Krater die Oberfläche.
Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Lassen die Tigerstreifen Dampf ab? Als Quelle vermutet man Ozeane unter der Oberfläche des Mondes Enceladus, der um Saturn kreist. Als Tigerstreifen bezeichnet man lange Strukturen auf der Oberfläche. Sie speien Eis. Dieses strömt aus dem kalten Inneren des Mondes in den Weltraum. Dabei entsteht eine Wolke aus feinen Eisteilchen über dem Südpol. Sie erzeugen Saturns rätselhaften E-Ring. Hinweise darauf kamen von der robotischen Raumsonde Cassini, die von 2004 bis 2017 um Saturn kreiste.

Dieses hoch aufgelöste Bild von Enceladus entstand bei einem Vorbeiflug in geringer Distanz. Die seltsamen Tigerstreifen sind blau gefärbt – das ist nicht die echte Farbe. Warum Enceladus so aktiv ist, bleibt ein Rätsel. Denn der ungefähr gleich große Nachbarmond Mimas ist offenbar ziemlich inaktiv.

Kürzlich analysierte man die Eiskörnchen, die aus dem Mond strömen. Dabei fand man Hinweise auf komplexe organische Moleküle im Inneren von Enceladus. Diese großen Moleküle sind reich an Kohlenstoff. Das ist ein Indiz, aber kein Beweis, dass es in diesen Ozeanen vielleicht Leben gibt.

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Die Silhouette von Enceladus

Oben liegt die dunkle Silhouette des Mondes Enceladus. Er verdeckt einen Teil der Ringe in der Mitte. Im Gegenlicht sieht man, wie Eisschwaden aus seinem Südpol strömen. Die Ringe sind zwei helle Streifen waagrecht in der Mitte. Unten ist der kleine Mond Pandora.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Dieses Bild der Raumsonde Cassini vom 1. November 2009 zeigt den Mond Enceladus. Er ist 500 km groß und eine der interessantesten Welten im Sonnensystem. Die Sonne beleuchtet ihn von hinten. Das dramatische Licht zeigt Schwaden, die ständig aus dem Südpol des Saturnmondes ins Weltall strömen.

Cassini entdeckte die eisigen Wolken 2005. Sie strömen wahrscheinlich aus einem Ozean unter der Eishülle von Enceladus. Das Material gelangt direkt in Saturns äußeren, zarten E-Ring und sorgt dafür, dass die Oberfläche von Enceladus so stark reflektiert wie Schnee. Im ganzen Bild streuen Saturns eisige Ringe Sonnenlicht zu Cassinis Kameras. Hinter den Ringen befindet sich die Nachtseite des 80 Kilometer großen Mondes Pandora. Das Licht von Saturn beleuchtet ihn schwach.

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