Himmelsspektakel im Skorpion

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard, TWAN

Beschreibung: Wenn der Skorpion mit bloßem Auge betrachtet so gut aussehen würde, würden die Menschen ihn besser kennen. Doch der Skorpion erscheint eher in Form weniger heller Sterne in einem gut bekannten TierkreisSternbild, auf das selten hingewiesen wird. Doch für ein so eindrucksvolles Bild wie dieses braucht man eine gute Kamera, Farbfilter und digitale Bildbearbeitung. Um die Details herauszuarbeiten, wurden für dieses Bild nicht nur lang belichtete Aufnahmen in mehreren Farben verwendet, sondern auch eine Aufnahme in einer sehr speziellen roten Farbe, die von Wasserstoff abgestrahlt wird.

Das Bildergebnis zeigt viele atemberaubende Details. Durch die linke Bildhälfte verläuft senkrecht ein Teil der Ebene unserer Milchstraße. Dort befinden sich gewaltige Wolken heller Sterne und lange Streifen aus dunklem Staub. Aus der Milchstraße ragen in der Bildmitte diagonale dunkle Staubbahnen, die als „Dunkler Fluss“ bekannt sind. Dieser Fluss ist eine Verbindung zu mehreren hellen Sternen rechts, diese sind Teil des Kopfes und der Krallen des Skorpions, unter anderem der helle Stern Antares. Rechts über Antares steht der noch hellere Planet Jupiter. Im ganzen Bild sind zahlreiche rote Emissionsnebel und blaue Reflexionsnebel zu sehen.

Der Skorpion steht in der Mitte des Jahres nach Sonnenuntergang markant am Südhimmel.

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Pferdekopf- und Orionnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Mario Zauner

Beschreibung: Der dunkle Pferdekopfnebel und der leuchtende Orionnebel sind gegensätzliche kosmische Aussichten. Sie treiben 1500 Lichtjahre entfernt in einem der am besten erkennbaren Sternbilder des Nachthimmels und liegen im oben gezeigten prächtigen Mosaik aus zwei Bildfeldern in gegenüberliegenden Ecken.

Der vertraute Pferdekopfnebel ist die dunkle Wolke links unten, eine kleine Silhouette, die in das Leuchten von orange eingefärbtem Wasserstoff (alpha) gekerbt ist. Alnitak ist der östlichste Stern im Gürtel des Orion, er liegt links neben dem Pferdekopf. Unter Alnitak liegt der Flammennebel mit Wolken heller Emissionen und dramatischen dunklen Staubbahnen. Die prächtige Emissionsregion, der Orionnebel (auch M42), liegt rechts oben, umgeben vom blauen Leuchten des reflektierenden Staubs. Gleich links daneben liegt ein bekannter Reflexionsnebel, der manchmal „Laufender Mann“ genannt wird. Die allgegenwärtigen Ranken aus leuchtendem Wasserstoff sind in der Region leicht aufzuspüren.

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LDN 1622: Dunkler Nebel im Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Tapio Lahtinen

Beschreibung: Diese kosmische Szene zeigt die Silhouette eines faszinierenden Dunkelnebels. Lynds‘ Dunkelnebel (LDN) 1622 hebt sich vom blassen Hintergrund aus leuchtendem Wasserstoff ab und ist nur auf lang belichteten Teleskopaufnahmen der Region leicht zu erkennen.

LDN 1622 liegt am Himmel nahe der Ebene unserer Galaxis, in der Nähe der Barnardschleife, einer großen Wolke, die den reichhaltigen Komplex aus Emissionsnebeln umgibt, die in Orions Gürtel und Schwert zu finden sind. Doch der undurchsichtige Staub von LDN 1622 ist wahrscheinlich viel näher als Orions berühmtere Nebel, vielleicht nur 500 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre dieses 1 Grad weite Sichtfeld weniger als 10 Lichtjahre breit. Seine unheilvolle Erscheinung verleiht dieser dunklen Weite den gängigen Namen Butzemann-Nebel.

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Die Fee des Adlernebels

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Bildcredit: NASA, ESA, The Hubble Heritage Team, (STScI/AURA)

Beschreibung: Die Staubskulpturen im Adlernebel verdampfen. Starkes Sternenlicht schnitzt die kühlen kosmischen Berge fort. Die übrig bleibenden statuenhaften Säulen kann man sich als mythologische Untiere vorstellen. Hier ist eine von mehreren auffälligen Staubsäulen im Adlernebel abgebildet, die man als als gewaltige außerirdische Fee beschreiben könnte. Diese Fee ist jedoch zehn Lichtjahre groß und speit Strahlung, die viel heißer ist gewöhnliches Feuer.

Der größere Adlernebel, M16, ist eigentlich eine riesige verdampfende Hülle aus Gas und Staub, in deren Inneren sich eine wachsende Höhle befindet, die mit einer eindrucksvollen Sternkrippe gefüllt ist, in der ein offener Sternhaufen entsteht. Diese prächtige Säule ist ungefähr 7000 Lichtjahre entfernt und verdampft wahrscheinlich in etwa 100.000 Jahren.

Dieses Bild in wissenschaftlich neu zugewiesenen Farben wurde 2005 zum 15. Jahrestag des Starts des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht.

Neu: kürzlich bei APOD eingereichte Bilder auf Instagram

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Barnard 150: Seepferdchen im Kepheus

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Bildcredit und Bildrechte: Daten – Steve Milne und Barry Wilson, BearbeitungSteve Milne

Beschreibung: Diese Lichtjahre große, vielsagende Form ist als Seepferdchennebel bekannt und erscheint als Silhouette vor einem reichhaltigen, hellen Sternenhintergrund. Die staubigen undurchsichtigen Wolken befinden sich im königlichen nördlichen Sternbild Kepheus. Sie sind Teil einer ungefähr 1200 Lichtjahre entfernten Molekülwolke in der Milchstraße.

Der Seepferdchennebel ist auch als Barnard 150 (B150) gelistet, einer von 182 dunklen Markierungen am Himmel, die im frühen 20. Jahrhundert vom Astronomen E. E. Barnard katalogisiert wurden. Im Inneren entstehen aus den kollabierenden Kernen Häufungen an Sternen mit geringer Masse, die nur in langen Infrarotwellenlängen sichtbar sind. Farbenprächtige Sterne im Kepheus sind Teil der hübschen galaktischen Himmelslandschaft.

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Der NGC-6914-Komplex

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Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Beschreibung: Diese farbenprächtige Himmelslandschaft ist eine Kontraststudie, sie zeigt Sterne, Staub und leuchtendes Gas in der Umgebung von NGC 6914.

Der Komplex aus Reflexionsnebeln liegt etwa 6000 Lichtjahre entfernt im hoch fliegenden nördlichen Sternbild Schwan in der Ebene unserer Milchstraße. Undurchsichtige interstellare Staubwolken bilden Silhouetten, rötliche Wasserstoff-Emissionsnebel füllen zusammen mit staubigen blauen Reflexionsnebeln die kosmische Leinwand. Die ultraviolette Strahlung massereicher, heißer junger Sterne in der ausgedehnten Cygnus OB2-Assoziation ionisieren den atomaren Wasserstoff in der Region und erzeugen das charakteristische rote Leuchten, wenn Protonen und Elektronen rekombinieren. Die eingebetteten OB2-Sterne im Schwan liefern auch das blaue Sternenlicht, das von den Staubwolken des Nebels stark reflektiert wird.

Das fast ein Grad weite Teleskopsichtfeld umfasst in der geschätzten Entfernung von NGC 6914 ungefähr 100 Lichtjahre.

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Der Irisnebel in einem Staubfeld

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Bildcredit und Bildrechte: Franco Sgueglia und Francesco Sferlazza

Beschreibung: Welche blaue Blume wächst auf diesem Feld aus dunklem interstellarem Staub? Der Irisnebel. Die auffällig blaue Farbe des Irisnebels entsteht durch das Licht des hellen Sterns SAO 19158, das von einer dichten Stelle aus normalerewise dunklem Staub reflektiert wird. Nicht nur der Stern selbst ist großteils blau, sondern das blaue Licht des Sterns wird außerdem vom Staub bevorzugt reflektiert. Das ist der gleiche Effekt, der den Himmel der Erde blau macht. Der braune Farbton des überall vorhandenen Staubs entsteht zum Teil durch Photolumineszenz – Staub konvertiert Ultraviolettstrahlung in rotes Licht.

Der Irisnebel ist als NGC 7023 katalogisiert. Er wird regelmäßig wegen seines ungewöhnlich hohen Reichtums an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAHs) untersucht – das sind komplexe Moleküle, die auch auf der Erde entstehen, zum Beispiel bei der unvollständigen Verbrennung von Holz. Der hellblaue Anteil des Irisnebels umfasst etwa sechs Lichtjahre. Der hier abgebildete Irisnebel ist ungefähr 1300 Lichtjahre entfernt, man findet ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Kepheus.

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Barnard 228, der Wolf-Dunkelnebel in Lupus

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Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Rodrigues Santos

Beschreibung: Diese dunklen Markierungen am Himmel sind nur als Silhouette vor einem reichhaltigen, leuchtenden Sternenhintergrund erkennbar. Die undurchsichtigen Staubwolken sind vor dem südlichen Sternbild Wolf (Lupus) sichtbar, sie sind Teil der ungefähr 500 Lichtjahre entfernten Lupus-Molekülwolke. Aus kollabierenden Kernen entstehen darin Rudel an Sternen mit geringer Masse, die nur in langen Infrarotwellenlängen sichtbar sind. Farbenprächtige Sterne des Sternbildes Wolf ergänzen diese hübsche galaktische Himmelslandschaft. Sie ist ungefähr 8 Grad breit und nicht weit von der zentralen Milchstraße entfernt.

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Sigma Octantis und seine Freunde

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Bildcredit und Bildrechte: Frank Sackenheim

Beschreibung: Südpolstern Sigma Octantis (im Sternbild Octans) befindet sich auf der linken Seite dieser sternklaren Weite, die 40 Grad des fernen Südhimmels zeigt. Sie müssen jedoch sehr genau hinsehen, um ihn zu finden.

Das matte Gegenstück des Nordsterns Polaris auf der Südhalbkugel ist Sigma Octantis, er ist etwas mehr als einen Grad vom Himmelssüdpol entfernt. Sigma Octantis ist auch als Polaris Australis bekannt und unter 5 mag – ungefähr 25 Mal weniger hell als Polaris und daher mit bloßem Auge kaum erkennbar. Er ist vielleicht sogar der blasseste Stern auf einer Nationalflagge.

Die äußerst detailreiche Weitwinkelansicht zeigt auch die blassen, staubigen galaktischen Zirruswolken, die rechts durch die Sternhaufen und Nebel in den südlichen Randbereichen der Ebene unserer Milchstraße begrenzt werden. Nahe der rechten oberen Ecke befindet sich der gelbliche Gamma Crucis, der oberste Stern im Kreuz des Südens. Rechts über der Mitte ist der lange Dunkles-Ding-Nebel im südlichen Sternbild Musca (Fliege) gut erkennbar.

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Dunkle Nebel im Stier

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Bildbearbeitung und Bildrechte: Oliver CzernetzDaten: Digitized Sky Survey (POSS-II)

Beschreibung: Manchmal ist sogar der dunkle Staub im interstellaren Raum eine ruhige Schönheit. Ein solcher Ort befindet sich im Sternbild Stier. Die hier gezeigten Fasern befinden sich am Himmel zwischen dem Sternhaufen der Plejaden und dem Kaliforniennebel. Dieser Staub ist nicht für sein helles Leuchten bekannt, sondern seine Absorption und Undurchdringlichkeit.

Mehrere helle Sterne sind sichtbar, weil ihr blaues Licht vom braunen Staub reflektiert wird. Andere Sterne erscheinen ungewöhnlich rot, da ihr Licht kaum durch eine Säule aus dunklem Staub dringt und die rote Farbe übrig bleibt, nachdem die blaue gestreut wurde. Noch mehr Sterne liegen hinter Staubsäulen, die so dicht sind, dass man die Sterne nicht sieht.

Die Szene wirkt zwar ruhig, doch sie ist ein andauernder Kreislauf von Tumult und Wiedergeburt, weil ausreichend massereiche Knoten aus Gas und Staub durch Gravitation kollabieren und neue Sterne bilden – diese Sterne erzeugen in ihren Atmosphären neuen Staub und zerstören alten Staub durch ihr energiereiches Licht und ihren Sternenwind.

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Katalogeintrag Nummer 1

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Bildcredit und Bildrechte: Bernhard Hubl (CEDIC)

Beschreibung: Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt, und jeder Katalog einen ersten Eintrag. Die Bildfelder zeigen – in der chronologischen Reihenfolge der Erstveröffentlichung von links oben nach rechts unten – die ersten Einträge sechs bekannter Deep-Sky-Kataloge.

Der erste Eintrag in Charles Messiers Katalog aus dem Jahr 1774 ist das berühmte kosmische Krustentier M1 – der Supernovaüberrest Krebsnebel. J.L.E. Dreyers (nicht so neuer) New General Catalog wurde 1888 veröffentlicht. Sein NGC 1, eine Spiralgalaxie im Pegasus, befindet sich im nächsten Bildfeld. Im gleichen Bild befindet sich knapp darunter eine weitere Spiralgalaxie, die als NGC 2 katalogisiert ist. IC 1 in Dreyers nachfolgendem Index Catalog (nächstes Bildfeld) ist jedoch eigentlich ein blasser Doppelstern.

Der Dunkelnebel Barnard 1, der als Teil des Perseus-Molekülwolkenkomplexes erkannt wurde, eröffnet die untere Reihe mit einem Katalog dunkler Markierungen am Himmel von E.E. Barnard aus dem Jahr 1919. Abell 1 ist ein ferner Galaxienhaufen in Pegasus aus George Abells Catalog of Rich Clusters of Galaxies aus dem Jahr 1958. Das letzte Bild zeigt vdB 1 aus Sidney van den Berghs Studien im Jahr 1966. Dieser hübsche blaue galaktische Reflexionsnebel ist im Sternbild Kassiopeia zu finden.

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