Blick aus der Zone

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Beschreibung: Die gleißende Venus und die zentrale Milchstraße gingen in den frühen Morgenstunden des 1. März über dieser Meeres- und Himmelslandschaft auf. Die Szenerie überblickt einen Strand bei Sea Isle City, New Jersey, USA, Planet Erde. Natürlich kreist die Erde in der habitablen Zone des Sonnensystems, in Goldlöckchens Region – nicht zu nahe an der Sonne, aber auch nicht zu weit von ihr entfernt, sodass die Oberflächentemperaturen flüssiges Wasser ermöglichen. Die Venus, ähnlich groß wie die Erde, liegt knapp innerhalb der inneren Grenze der habitablen Zone. Die wässrige Reflexion des Lichtes unseres unwirtlichen Schwesterplaneten ist über einem ruhigen, kalten Ozean und einer niedrigen Wolkenbank zu sehen.

Zur Originalseite

NGC 1333 – Sternenstaub

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Al Howard

Beschreibung: NGC 1333 ist im sichtbaren Licht als Reflexionsnebel zu sehen, der in bläulichen Farbtönen leuchtet, die charakteristisch für von Staub reflektiertes Sternenlicht sind. Er ist an die 1000 Lichtjahre entfernt und liegt im heroischen Sternbild Perseus am Rand einer großen, Sterne bildenden Molekülwolke. Diese eindrucksvolle Nahaufnahme umfasst in der geschätzten Entfernung von NGC 1333 zirka 10 Lichtjahre. Sie zeigt Details der staubigen Region, einhergehend mit Hinweisen auf kontrastierende rote Emissionen von Herbig-Haro-Objekten sowie Strahlen und komprimiertes leuchtendes Gas, das von kürzlich entstandenen Sternen ausströmt. Tatsächlich enthält NGC 1333 Hunderte Sterne, die weniger als eine Million Jahre alt sind, die meisten sind noch durch den überall verbreiteten Staub vor optischen Teleskopen verborgen. Die chaotische Umgebung könnte jener ähnlich sein, in der unsere Sonne vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren entstand.

Zur Originalseite

Globulen im Running-Chicken-Nebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Vanderhaven

Beschreibung: Die Eier dieses Huhnes könnten Sterne bilden. Der oben abgebildete Emissionsnebel, katalogisiert als IC 2944, wird Running-Chicken-Nebel genannt, nach der Form seiner Gesamterscheinung. Das Bild wurde kürzlich am Siding-Spring-Observatorium in Australien fotografiert und in wissenschaftlich zugeordneten Farben präsentiert. In der Mitte des Bildes sind kleine, dunkle Molekülwolken zu sehen, die reich an undurchsichtigem kosmischem Staub sind. Diese „Eier“, die nach ihrem Entdecker als Thackeray-Globulen bezeichnet werden, sind potenzielle Orte für die gravitative Kondensation neuer Sterne, obwohl ihr Schicksal ungewiss ist, da sie rasch von der intensiven Strahlung naher junger Sterne wegerodiert werden. Zusammen mit fleckigem leuchtendem Gas und komplexen Regionen aus reflektierendem Staub bilden diese masse- und energiereichen Sterne den offenen Haufen Collinder 249. Diese prächtige Himmelslandschaft umfasst etwa 70 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung des Nebels von 6000 Lichtjahren.

Zur Originalseite

Sonne und Protuberanz

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: jp-Brahic

Beschreibung: Dramatische Protuberanzen ragen manchmal knapp über den Sonnenrand. Das war letzte Woche der Fall, als die oben dargestellte große Protuberanz eine kürzlich äußerst aktive Sonne betonte. Die Chromosphäre im Vordergrund ist als wogendes Meer aus heißem Gas zu sehen – abgebildet in einer spezifischen Farbe des Lichts, das von Wasserstoff abgestrahlt wird. Eine Sonnenprotuberanz ist eine Wolke aus Sonnengas, das vom Magnetfeld der Sonne über der Oberfläche gehalten wird. Die Erde, als Einschub dargestellt, ist kleiner als die Protuberanz. Obwohl sie sehr heiß sind, erscheinen Protuberanzen üblicherweise dunkel, wenn sie vor der Sonne zu sehen sind, da sie etwas kühler sind als die darunter liegende Photosphäre. Eine ruhige Protuberanz bleibt meist etwa einen Monat lang bestehen, kann aber als Koronaler Massenauswurf (KMA) ausbrechen und heißes Gas ins Sonnensystem schleudern, von dem ein Teil die Erde treffen und Polarlichter auslösen kann.

Zur Originalseite

Bewohnbare Welten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Lizenz: Planetary Habitability Laboratory (UPR Arecibo)

Beschreibung: Ist die Erde die einzige bekannte Welt, die Leben tragen kann? Um bewohnbare Welten außerhalb unseres Sonnensystems zu finden, werden sonnenähnliche Sterne beobachtet und nach leichten Lichtabsenkungen gesucht, die Hinweise auf verdunkelnde Planeten sein könnten. Viele zuvor unbekannte Planeten werden dabei entdeckt, darunter mehr als 700 Welten, die kürzlich vom NASA-Satelliten Kepler gefunden wurden. Auf der oben dargestellten künstlerischen Darstellung sind zwölf extrasolare Planeten abgebildet, die in den habitablen Zonen ihrer Heimatsterne kreisen. Diese Exoplaneten haben eine Temperatur, bei der flüssiges Wasser auf der Oberfläche vorkommen kann, sodass dort wasserbasierendes Leben wie auf der Erde existieren könnte. Obwohl die Technik Leben noch nicht aufspüren kann, ist das Finden bewohnbarer Exoplaneten ein Schritt, der der Menschheit hilft, ihre Stellung im Kosmos besser zu verstehen.

Zur Originalseite

Sonnenuntergang auf dem Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Mars Exploration Rover Mission, Texas A&M, Cornell, JPL, NASA

Beschreibung: Wie sieht ein Sonnenuntergang auf dem Mars aus? Um das herauszufinden, wurde der Roboter-Rover Spirit 2005 eingesetzt, um zu beobachten, wie die Sonne langsam unter den fernen Rand des Gusev-Kraters sank. Die Farben im obigen Bild wurden leicht verstärkt und so dargestellt, wie sie dem Auge eines menschlichen Forschers erscheinen würden. Feine Mars-Staubteilchen, die in der dünnen Atmosphäre verteilt sind, verleihen dem Himmel eine rötliche Farbe, doch der Staub streut auch blaues Licht nach vorne, weshalb der Himmel in der Nähe der untergehenden Sonne einen bläulich erscheint. Weil der Mars weiter von der Sonne entfernt ist, leuchtet diese etwas weniger hell, und ihr Durchmesser beträgt nur etwa zwei Drittel des auf der Erde sichtbaren Durchmessers. Durch Bilder wie dieses lernen Atmosphärenforscher nicht nur etwas über die Atmosphäre des Mars, sondern über Atmosphären im gesamten Sonnensystem, auch die unserer Heimaterde.

Zur Originalseite

NGC 7331 und dahinter

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dietmar Hager, Torsten Grossmann

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie NGC 7331 wird häufig als Gegenstück zu unserer Milchstraße bezeichnet. NGC 7331, etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Pegasus, wurde schon früh als Spiralnebel erkannt und ist eine der helleren Galaxien, die nicht in Charles Messiers berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert enthalten sind. Da die Galaxienscheibe zu unserer Sichtlinie leicht geneigt ist, entsteht bei einer Langzeitbelichtung mit Teleskop ein Bild, das ein seltsames Gefühl von Tiefe hervorruft. Der Effekt wird auf diesem scharfen Foto durch Galaxien verstärkt, die hinter dem prächtigen Inseluniversum liegen. Die scheinbare Größe der Hintergrundgalaxien ist etwa ein Zehntel von NGC 7331, sie sind somit grob geschätzt zehnmal weiter entfernt. Ihre enge Gruppierung am Himmel mit NGC 7331 ist jedoch zufällig. Die hier abgebildete visuelle Galaxiengruppe, auch als Deer-Lick-Gruppe bekannt, ist hier durch zarte, über der Ebene der Milchstraße schwebende Vordergrund-Staubwolken zu sehen.

Zur Originalseite