Supernova-Überrest Pa 30

Der Nebel im Bild erinnert an ein Feuerwerk zwischen hell leuchtenden Sternen. Die größeren Sterne wirken wie von Nebeln umhüllt. Der rötliche Nebel hat Speichen, die vom Zentrum nach außen gehen. Sie sind von Perlen gesäumt, die jeweils 4 Lichttage lang sind.
Bildcredit und Bildrechte: Internationales Gemini-Observatorim/NOIRLab/NSF/AURA. Danksagung: PI: T. Cunningham (Zentrum für Astrophysik – Harvard und Smithsonian). Bildbearbeitung: J. Miller und M. Rodriguez (Internationales Gemini-Observatorium/NSF NOIRLab), T.A. Rector (Universität von Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), D. de Martin und M. Zamani (NSF NOIRLab).

„Frohes Neues Jahr!“ Moment – nein, das ist kein Feuerwerk! Dieses Bild zeigt den Nebel Pa 30, der hier vom Teleskop Gemini Nord auf Hawaii beobachtet wurde. Er ist wohl ein alter Überrest von der Explosion einer Supernova. Es gibt unabhängige historische Berichte aus China, Japan und dem arabischen Raum von einem „Gaststern„. Er leuchtete im Jahr 1181 ganze 185 Tage lang am Himmel.

Vermutlich stammte der helle neue Lichtpunkt, aus dem das Feuerwerk Pa 30 entstand, von einer ungewöhnlichen Supernova vom Typ Iax. In der Astronomie weiß man nicht genau, was dabei geschah. Doch man vermutet, dass zwei Weiße Zwerge miteinander verschmolzen.

Der rätselhafte Zentralstern im Bild ist extrem heiß und erzeugt einen starken Wind. Dieser schuf möglicherweise die Fasern, die an Speichen erinnern. Seht genau hin: An den Filamenten sind Knoten wie Perlen aufgefädelt. Jede Perle ist etwa 4 Lichttage groß. Wenn wir verstehen, wie eine Supernova diesen erstaunlichen Überrest schuf, lösen wir ein 845 Jahre altes Rätsel, das immer noch besteht.

Zur Originalseite