Ganymed bedeckt den Jupitermond Io

Links neben dem riesigen Planeten Jupiter sind die Galileischen Monde Io und Ganymed. Der große Mond bedeckte den kleinen Io und warf außerdem seinen Schatten auf die Wolken des Gasriesen. Links unten zeigt ein Einschub die Monde vergrößert. Der Rote Fleck ist am linken Rand des Planeten.
Bildcredit und Bildrechte: Michael Wong

Jupiter gehört zu den geselligsten Planeten im Sonnensystem – zumindest, was seine natürlichen Satelliten betrifft. Bislang entdeckte man 115 Monde, die um Jupiter kreisen! Saturn hat mit 293 Begleitern die meisten, aber wer zählt da schon mit.

Am 20. Oktober 2026 begegneten sich Ganymed und Io am Himmel. Sie sind zwei von Jupiters Galileischen Monden. Oben seht ihr das Treffen, bei dem Ganymed kurzzeitig den Mond Io verdeckt. Wenn ein Objekt am Himmel vor einem anderen vorbeizieht und es ganz oder teilweise bedeckt, nennt man das eine gegenseitige Bedeckung.

Solche Bedeckungen der Galileischen Monde bekommen wir nur selten zu sehen. Dazu müssen wir von der Erde aus genau auf die Kante ihrer Bahnebenen blicken. Das gelingt nur etwa alle sechs Jahre, wenn Jupiter sein Äquinoktium erreicht. Das Äquinoktium ist die Tag-und-Nacht-Gleiche. Wir sehen den Planeten dann weniger geneigt.

Auf Jupiters rechte Seite fällt der Schatten von Ganymed. Jede fiktive Art auf dem Gasriesen würde in diesem Schatten eine Sonnenfinsternis erleben!

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