UGC 12591: Die am schnellsten rotierende bekannte Galaxie

Die Galaxie UGC 12591 weist die schnellste Rotation auf, die wir kennen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Leo Shatz

Beschreibung: Warum rotiert diese Galaxie so schnell? Schon die Definition, um welche Art Galaxie es sich bei UGC 12591 handelt – sie ist links unten abgebildet – ist schwierig. Die Galaxie besitzt dunkle Staubbahnen wie eine Spiralgalaxie, aber auch eine große, diffuse Wölbung aus Sternen wie eine linsenförmige Galaxie.

Beobachtungen zeigen, dass UGC 12591 überraschenderweise mit ungefähr 480 km/s rotiert, also fast doppelt so schnell wie unsere Milchstraße. Das ist die schnellste Rotationsgeschwindigkeit, die je gemessen wurde. Um eine so schnell rotierende Galaxie zusammenzuhalten, wäre die mehrfache Masse unserer Milchstraße nötig. Mögliche Vorläuferszenarios für UGC 12591 sind langsames Wachstum, bei dem die Galaxie Materie aus der Umgebung aufnahm, oder schnelles Wachstum durch eine Galaxienkollision oder mehrere Kollisionen in jüngster Zeit – vielleicht verraten künftige Beobachten mehr.

Das Licht, das wir heute von UGC 12591 sehen, wurde vor ungefähr 400 Millionen Jahren abgestrahlt, als sich die ersten Bäume auf der Erde entwickelten.

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NGC 253: Staubiges Inseluniversum

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Bildcredit und Bildrechte: Stefano Cancelli, Paul Mortfield

Beschreibung: Die glänzende Spiralgalaxie NGC 253 ist eine der hellsten, die wir sehen, aber auch eine der staubigsten. Wegen ihrer Erscheinung in kleinen Teleskopen nennen manche sie Silberdollargalaxie, andere einfach Sculptor-Galaxie, weil sie innerhalb der Grenzen des südlichen Sternbildes Sculptor (Bildhauer) liegt.

Das staubige Inseluniversum wurde 1783 von der Mathematikerin und Astronomin Caroline Herschel entdeckt. NGC 253 ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt, 70.000 Lichtjahre groß und somit die größte in der Sculptor-Galaxiengruppe, die unserer Lokalen Gruppe am nächsten liegt.

Neben ihren spiralförmigen Staubbahnen steigen anscheinend Staubranken von der Galaxienscheibe auf, die auf diesem scharfen Farbbild von jungen Sternhaufen und Sternbildungsregionen gesäumt ist. Der hohe Staubanteil führt zu hektischer Sternbildung, diese verleiht NGC 253 die Bezeichnung Sternbildungsgalaxie.

NGC 253 ist auch als starke Quelle energiereicher Röntgen- und Gammastrahlung bekannt, wahrscheinlich wegen eines massereichen Schwarzen Lochs nahe dem Galaxienzentrum. Machen Sie mit diesem Videovorbeiflug eine Reise durch den extragalaktischen Raum von NGC 253.

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Der Seelenebel in Infrarot von Herschel

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Bildcredit und Lizenz: ESA, Weltraumteleskop Herschel, NASA, JPL-Caltech

Beschreibung: Sterne entstehen in der Seele der Königin von Aethiopia. Genauer gesagt liegt eine große Sternbildungsregion, die Seelennebel genannt wird, in Richtung des Sternbildes Kassiopeia, die in der griechischen Mythologie die eitle Gattin eines Königs ist, der vor langer Zeit Ländereien am oberen Nil regierte. Der Seelennebel enthält mehrere offene Sternhaufen, eine große Radioquelle, die als W5 bekannt ist, sowie riesige ausgehöhlte Blasen, die von den Winden junger, massereicher Sterne geformt wurden. Der Seelennebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt und ungefähr 100 Lichtjahre groß. Meist wird er zusammen mit seinem himmlischen Nachbarn, dem Herznebel (IC 1805), abgebildet. Dieses eindrucksvoll detailreiche Bild wurde letzten Monat vom Weltraumteleskop Herschel in mehreren Infrarot-Spektralbereichen fotografiert.

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Mimas im Saturnlicht

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die Saturn zugewandte Halbkugel von Mimas liegt fast in völliger Dunkelheit im Schatten neben einer dramatischen Sichel im Sonnenlicht. Das Mosaik wurde nahe der letzten großen Annäherung der Raumsonde Cassini am 30. Januar 2017 fotografiert. Cassinis Kamera zeigte nur 45.000 Kilometer von Mimas entfernt fast genau zur Sonne.

Das Ergebnis ist eine der am höchsten aufgelösten Ansichten des eisigen, von Kratern übersäten, 400 Kilometer großen Mondes. Eine überarbeitete Version zeigt eine bessere Ansicht der zu Saturn gerichteten Halbkugel des gebunden rotierenden Mondes im Sonnenlicht, das von Saturn reflektiert wird. Um es zu sehen, schieben Sie den Mauspfeil über das Bild (oder folgen Sie diesem Link).

Andere Cassinibilder von Mimas zeigen den großen, unheilvollen Krater Herschel des Mondes.

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Mimas, Krater und Berg

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Mimas ist ein eisiger, kraterübersäter Saturnmond mit einem Durchmesser von ungefähr 400 Kilometern. Sein größter Krater Herschel ist fast 140 Kilometer groß. Der Durchmesser des Kraters beträgt ungefähr ein Drittel von Mimas selbst und verleiht dem kleinen Mond ein unheilvolles Aussehen, besonders für Fans des Todessterns aus der Science-Fiction-Saga Star Wars.

Ein etwas größerer Einschlag als jener, der auf einem kleinen Mond einen so großen Krater erzeugte, hätte Mimas zerstören können. Auf diesem Cassini-Bild vom Oktober 2016 ist die von Saturn abgewandte Halbkugel des synchron rotierenden Mondes in Sonnenlicht getaucht, am rechten Rand liegt sein großer Krater. Herschels Zentralberg wirft einen langen Schatten über den Kraterboden, der Gipfel ist fast so hoch wie der Mount Everest auf dem Planeten Erde.

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NGC 253: Staubiges Inseluniversum

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Bildcredit und Bildrechte: Dietmar Hager, Eric Benson

Beschreibung: Die funkelnde Galaxie NGC 253ist eine der hellsten sichtbaren Spiralgalaxien, aber auch eine der staubigsten. Manche nenne sie wegen ihrer Erscheinung in kleinen Teleskopen Silberdollargalaxie, oder einfach Sculptorgalaxie, weil sie innerhalb der Grenzen des südlichen Sternbildes Bildhauer liegt. Das staubige Inseluniversum ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt und wurde 1783 von der Mathematikerin und Astronomin Caroline Herschel erstmals beobachtet.

NGC 253 ist ungefähr 70.000 Lichtjahre groß und somit das größte Mitglied der Sculptor-Galaxiengruppe, die unserer Lokalen Gruppe am nächsten liegt. Staubranken und spiralförmige Staubbahnen scheinen aus der galaktischen Scheibe zu wachsen. Auf diesem scharfen Farbbild sind sie von jungen Sternhaufen und Sternbildungsregionen gesäumt. Der hohe Staubanteil geht mit hektischer Sternbildung einher, daher wird NGC 253 als Sternbildungsgalaxie bezeichnet. NGC 253 ist auch als starke Quelle energiereicher Röntgen- und Gammastrahlen bekannt, die wahrscheinlich von einem massereichen Schwarzen Loch nahe dem Zentrum der Galaxien stammt.

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NGC 6369, der kleine Geistnebel

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Bildcredit: Hubble Heritage Team, NASA

Beschreibung: Dieser hübsche planetarische Nebel ist als NGC 6369 katalogisiert und wurde im 18. Jahrhundert von dem Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt, als er mit einem Teleskop das medizinische Sternbild Schlangenträger (Ophiucus) erforschte. Da der runde, planetenförmige Nebel relativ blass ist, bekam er den Namen „Kleiner Geistnebel“.

a href=“http://www.seds.org/messier/planetar.html“>Planetarische Nebel haben generell nicht das Geringste mit Planeten zu tun, stattdessen entstehen sie am Lebensende eines sonnenähnlichen Sterns, wenn sich dessen äußere Hüllen in den Weltraum ausdehnen, während der Kern des Sterns zu einem weißen Zwerg schrumpft. Der transformierte weiße Zwergstern, der nahe der Mitte zu sehen ist, strahlt stark in ultravioletten Wellenlängen und liefert die Energie für das Leuchten des sich ausdehnenden Nebels.

Überraschend komplexe Details und Strukturen von NGC 6369 werden auf diesem interessanten Bild enthüllt, das aus Daten des Weltraumteleskops Hubble erstellt wurde. Die Hauptringstruktur des Nebels hat einen Durchmesser von etwa einem Lichtjahr, das Leuchten der ionisierten Sauerstoff-, Wasserstoff- und Stickstoffatome ist jeweils blau, grün und rot gefärbt.

Der kleine Geistnebel ist mehr als 2000 Lichtjahre entfernt und bietet einen flüchtigen Blick auf das Schicksal unserer Sonne, die in nur etwa 5 Milliarden Jahren ihren eigenen planetarischen Nebel bilden könnte.

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Vergangene und künftige Sterne von Andromeda

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Credit und Bildrechte: ESA/Herschel/PACS/SPIRE/J.Fritz(U.Gent) / XMM-Newton/EPIC/W.Pietsch(MPE)

Beschreibung: Die große, schöne Andromedagalaxie alias M31 ist eine etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie. Zwei Weltraum-Observatorien wurden zusammengeschlossen um dieses faszinierende Kompositbild von Andromeda in Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Spektrums herzustellen. Die bemerkenswerte Ansicht zeigt die Orte vergangener und künftiger Sterne dieser Galaxie. In rötlichen Tönen zeigen die Bilddaten des großen Infrarotteleskops Herschel die riesigen Staubstraßen, die von Sternen gewärmt werden, welche Andromedas Spiralarme entlangschweifen. Der Staub in Verbindung mit dem interstellaren Gas der Galaxie enthält das Rohmaterial für künftige Sternbildung. Röntgen-Daten des XMM-Newton-Teleskops in blau lokalisieren Andromedas Röntgen-Doppelsternsysteme. Diese Systeme enthalten wahrscheinlich Neutronensterne oder sterngroße schwarze Löcher, welche die Endstadien der Sternentwicklung darstellen. Die Andromedagalaxie, mehr als doppelt so groß wie unsere eigene Milchstraße, hat einen Durchmesser von mehr als 200.000 Lichtjahren.

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