NGC 613 mit Staub, Sternen und einer Supernova

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, S. Smartt (QUB); Danksagung: Robert Gendler; Einschübe: Victor Buso

Beschreibung: Woher kommt dieser Fleck? Der Hobbyastronom Victor Buso testete 2016 gerade eine neue Kamera auf seinem Teleskop, als er beobachtete, wie ein seltsamer Lichtfleck erschien – und blieb. Nach Meldung dieser ungewöhnlichen Beobachtung wurde dieser Fleck als Licht einer Supernova erkannt, die soeben sichtbar wurde – in einem früheren Stadium, als je zuvor visuell fotografiert wurde.

Die Vorher-Nachher-Bilder der Entdeckung wurden ungefähr im Abstand einer Stunde fotografiert. Sie sind als Einschub in ein detailreicheres Bild derselben Spiralgalaxie NGC 613 eingefügt, das mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert wurde.

Nachfolgende Beobachtungen zeigten, dass SN 2016gkg wahrscheinlich die Explosion eines Überriesensterns war, und Buso fotografierte wahrscheinlich das Stadium, in dem die vom Sternkern nach außen wandernde Explosionswelle die Sternenoberfläche durchbrach. Da Astronomen seit Jahren versuchen, Supernovae in Galaxien aufzuspüren, ohne je so ein „Ausbruchsereignis“ zu entdecken, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Buso ein solches fotografierte, mit einem Lottogewinn vergleichbar.

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Duell der Bänder in der Nacht

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Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Beschreibung: Was sind diese beiden Bänder am Himmel? Das häufiger sichtbare Band befindet sich rechts, es ist das zentrale Band unserer Milchstraße. Unsere Sonne kreist um die Scheibe dieser Spiralgalaxie, die von innen am ganzen Himmel als Band vergleichbarer Helligkeit erscheint. Das Band der Milchstraße ist das ganze Jahr über sichtbar – wenn man sich weit genug von der Stadt entfernt.

Das seltener sichtbare Band links ist das Zodiakallicht – es ist Sonnenlicht, das von Staub reflektiert wird, der im Sonnensystem um die Sonne kreist. Das Zodiakallicht leuchtet in der Nähe der Sonne am hellsten, daher ist es kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang sichtbar. An manchen Abenden im Norden, vor allem in den Monaten März und April, ist dieses Zodiakallichtband nach Sonnenuntergang ziemlich gut sichtbar. Kürzlich wurde erkannt, dass Zodiakalstaub vorwiegend von Kometen ausgegast wurde, die nahe an Jupiter vorbeikamen.

Nur zu bestimmten Zeiten im Jahr sind die beiden Bänder an Teilen des Himmels wie hier Seite an Seite zu sehen. Hier wirken die beiden Lichtstreifen wie die Fortsetzung der Ufer des Liver Å am Himmel. Dieses Panorama aus aufeinanderfolgenden Aufnahmen wurde vor etwa drei Wochen in Nordjylland (Dänemark) aufgenommen.

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Am Jupiter vorüberziehen


Videocredit und Lizenz: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt; Musik: Moonlight Sonata (Ludwig van Beethoven)

Beschreibung: Hier kommt wieder mal Jupiter. Die Roboterraumsonde Juno der NASA führt ihre 53-Tages-Umrundungen auf stark elliptischen Bahnen um den größten Planeten unseres Sonnensystems fort.

Dieses Video stammt von Perijovium 11, Junos elftem nahen Vorbeiflug an Jupiter seit ihrer Ankunft Mitte 2016. Das farbverstärkte Zeitraffervideo zeigt etwa vier Stunden und verarbeitet 36 JunoCam-Bilder. Es beginnt mit Jupiters Aufgang, während sich Juno vom Norden her nähert.

Als die Raumsonde Juno ihre größte Annäherung erreicht – ungefähr 3500 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen -, fotografiert sie den großen Planeten bis ins kleinste Detail. Juno passiert helle Zonen und dunkle Wolkenbänder, welche den Planeten umkreisen, sowie zahlreiche wirbelnde runde Stürme, von denen viele größer sind als Wirbelstürme auf der Erde. Nach dem Perijovium weicht Jupiter zurück in die Ferne und zeigt die ungewöhnlichen Wolken über seinem Süden.

Um die gewünschten wissenschaftlichen Daten zu erhalten, zieht Juno so eng an Jupiter vorbei, dass ihre Instrumente wegen der hohen Strahlenbelastung vielleicht bald versagen. Teils aus diesem Grund ist das Ende von Junos Mission derzeit für Mitte 2018 mit Perijovium 14 geplant, danach wird die Raumsonde auf Tauchgang in Jupiters Atmosphäre gelenkt und schmilzt.

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AE Aurigae und der Flammensternebel

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Warum wird AE Aurigae als Flammenstern bezeichnet? Der Nebel IC 405 um den Stern wird als Flammensternnebel bezeichnet, weil es in der Region offenbar Rauch gibt, obwohl nichts brennt, auch nicht der darin liegende Stern AE Aurigae.

In der Regel wird Feuer als schnelle molekulare Sauerstoffaufnahme definiert, die nur dann auftritt, wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist, in so einer Umgebung mit viel Energie und wenig Sauerstoff spielt es keine Rolle. Das Material, das wie Rauch aussieht, ist größtenteils interstellarer Wasserstoff, enthält aber rauchähnliche dunkle Fasern aus kohlenstoffreichen Staubkörnern.

Der helle Stern AE Aurigae ist in der Nähe des Nebelzentrums zu sehen und so heiß, dass er blau leuchtet und so energiereiches Licht aussendet, dass es Elektronen aus den Atomen im umgebenden Gas hinausstößt. Wenn ein Atom mit einem Elektron rekombiniert, wird Licht abgestrahlt, das den umgebenden Emissionsnebel erzeugt.

Der Flammensternnebel ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt, umfasst mehr als 5 Lichtjahre und ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Fuhrmann (Auriga) zu sehen.

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NGC 6946 ins Auge sehen

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Bildcredit: KompositbilddatenSubaru-Teleskop (NAOJ) und Robert Gendler; BearbeitungRobert Gendler

Beschreibung: An unserem Aussichtspunkt in der Milchstraße sehen wir NGC 6946 von oben. Die große schöne Spiralgalaxie ist nur 10 Millionen Lichtjahre entfernt, sie liegt hinter einem Schleier aus Staub und Sternen im Vordergrund im hohen, fernen Sternbild Kepheus.

Vom Kern ausgehend ändern sich die Farben der Galaxie vom gelblichen Licht alter Sterne im Zentrum zu jungen blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen entlang der losen, zerstückelten Spiralarme. NGC 6946 leuchtet auch im Infrarotlicht hell. Sie ist reich an Gas und Staub und weist eine hohe Rate an Sternentstehung und Sternzerstörung auf. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte man in NGC 6946 mindestens neun Supernovae – das sind die Todesexplosionen massereicher Sterne.

NGC 6946 ist fast 40.000 Lichtjahre groß und auch als Feuerwerksgalaxie bekannt. Dieses außergewöhnliche Porträt von NGC 6946 ist ein Komposit aus Bilddaten des 8,2-Meter-Subaru-Teleskops auf dem Mauna Kea.

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Apollo 17: Stereoblick aus dem Mondorbit

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Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blaue Brille und betrachten Sie diese fantastische Stereoansicht einer anderen Welt. Die Szene wurde am 11. Dezember 1972 vom Apollo-17-Missionskommandanten Eugene Cernan aufgenommen, eine Umkreisung vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond.

Die Stereoanaglyphe wurde aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466) erstellt, die er von seinem Aussichtspunkt an Bord der Mondfähre Challenger fotografierte, als er und Dr. Harrison Schmitt über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen. Die breite, sonnenbeschienene Seite des Südmassivs erhebt sich in der Bildmitte über dem dunklen Boden des Taurus-Littrow-Tals links daneben. Hinter den Bergen in Richtung des Mondrandes liegt das Mare Serenitatis. Das Kommandomodul America, das von Ron Evans gesteuert wird, ist im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs erkennbar.

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Wenn Rosen nicht rot sind

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Beschreibung: Natürlich sind nicht alle Rosen rot, aber sie können trotzdem sehr hübsch sein. Der schöne Rosettennebel und andere Sternentstehungsgebiete werden in astronomischen Bildern oft überwiegend rot dargestellt, teils, weil die überwiegende Emission im Nebel von Wasserstoffatomen stammt.

Die stärkste optische Wasserstoffemissionslinie, bekannt als H-alpha, liegt im roten Spektralbereich, doch die Schönheit eines Emissionsnebels ist nicht nur im roten Licht zu bewundern. Andere Atome im Nebel werden ebenfalls durch energiereiches Sternenlicht angeregt und erzeugen schmale Emissionslinien.

Auf dieser prächtigen Ansicht des Rosettennebels werden Schmalbandbilder kombiniert, um die Emission von Schwefelatomen in Rot, Wasserstoff in Blau und Sauerstoff in Grün zu zeigen. Das Kartierungsschema dieser schmalen atomaren Emissionslinien in ein breiteres Farbspektrum wird bei vielen Hubblebildern von Sternenkrippen übernommen.

Der Rosettennebel befindet sich ungefähr 3000 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Einhorn, in dieser Entfernung ist das Bild etwa 100 Lichtjahre breit. Um die Rosette rot zu färben, folgen Sie diesem Link oder bewegen Sie den Mauszeiger über das Bild.

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Hubble zeigt Jupiter in Infrarot

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Daten: Michael Wong (UC Berkeley) et al.; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Jupiter sieht im Infrarotlicht etwas anders aus. Um Jupiters Wolkenbewegungen besser zu verstehen, und um die Roboterraumsonde Juno der NASA zu unterstützen, wird das Weltraumteleskop Hubble angewiesen, den ganzen jovianischen Riesen regelmäßig abzubilden.

Die Farben des beobachteten Jupiters reichen über den normalen Sehbereich von Menschen hinaus und umfassen auch Ultraviolett– und Infrarotlicht. 2016 wurden drei Bänder des nahen Infrarotlichtes digital zugeordnet und in ein farbkartiertes Bild umgewandelt. Jupiter erscheint in Infrarot anders, zum Teil, weil das Sonnenlicht anders reflektiert wird, was unterschiedlichen Wolkenhöhen und Breitengraden eine unstimmige Helligkeit verleiht.

Dennoch bleiben viele Strukturen auf Jupiter vertraut, darunter die hellen Zonen und dunklen Gürtel, welche den Planeten nahe dem Äquator umkreisen, der große Rote Fleck links unten und die Perlenkettensturmsysteme südlich des großen Roten Flecks. Die Pole leuchten, weil dort Dunst in großer Höhe von geladenen Teilchen aus Jupiters Magnetosphäre angeregt wird.

Juno hat nun 10 von 12 geplanten wissenschaftlichen Jupiterumkreisungen vollendet und zeichnet weiterhin Daten auf, welche der Menschheit helfen, nicht nur Jupiters Wetter zu verstehen, sondern auch das, was unter Jupiters dicken Wolken liegt.

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Eine partielle Sonnenfinsternis über Buenos Aires

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Bildcredit und Bildrechte: Fefo Bouvier

Beschreibung: Was ist mit dem oberen Sonnenrand passiert? Letzte Woche war auf der Südhalbkugel der Erde mancherorts eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Dabei bedeckt der Mond einen Teil unserer Sonne.

Dieses Bild wurde gegen Ende der Finsternis an der Küste von Uruguay mit Blick auf Buenos Aires in Argentinien fotografiert. Im Vordergrund befindet sich die Isla Farallón mit ihrem Leuchttrum, links neben der Sonne ist ein Flugzeug zu sehen. Das Bild ist eigentlich eine digitale Kombination aus zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die mit derselben Kamera und den gleichen Einstellungen fotografiert wurden. Auf einer wurde die Landschaft festgehalten, auf der anderen die Sonne im Hintergrund.

Die nächste auf der Erde sichtbare Sonnenfinsternis ist wieder eine partielle Finsternis, sie ist Mitte Juli in Teilen von Südaustralien und Tasmanien zu beobachten.

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Galaxienentstehung in einem magnetischen Universum


Bildcredit: IllustrisTNG Projekt; Visualisierung: Mark Vogelsberger (MIT) et al. Musik: Gymnopedie 3 (Komponist: Erik Satie, Musiker: Wahneta Meixsell)

Beschreibung: Wie sind wir hierher gekommen? Wir wissen, dass wir auf einem Planeten leben, der einen Stern umkreist, welcher um eine Galaxie kreist, aber wie ist das alles entstanden?

Um die Details besser zu verstehen, verbesserten Astrophysiker die berühmte IllustrisSimulation zu IllustrisTNG – diese ist nun das komplexeste Computermodell der Entwicklung von Galaxien in unserem Universum. Dieses Video zeigt die Magnetfelder vom frühen Universum (Rotverschiebung 5) bis heute (Rotverschiebung 0). Relativ schwache Magnetfelder sind blau abgebildet, starke sind weiß dargestellt. Diese B-Felder passen sehr gut zu Galaxien und Galaxienhaufen.

Am Beginn der Simulation umkreist eine virtuelle Kamera das virtuelle IllustrisTNG-Universum und zeigt eine 30 Millionen Lichtjahre große junge Region, die ziemlich fadenförmig ist. Durch die Schwerkraft entstehen viele Galaxien und verschmelzen, während sich das Universum ausdehnt und entwickelt. Am Ende stimmt das simulierte IllustrisTNG-Universum statistisch gesehen gut mit unserem gegenwärtigen wirklichen Universum überein, obwohl es einige interessante Unterschiede gibt – zum Beispiel eine Abweichung bei der Energie von Radiowellen, die von schnell bewegten geladenen Teilchen abgestrahlt wird.

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LL Ori und der Orionnebel

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team

Beschreibung: Sterne können im Gas- und Staubmeer des Orionnebels Wellen schlagen. Diese ästhetische Nahaufnahme von kosmischen Wolken und Sternwinden zeigt LL Orionis in Wechselwirkung mit dem Orionnebelfluss.

Der veränderliche Stern LL Orionis ist noch in seinen Entstehungsjahren. Er treibt durch Orions Sternentstehungsgebiet und erzeugt einen stärkeren Wind als unserer Sonne, die im mittleren Alter ist. Wenn der schnelle Sternwind auf langsames Gas trifft, entsteht eine Stoßfront, ähnlich wie die Bugwelle eines Bootes, das durchs Wasser fährt, oder bei einem Flugzeug, das mit Überschallgeschwindigkeit fliegt.

Das kleine, zierliche gewölbte Gebilde links über der Mitte ist LL Oris kosmische Bugwelle, sie misst etwa ein halbes Lichtjahr. Das langsamere Gas strömt aus dem heißen Sternhaufen im Orionnebel, dem Trapez, das außerhalb der linken oberen Bildecke liegt. Dreidimensional gesehen hat die Stoßfront um LL Ori die Form einer Schale, die am hellsten erscheint, wenn man sie von der Seite sieht.

Das schöne, gemäldeartige Foto ist Teil einer großen Mosaikansicht des komplexen Sternentstehungsgebietes im Orion, gefüllt mit einer Unzahl fließender Formen, die bei der Sternbildung entstehen.

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