SH2-155 – der Höhlennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Beschreibung: Diese Himmelslandschaft zeigt die staubige Region des Höhlennebels Sh2-155 im Sharpless-Katalog. Auf dem Teleskopbild zeigen Daten, die mit Schmalbandfilter gewonnen wurden, das rötliche Leuchten ionisierter Wasserstoffatome. Die etwa 2400 Lichtjahre entfernte Szene liegt in der Ebene unserer Milchstraße im königlichen nördlichen Sternbild Kepheus. Die astronomische Forschung zeigt, dass die Region am Rand der massereichen Molekülwolke Kepheus-B mit den heißen jungen Sternen der Kepheus-OB3-Sternassoziation entstand.

Der helle Grat aus ionisiertem Wasserstoff wird durch Strahlung der heißen Sterne angeregt, in denen der hellste Stern links über der Bildmitte hervorsticht. Die durch Strahlung entstehenden Ionisationsfronten führen wahrscheinlich zu kollabierenden Kernen und neuer Sternbildung im Inneren. Die kosmische Höhle, die angemessen groß für Sternentstehung ist, ist mehr als 10 Lichtjahre groß.

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Die Tulpe und Cygnus X-1

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Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Beschreibung: Diese Teleskopansicht rahmt eine helle Emissionsregion und blickt entlang der Ebene unserer Milchstraße zum nebelreichen Sternbild Schwan (Cygnus). Die rötlich leuchtende Wolke aus interstellarem Gas und Staub wird allgemein Tulpennebel genannt und ist auch im 1959er-Katalog des Astronomen Stewart Sharpless als Sh2-101 zu finden. Etwa 8000 Lichtjahre entfernt und 70 Lichtjahre groß blühen die komplexen, schönen Nebelblüten in der Mitte dieses Kompositbildes. Die Ultraviolettstrahlung junger, energiereicher Sterne am Rand der Cygnus-OB3-Assoziation mit dem O-Stern HDE 227018 ionisiert die Atome und sorgt für die Emissionen des Tulpennebels. HDE 227018 ist der helle Stern nahe der Mitte des Nebels. Das Sichtfeld umrahmt auch den Mikroquasar Cygnus X-1, eine der stärksten Röntgenquellen am Himmel des Planeten Erde. Ihre blassere, gekrümmte Stoßfront, die von den mächtigen Strahlen aus der Akkretionsscheibe eines Schwarzen Lochs getrieben wird, liegt rechts über und hinter den kosmischen Blütenblättern.

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Sternblase Sharpless 308

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Bildcredit und Bildrechte: Anis Abdul

Beschreibung: Diese kosmische Blase wurde von den schnellen Winden eines heißen, massereichen Sterns geblasen, und sie ist riesig. Sie ist als Sharpless 2-308 katalogisiert, liegt etwa 5200 Lichtjahre entfernt im Sternbild Großer Hund (Canis Major) und bedeckt am Himmel etwas mehr als einen Vollmond. Das entspricht in der geschätzten Entfernung einem Durchmesser von 60 Lichtjahren.

Der massereiche Stern, der die Blase bildete, ein Wolf-Rayet-Stern, ist der helle beim Zentrum des Nebels. Wolf-Rayet-Sterne haben mehr als 20 Sonnenmassen. Man vermutet, dass sie sich in einer kurzen Prä-Supernova-Phase in der Entwicklung massereicher Sterne befinden. Die schnellen Winde dieses Wolf-Rayet-Sterns erzeugen den blasenförmigen Nebel, während sie langsamere Materie von früheren Entwicklungsphasen zusammenfegen. Der windgeblasene Nebel ist ungefähr 70.000 Jahre alt. Bei den relativ blassen Emissionen auf diesem ausgedehnten Bild dominiert das Leuchten ionisierter Sauerstoffatome, die blau kartiert wurden.

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Spuk im Kepheus Flare

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Bildcredit und Bildrechte: Thomas Lelu

Beschreibung: Gespenstische Gestalten spuken scheinbar in dieser juwelengeschmückten Weite, die im königlichen Sternbild Kepheus durch die Nacht treibt. Natürlich sind die Gestalten kosmische Staubwolken, die man im schwach reflektierten Sternenlicht kaum sieht. Sie sind weit von Ihrer Nachbarschaft auf dem Planeten Erde entfernt und lauern in der Ebene der Milchstraße am Rand des Kepheus-Flare-Molekülwolkenkomplexes, der etwa 1200 Lichtjahre entfernt ist.

Rechts im sternbedeckten Sichtfeld befindet sich vdB 141 oder Sh2-136. Er ist größer als 2 Lichtjahre und heller als die anderen geisterhaften Erscheinungen, man kennt ihn auch als Geisternebel. Im Nebel befinden sich die verräterischen Zeichen dichter, kollabierender Kerne in frühen Stadien der Sternentstehung.

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Ein riesiger Tintenfisch und die fliegende Fledermaus

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Bildcredit und Bildrechte: Rolf Geissinger

Beschreibung: Auf dieser kosmischen Szene im königlichen Sternbild Kepheus sind sehr blasse, aber am Himmel des Planeten Erde sehr große Nebel zu sehen: ein großer, riesiger Tintenfischnebel, der als Ou4 katalogisiert ist, sowie Sh2-129, der auch als Fliegender Fledermausnebel bekannt ist. Das 4 Grad oder 8 Vollmonde große Teleskopfeld wurde aus Schmalband-Bilddaten erstellt, die im Laufe von fast 17 Stunden gewonnen wurden.

Der Tintenfischnebel wurde 2011 vom französischen Astrofotografen Nicolas Outters entdeckt. Seine reizende doppelpolige Form ist hier durch die vielsagenden blaugrünen Emissionen doppelt ionisierter Sauerstoffatome erkennbar.

Obwohl der Tintenfischnebel anscheinend vollständig von der rötlichen Wasserstoff-Emissionsregion Sh2-129 umschlossen ist, ist es schwierig, seine tatsächliche Entfernung und Natur festzustellen. Doch eine aktuelle Untersuchung lässt vermuten, dass Ou4 tatsächlich im etwa 2300 Lichtjahre entfernten Sh2-129 liegt. Wenn es so ist, wäre Ou4 ein eindrucksvoller Ausfluss von HR8119 – einem Dreifachsystem heißer, massereicher Sterne im Zentrum des Nebels.

Der riesige Tintenfischnebel ist physisch fast 50 Lichtjahre groß.

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Sh2-155 – der Höhlennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Jimmy Walker

Beschreibung: Diese farbenprächtige Himmelslandschaft zeigt das staubhaltige, rötliche Leuchten der Emissionsregion Sh-155 aus dem Sharpless-Katalog, den Höhlennebel. Die etwa 2400 Lichtjahre entfernte Szenerie liegt in der Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße, im königlichen nördlichen Sternbild Kepheus. Die astronomische Forschung zeigt, dass die Region am Rand der massereichen Molekülwolke Kepheus B und den heißen, jungen blauen Sternen der OB3-Sternassoziation im Kepheus entstand. Die Energie, die den hellen Rand aus Wasserstoff ionisiert, stammt von der Strahlung der heißen Sterne, aus denen der helle blaue O-Stern über der Bildmitte hervorsticht. Die durch Strahlung ausgelösten Ionisierungsfronten führen wahrscheinlich zu kollabierenden Kernen und neuer Sternbildung in deren Innerem. Die kosmische Höhle hat einen geeigneten Durchmesser für eine Sternkrippe – mehr als 10 Lichtjahre.

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Die Tulpe im Schwan

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Bildcredit und Bildrechte: Michael Joner, David Laney (West Mountain Observatory, BYU); Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Diese Teleskopansicht zeigt eine helle Emissionsregion in der Ebene unserer Milchstraße im nebelreichen Sternbild Schwan (Cygnus). Die leuchtende Gaswolke aus interstellarem Gas und Staub, die allgemein Tulpennebel genannt wird, ist auch im Katalog des Astronomen Stewart Sharpless aus dem Jahr 1959 als Sh2-101 zu finden. Der Nebel ist etwa 8000 Lichtjahre entfernt nachvollziehbarerweise nicht die einzige kosmische Wolke, die das Bild von Blumen heraufbeschwört. Der komplexe, schöne Nebel ist hier auf einem Kompositbild zu sehen, das die Emissionen ionisierter Atome von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff in roten, grünen und blauen Farben abbildet. Ultraviolette Strahlung des jungen, energiereichen O-Sterns HDE 227018 ionisiert die Atome und sorgt für die Emissionen des Tulpennebels. HDE 227018 ist der helle Stern neben dem blauen Bogen in der Bildmitte.

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Kepheus: von Rüssel bis Blase

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Sternhaufen, leuchtende Nebel und dunkle Staubwolken sind im königlichen Sternbild der Nordhalbkugel, dem Kepheus, reichlich vorhanden. Auf dieser weiten Himmelslandschaft, einem Mosaik aus Teleskopbildern, die etwa 17 Grad umfassen, sehen Sie diese in großem Detailreichtum.

Links unten beginnen wir mit dem großen Emissionsnebel, der als IC 1396 katalogisiert ist. Er hat einen Durchmesser von Hunderten Lichtjahren, ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt und enthält eine dunkle, sich windende rankenförmige Struktur, die allgemein als Elefantenrüsselnebel bekannt ist. Der helle Nebel oben in der Mitte mit dem eingebetteten Sternhaufen ist NGC 7380. Oben rechts befindet sich NGC 7635 (der Blasennebel) und der Sternhaufen M52.

Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine beschriftete Version des Feldes. Viele der hervorgehobenen Objekte sind in der zweiten Version des Sharpless-Katalogs (Sh2) angeführt sowie im Barnard-Katalog (B) dunkler Nebel. Jene Orte, die mit Sternbildung in Zusammenhang gebracht werden, sind verräterische Markierungen entlang des Komplexes riesiger Molekülwolken der Region.

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Die Sternsäulen von Sharpless 171

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Credit und Bildrechte: Nicolas Outters (Observatoire d’Orange)

Beschreibung: Gewaltige Säulen aus kaltem Gas und dunklem Staub schmücken die zentrale Sternbildungsregion von Sharpless 171. Ein offener Sternhaufen bildet sich dort aus dem Gas in den kalten Molekülwolken. Während energiereiches Licht, das von jungen, massereichen Sternen ausgestrahlt wird, den undurchsichtigen Staub verdampft, zerfällt die Region, und es bilden sich pittoreske Säulen aus übrig bleibendem Gas und Staub, die langsam verdampfen. Das energiereiche Licht beleuchtet auch das Wasserstoffgas in der Umgebung und regt es an, sodass es als roter Emissionsnebel leuchtet. Oben ist die aktive Zentralregion des größeren Emissionsnebels Sharpless 171 abgebildet. Sharpless 171 enthält NGC 7822 und die oben abgebildete aktive Region. Das obige Feld umfasst etwa 20 Lichtjahre, ist zirka 3000 Lichtjahre entfernt und mit einem Teleskop im nördlichen Sternbild des Königs von Äthiopien (Kepheus) zu sehen.

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