Der lange Schweif des Kometen Leonard

Der 60 Grad lange Schweif des Kometen Leonard im Sternbild Mikroskop.

Bildcredit und Bildrechte: Daniele Gasparri

Beschreibung: Komet Leonard ist der hellste Komet des Jahres 2021. Auf diesen beiden Bildern, die am 29. Dezember unter dem dunklen Himmel der Atacamawüste fotografiert wurden, befindet er sich links unten.

Auf dem Weg zum Perihel am 3. Januar wurde Komet Leonards sichtbarer Schweif länger. Kombinierte Aufnahmen, die mit einer Weitwinkellinse fotografiert wurden (für besseren Kontrast hier auch als umgekehrtes Schwarz-Weiß-Bild gezeigt), zeigen den komplexen Ionenschweif, der erstaunliche 60 Grad lang ist. Der helle Jupiter leuchtet rechts unten nahe am Horizont.

Der lange Schweif besteht aus ionisiertem Gas, das im Sonnenlicht fluoresziert. Das Material des Schweifes verdampft vom Kern des Kometen Leonard, einer etwa einen Kilometer großen Masse aus Staub, Gestein und Eis. Wahrscheinlich führten Ausbrüche auf dem Kometenkern und Stöße von Magnetfeldern und dem Sonnenwind in den letzten Wochen zu dem unregelmäßigen, geknickten und verdrehten Aussehen des Schweifes.

In wenigen Tagen erreicht Komet Leonard den sonnennächsten Punkt. Seine Aktivität sollte anhalten, während er südlich der Ekliptik durch das Sternbild Mikroskop zieht.

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Streifzug über den Südhimmel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bild/Videocredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Fürs Erste streifen Komet Lemmon (C/2012 F6a) und Komet PanSTARRS (C/2011 L4) über den Südhimmel. Lemmons limettengrüne Koma und sein dünner Schweif sind auf dieser Teleobjektivszene links zu sehen – sie ist ein Einzelbild aus einem Zeitraffervideo (hier auf Vimeo), das am 12. Februar aufgenommen wurde und seine Bewegung vor den Hintergrundsternen zeigt. Komet Lemmons Bahn brachte ihn in die Nähe der Sichtlinie markanter Südhimmelsschätze, etwa der Kleinen Magellanschen Wolke oder des Kugelsternhaufens 47 Tucanae (rechts). Komet PanSTARRS, der einen breiteren, weißlicheren Schweif zur Schau stellt, wandert auf späteren Videobildern durch das blasse Sternbild Mikroskop. Beide Kometen sind mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen zu sehen, werden heller und steuern in den nächsten Monaten auf den Nordhimmel zu.

Videos und Diskussion: Russische Meteorexplosion
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