Naturschauspiel und Rätsel über den Very Large Telescopes

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Credit: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Was ist der helle, orange Punkt über dem großen Teleskop rechts? Sogar erfahrene Himmelsbeobachter könnten über die Natur der orangen Scheibe grübeln, die zu sehen ist, wenn Sie dieses Panoramabild weiterschieben, das letzten Dezember fotografiert wurde.

Vielleicht hilft es, wenn bekannte Objekte benannt werden. Links verläuft ein diagonales Lichtband, das als Zodiakallicht bekannt ist: Sonnenlicht, das von Staub reflektiert wird, der im inneren Sonnensystem kreist. Der helle, weiße Punkt links über dem Horizont ist die Venus, die ebenfalls durch reflektiertes Sonnenlicht leuchtet. Rechts neben der Venus erhebt sich diagonal vom Boden weg das Band unserer Galaxis, der Milchstraße.

Im Bild scheint sich das Band, das normalerweise hoch am Himmel steht, über das chilenische Hochland zu wölben. Rechts unter dem Bogen der Milchstraße liegen die Große und die Kleine Magellansche Wolke, während rechts das Sternbild Orion steht, umgeben vom roten Ring von Barnards Schleife. Am Boden ist jedes der vier Very Large Telescopes damit beschäftigt das ferne Universum im Auge zu behalten. Der orange Punkt ist – der Mond.

Das Bild wurde während einer totalen Mondfinsternis aufgenommen, als sich der sonst gleißend helle Vollmond durch die dazwischenliegende Erdatmosphäre in eine matte, orange gefärbte Scheibe verwandelte.

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Die Milchstraße über Teneriffa

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Credit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Haben Sie jemals das Band unserer Galaxis, der Milchstraße, gesehen? Vielleicht haben Sie es noch niemals so gesehen – und es wäre auch gar nicht möglich gewesen. Bei klarem Himmel an einem dunklen Ort ist zur richtigen Zeit ein zartes Lichtband am Himmel zu sehen. Dieses Band ist die Scheibe unserer Spiral-Galaxis. Da wir uns in dieser Scheibe befinden, scheint das Band die Erde zu umkreisen.

Das obige spektakuläre Bild des Milchstraßenbogens reicht jedoch weiter, als das bloße Auge sieht. Das Bild ist eine detaillierte Verschmelzung von neun Fotos, welche ein vollständiges 360-Grad-Panorama darstellen. Es wurde kürzlich im Teide-Nationalpark auf Teneriffa (Kanarische Inseln, Spanien) aufgenommen und zeigt den Vulkan Teide nahe der Bildmitte hinter einer vulkanischen Landschaft mit vielen großen Felsen.

Weit hinter diesen irdischen Gebilden sind viele mit bloßem Auge sichtbare Himmelswunder zu sehen, wie das Band der Milchstraße, der helle, zunehmende Mond innerhalb des Bogens und der offene Sternhaufen der Plejaden (finden Sie ihn?). Die detailreiche Aufnahme bringt auch viele Himmelswunder zur Geltung, die normalerweise jenseits der menschlichen Wahrnehmung liegen; viele davon sind auf der kommentierten Bildversion beschriftet, etwa Barnardschleife, die oben als der rote Halbring unter dem Band der Milchstraße zu sehen ist.

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Orion: von Kopf bis Fuß

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Die Sternkrippen im Jäger Orion, eingebettet in kosmischen Staub und leuchtenden Wasserstoff, liegen am Ende einer riesigen etwa 1500 Lichtjahre entfernten Molekülwolke. Diese atemberaubende Aussicht umfasst fast 25 Grad und umfasst das ganze bekannte Sternbild, von Kopf bis Fuß (von links nach rechts).

Der große Orionnebel, die am nächsten gelegene Sternbildungsregion, steht rechts der Mitte. Links davon stehen der Pferdekopfnebel, M78 und Orions Gürtelsterne. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, finden Sie auch den roten Riesen Beteigeuze an der Schulter des Jägers, den blauen Rigel an seinem Fuß und den leuchtenden Lambda-Orionis- (Meissa) Nebel ganz links, nahe Orions Kopf. Natürlich sind der Orionnebel und helle Sterne mit bloßem Auge leicht zu sehen, doch die Staubwolken und Emissionen des ausgedehnten interstellaren Gases in diesem nebelreichen Komplex sind zu blass und auch viel schwieriger zu fotografieren.

Für dieses Mosaik aus Breitband-Teleskopbildern wurden zusätzliche Bilddaten mit einem Schmalband-H-alpha-Filter gewonnen, um die überall vorhandenen Ranken angeregten Wasserstoffgases und den Bogen der riesigen Barnardschleife sichtbar zu machen.

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Barnardschleife um den Pferdekopfnebel

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Credit und Bildrechte: Drew Sullivan (Ancient Starlight)

Beschreibung: Warum ist der Pferdekopfnebel von einer Blase umgeben? Der berühmte Pferdekopfnebel, oben nicht leicht erkennbar, ist die schwache dunkle Markierung im hellen Strom unmittelbar links der Bildmitte. Der Ursprung der Blase, die wie ein Emissionsnebel leuchtet und als Barnards Schleife bekannt ist, ist derzeit unbekannt. Zu früheren Hypothesen gehörten Winde der hellen Orionsterne und die Supernovae längst vergangener Sterne. Barnards Schleife ist zu blass, als dass man sie mit bloßem Auge erkennen könnte. Der Nebel wurde erst 1895 von E. E. Barnard auf einer Langzeit-Filmbelichtung entdeckt. Das obige Bild wurde in einer einzigen spezifischen Spektralfarbe, die von Wasserstoff emittiert wird, aufgenommen, um die Details hervorzuheben. Links des Pferdekopfnebels, als kleine dunkle Einkerbung zu sehen, ist der fotogene Flammennebel, der strukturierte Bereich unmittelbar darunter ist der Fuchsfellnebel.

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