Der Pferdekopfnebel

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Bildcredit: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Beschreibung: Einer der am besten wiedererkennbaren Nebel am Himmel, der Pferdekopfnebel im Orion, ist Teil einer großen, dunklen Molekülwolke. Die ungewöhnliche Form ist auch als Barnard 33 bekannt und wurde erstmals Ende der 1880er Jahre auf einer Fotoplatte entdeckt. Das rote Leuchten stammt vorwiegend von Wasserstoff hinter dem Nebel, der vom nahen, hellen Stern Sigma Orionis angeregt wird.

Der Pferdekopf ist wegen dem dicken Staub so dunkel, doch der untere Teil des Pferdekopfnackens wirft einen Schatten nach links. Gas, das aus dem Nebel strömt, wird von einem starken Magnetfeld kanalisiert. Helle Flecken im Sockel des Pferdekopfnebels sind junge Sterne im Entstehungsprozess. Licht braucht etwa 1500 Jahre, um vom Pferdekopfnebel zu uns zu gelangen.

Dieses Bild wurde mit dem 3,6 Meter großen Canada-France-Hawaii-Teleskop auf Hawaii (USA) fotografiert.

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Lynds Dunkelnebel 183

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Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Beschreibung: Beverly Lynds Dunkelnebel 183 ist an die 325 Lichtjahre entfernt und treibt hoch über der Ebene unserer Milchstraße. Die dunkle, staubige Molekülwolke wirkt sternenlos, sie verdeckt das Sternenlicht dahinter, wenn man sie in sichtbaren Wellenlängen betrachtet. Doch Forschungen im fernen Infrarot zeigen dichte Klumpen im Inneren, wahrscheinlich Sterne im frühen Stadium der Entstehung, bei dem größere Regionen in der Wolke einen Gravitationskollaps erfahren. Sie ist eine der nächstliegenden Molekülwolken und im Sternbild Serpens Caput zu sehen. Dieses scharfe kosmische Wolkenporträt umfasst am Himmel etwa einen halben Grad. Das entspricht in der ermittelten Entfernung von Lynds Dunkelnebel 183 etwa 3 Lichtjahren.

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Die dunkle Molekülwolke Barnard 68

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Bildcredit: FORS-Team, 8,2-Meter VLT Antu, ESO

Beschreibung: Wohin sind all die Sterne verschwunden? Was für ein Loch im Himmel gehalten wurde, ist Astronomen nun als dunkle Molekülwolke bekannt. Hier absorbiert eine hohe Konzentration aus Staub und molekularem Gas praktisch alles sichtbare Licht, das von Hintergrundsternen abgestrahlt wird. Die schaurig dunkle Umgebung macht das Innere von Molekülwolken zu einigen der kältesten und isoliertesten Orte im Universum. Einer der interessantesten dunklen Absorptionsnebel ist eine Wolke im Sternbild Ophiuchus, er ist als Barnard 68 bekannt und hier abgebildet. Da im Zentrum keine Sterne sichtbar sind, ist Barnard 68 vermutlich relativ nahe. Messungen zufolge ist sie etwa 500 Lichtjahre entfernt und ein halbes Lichtjahr groß. Wir wissen nicht genau, wie Molekülwolken wie Barnard 68 entstehen, doch diese Wolken Orte, an denen wahrscheinlich neue Sterne entstehen. Man stellte fest, dass Barnard 68 wahrscheinlich kollabiert und ein neues Sternsystem bildet. Es ist möglich, im Infrarotlicht durch die Wolke hindurchzublicken.

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Der Dunkelnebel LDN 1622 und Barnards Schleife

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Bildcredit und Bildrechte: Leonardo Julio (Astronomia Pampeana)

Beschreibung: Diese kosmische Szene zeigt die Silhouette eines faszinierenden Dunkelnebels.

Lynds‘ Dunkelnebel (LDN) 1622 liegt unter der Mitte vor einem blassen Hintergrund aus leuchtendem Wasserstoff und ist nur auf lang belichteten Teleskopaufnahmen der Region gut erkennbar. LDN 1622 liegt nahe der Ebene unserer Milchstraße und am Himmel in der Nähe der Barnardschleife – einer großen Wolke, die den ergiebigen Komplex aus Emissionsnebeln in Gürtel und Schwert des Orion umgibt. Bögen auf einem Segment der Barnardschleife verlaufen oben im Bild. Der undurchsichtige Staub von LDN 1622 liegt vermutlich viel näher als Orions berühmtere Nebel und ist vielleicht nur 500 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz wäre dieses 1 Grad große Sichtfeld weniger als 10 Lichtjahre lang.

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Der prächtige Pferdekopfnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Marco Burali, Tiziano Capecchi, Marco Mancini (Osservatorio MTM)

Beschreibung: Eine prächtige interstellare Staubwolke wurde von Sternwinden und -strahlung geformt und hat zufällig eine erkennbare Form. Passenderweise heißt sie Pferdekopfnebel. Sie ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt in den gewaltigen Orionwolkenkomplex eingebettet. Die dunkle Wolke ist ungefähr fünf Lichtjahre „groß“, als Barnard 33 katalogisiert und nur deshalb sichtbar, weil der undurchsichtige Staub als Silhouette vor dem leuchtend roten Emissionsnebel IC 434 liegt. In der dunklen Wolke entstehen Sterne. Der blaue Reflexionsnebel NGC 2023 bildet einen Kontrast dazu und umgibt links unten einen heißen jungen Stern. Das prächtige Farbbild kombiniert Schmalband– und Breitbandbilder, die mit drei verschiedenen Teleskopen aufgenommen wurden.

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Großer Riss nahe dem Zentrum der Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Dieses atemberaubende senkrechte Mosaik aus mehr als 100 Teleskopbildfeldern zeigt etwa 50 Grad des Nachthimmels. Es folgt einem Teil der großen Teilung, dem dunklen Fluss aus Staub und molekularem Gas in der Ebene unserer Milchstraße. Beginnen Sie oben in der Mitte und folgen Sie dem galaktischen Äquator abwärts durch die helleren Sterne der Sternbilder Adler, Schlange (Schwanz) und Schild.

Unten nahe der Mitte der Milchstraße befindet sich der Schütze. Auf dem Weg begegnen Sie vielen undurchsichtigen, Hunderte Lichtjahre entfernten Dunkelnebeln, die von Bändern des Sternenlichtes in der Milchstraße flankiert werden, und dem verräterischen rötlichen Leuchten von Sternbildungsregionen. Zu den namhaften Messierobjekten zählen Adler- (M16) und Omeganebel (M17), die Sagittarius-Sternwolke (M24), der schöne Trifid (M20) und die tiefe Lagune (M8).

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Der dunkle Hai

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Bildcredit und Bildrechte: Maurice Toet

Beschreibung: Kein Meer wäre groß genug, um diesen dunklen Hai aufzunehmen. Diese Erscheinung eines Jägers ist jedoch keine Gefahr für uns, da sie nur aus interstellarem Gas und Staub besteht.

Dunkler Staub wie der hier gezeigte ähnelt Zigarettenrauch und entsteht in den kühlen Atmosphären riesiger Sterne. Nachdem er zusammen mit Gas ausgestoßen und durch Gravitation wieder verdichtet wurde, können massereiche Sterne mit ihrem energiereichen Licht und schnellen Sternwinden, die sie als Bildhauerwerkzeug einsetzen, komplexe Strukturen in die sie umgebenden Entstehungswolke prägen. Durch die Hitze, die sie erzeugen, verdampfen die trüben Molekülwolken, und der Wasserstoff in der Umgebung wird auseinandergetrieben und zu rotem Leuchten angeregt.

Uns Menschen macht es Spaß, bekannte Bilder in diesen zerfallenden prächtigen Wolken zu erkennen, wie wir es auch bei Wasserwolken auf der Erde tun. Der dunkle Hai enthält kleinere Staubnebel wie Lynds Dark Nebula 1235 oder Van den Bergh 149 und 150. Er ist ungefähr 15 Lichtjahre groß und befindet sich zirka 650 Lichtjahre entfernt im Sternbild des Königs von Äthiopien (Kepheus).

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Ein dunkler, staubiger Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Scott Rosen

Beschreibung: Dieses breite Mosaik zeigt den staubigen Himmel im Sternbild Stier in Richtung des Orion-Arms unserer Milchstraße, zu sehen sind die dunklen, blassen Reflexionsnebel in der ertragreichen Molekülwolke dieser Region. Das sechs Grad breite Sichtfeld beginnt mit dem langen, dunklen Nebel LDN 1495 links unten und reicht bis zum verkehrten vogelähnlichen Kopf des Adlerjungen-Nebels LBN 777 rechts unten. Kleine bläuliche Reflexionsnebel umgeben verstreute blassere Taurus-Sterne – Anblicke, die oft zugunsten der besser bekannten, helleren Himmelsspektakel des Sternbildes übersprungen werden. Der gelbliche Nebel VdB 27, der mit dem jungen, veränderlichen Stern RY Tau assoziiert ist, befindet sich links oben. Die Taurus-Molekülwolke ist nur 400 Lichtjahre entfernt und eine der nächstliegenden Regionen, in denen Sterne mit geringer Masse entstehen. In dieser Entfernung wäre diese dunkle Ansicht mehr als 40 Lichtjahre breit.

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Das Wesen von der Roten Lagune

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Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Welches Wesen lauert beim roten Lagunennebel? Mars. Dieses prächtige detailreiche Farbfoto zeigt den Roten Planeten, als er unter zwei namhaften Nebeln vorbeizog, die vom kosmischen Registrator Charles Messier im 18. Jahrhundert als M8 und M20 katalogisiert wurden. M20, der Trifidnebel (rechts über der Mitte), zeigt einen starken Kontrast aus roten und blauen Farben und dunklen Staubbahnen. Links darunter befindet sich das ausgedehnte, faszinierend rote Leuchten des Lagunennebels.

Beide Nebel sind nur wenige Tausend Lichtjahre entfernt. Die vergleichsweise markante „lokale“ Himmelsbake Mars steht vorübergehend unter den beiden. Der Rote Planet wurde letzten Monat nahe seiner größten Annäherung an die Erde fotografiert und war nur wenige Lichtminuten entfernt.

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Details in Auriga

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Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Die Ebene der Milchstraßen-Galaxis läuft genau durch Auriga, den Fuhrmann. Ein guter Teil der reichhaltigen Kollektion an Nebeln und Sternhaufen des antiken nördlichen Sternbildes ist auf dieser ausgedehnten, 10 Grad großen Himmelslandschaft zu sehen.

Der helle Stern Elnath steht unten rechts und verbindet Auriga mit einem weiteren Sternbild: mit Taurus, dem Stier. Drei offene Sternhaufen, die von Charles Messier als M36, M37 und M38 katalogisiert wurden, sind in diesem dichten Sternfeld links über Elnath aufgereiht und für viele Fernglasbeobachter ein vertrauter Anblick. Doch die detailreiche Aufnahme zeigt auch die rötlichen Emissionsnebel der Sternbildungsregionen IC 405, IC 410 und IC 417. E. E. Barnards Dunkelnebel B34 und B226 zeichnen sich auf dem helleren Hintergrund ab.

Wenn Sie noch mehr markante Details in Auriga erkennen möchten, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild.

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Schlange im Dunkeln

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Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de Chile)

Beschreibung: Dunkle Nebel schlängeln sich auf dieser Teleskopsicht in Richtung des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus und des Zentrums der Galaxis über eine prächtige Weite von Sternen. Die gewundene Form, die hier in der Mitte zu sehen ist, ist als Schlangennebel bekannt. Sie ist auch als Barnard 72 (B72) eingetragen, einer von 182 dunklen Markierungen am Himmel, die im frühen 20. Jahrhundert von dem Astronomen E. E. Barnard katalogisiert wurden. Anders als helle Emissionsnebel und Sternhaufen sind Barnards Nebel interstellare dunkle Wolken von verdunkelndem Gas und Staub. Ihre Formen sind als kosmische Silhouetten zu sehen, weil sie im Vordergrund der der Sichtlinie auf reiche Sternfelder und leuchtende Sternbildungsstätten nahe der Ebene unserer Galaxis liegen. Viele von Barnards dunklen Nebeln sind selbst wahrscheinlich Stätten zukünftiger Sternbildung. Barnard 72 ist etwa 650 Lichtjahre entfernt. Das faszinierende Sternfeld mit dem bläulichen Stern 44 Ophiuchi unten links überspannt fast 2 Grad oder beinahe 20 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung des Schlangennebels.

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