Astronomy Picture of the Day

Entdecke das Weltall! Jeden Tag ein neues Bild aus den Weiten unseres faszinierenden Universums, zusammen mit einer kurzen Erklärung, die von einem Astronomen verfasst wird.

9. November 2009
Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

NGC 2623: Galaxienverschmelzung von Hubble
Credit: NASA, ESA und A. Evans (Stony Brook) et al.

Beschreibung: Wo bilden sich Sterne, wenn Galaxien kollidieren? Um das herauszufinden, fotografierten Astronomen im Jahr 2007 mit dem Weltraumteleskop Hubble die nahe Galaxienverschmelzung NGC 2623 mit hoher Auflösung. Analysen dieses Hubble-Bildes und weiterer Bilder von NGC 2623, etwa des Weltraumteleskops Spitzer im Infrarotlicht, von XMM-Newton im Röntgenlicht und von GALEX im Ultraviolettlicht lassen darauf schließen, dass zwei ursprünglich getrennte Spiralgalaxien nun großteils zusammengerollt werden und ihre Kerne sich zu einem aktiven galaktischen Nukleus (AGN) vereint haben. Sternbildung findet weiterhin um diesen Kern nahe der Mitte des obigen Bildes statt, aber auch entlang der ausgedehnten Gezeitenschweife, die auf beiden Seiten zu sehen sind, und - vielleicht überraschend - in einer Region abseits des Kerns oben links, wo Haufen heller blauer Sterne aufscheinen. Galaxienkollisionen können Hunderte Millionen Jahre und mehrere zerstörerische Gravitations-Durchgänge dauern. NGC 2623, auch bekannt als Arp 243, umfasst etwa 50.000 Lichtjahre und befindet sich zirka 250 Millionen Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Krebs (Cancer). Die Rekonstruktion der Originalgalaxien und wie Galaxienverschmelzungen ablaufen ist oft schwierig, manchmal unmöglich, aber an sich wichtig um zu verstehen, wie sich unser Universum entwickelt hat.

Das Bild von morgen: Saturn, danach


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Übersetzung APOD:
Maria Pflug-Hofmayr
Der Orion
von Eugen Reichl und Maria Pflug-Hofmayr