Astronomy Picture of the Day

Entdecke das Weltall! Jeden Tag ein neues Bild aus den Weiten unseres faszinierenden Universums, zusammen mit einer kurzen Erklärung, die von einem Astronomen verfasst wird.

4. Januar 2010
Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Komet Halleys Kern - ein Eisberg in der Umlaufbahn
Credit und Bildrechte:
Halley Multicolor Camera Team, Giotto Project, ESA

Beschreibung: Wie sieht ein Kometenkern aus? Früher vermutete man, dass Kometenkerne, die aus Ursprungsmaterie des Sonnensystems bestehen, sehr schmutzigen Eisbergen ähneln. Doch erdgebundene Teleskope zeigten nur die Wolken aus Gas und Staub, die aktive Kometen umgeben, wenn sie sich der Sonne näherten, wobei sie nur die Kometenkoma und die charakteristischen Kometenschweife auflösen konnten. 1986 wurde die europäische Raumsonde Giotto, als sie Halleys Kern bei seiner Annäherung an die Sonne passierte und abbildete, eine der ersten einer Gruppe von Raumsonden, die je den Kern eines Kometen besuchten und fotografierten. Aus Daten von Giottos Kamera wurde dieses nachbearbeitete Bild des kartoffelförmigen Kerns mit einem Durchmesser von etwa 15 Kilometern erstellt. Rechts sind einige Oberflächendetails des dunklen Kerns zu sehen, während links in die Koma fließendes Gas und Staub abgebildet ist. Alle 76 Jahre tritt Komet Halley ins innere Sonnensystem ein, und jedesmal verliert der Kern eine etwa 6 Meter dicke Schicht aus Eis und Stein an das All. Diese Ablagerungen, die von Halleys Kern wegströmen, verteilen sich in den ihn umkreisenden Schweif, aus dem der Meteorstrom der Orioniden entsteht, der jedes Jahr im Oktober zu sehen ist, sowie der jeden Mai auftretende Meteorschauer der Eta-Aquariden.

Das Bild von morgen: lange Wolke


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Autoren und Herausgeber: Robert Nemiroff (MTU) und Jerry Bonnell (UMCP)
NASA-Sachbearbeiter: Phillip Newman Spezielle Rechtshinweise
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Ein Service von ASD bei der NASA / GSFC und Michigan Tech. U.

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Übersetzung APOD:
Maria Pflug-Hofmayr
Der Orion
von Eugen Reichl und Maria Pflug-Hofmayr