Spinnenförmiger Krater auf Merkur

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Credit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Beschreibung: Warum sieht dieser Krater auf Merkur wie eine Spinne aus? Als die robotische Raumsonde MESSENGER letzten Monat an dem Planeten Merkur vorbeiglitt, konnte sie Teile des sonnennächsten Planeten abbilden, die noch nie zuvor gesichtet wurden. Beim Abbilden der Mitte von Merkurs extrem großen Caloris-Becken fand MESSENGER einen Krater – oben abgebildet – mit einem Satz ungewöhnlicher Strahlen, die aus seiner Mitte entsprangen. Ein Krater mit solchen Rinnen wurde noch nie zuvor irgendwo in unserem Sonnensystem gesichtet. Unklar ist der Zusammenhang zwischen dem Krater und den strahlenförmigen Rinnen. Vielleicht erzeugte der Krater die radialen Strahlen, vielleicht aber treten die beiden Erscheinungen nur durch Zufall überlagert auf – dieser Gegenstand ist mit Sicherheit einer, der näher untersucht werden wird. MESSENGER fliegt planmäßig noch zweimal an Merkur vorbei, ehe er seine Schubdüsen feuert, um 2011 in den Orbit einzuschwenken.

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Lichtechos von V838 Mon

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Credit: NASA und das Hubble Heritage Team (AURA/STScI)

Beschreibung: Was verursachte den Ausbruch von V838 Mon? Aus unbekannter Ursache expandierte die äußere Oberfläche des Sterns V838 Mon plötzlich sehr stark mit dem Ergebnis, dass er im Januar 2002 der hellste Stern in der gesamten Milchstraßen-Galaxie wurde. Darauf, genauso plötzlich, verblasste er. Ein stellarer Blitz wie dieser wurde nie zuvor beobachtet – Supernovae und Novae stoßen Materie in den Weltraum ab. Obwohl der V838 Mon-Blitz Materie in den Weltraum abzustoßen scheint, was man auf dem obigen Bild des Hubble-Weltraumteleskops sieht, ist in Wirklichkeit ein nach außen wanderndes Lichtecho des hellen Blitzes. Bei einem Lichtecho wird Licht des Blitzes von stufenweise weiter entfernten Ringen in dem komplexen Bereich von umgebendem interstellarem Staub, der den Stern schon zuvor einhüllte, reflektiert. V838 Mon liegt etwa 20.000 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Einhorn (Monoceros), während das Lichtecho oben sich über etwa sechs Lichtjahre im Durchmesser erstreckt.

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Venus und Jupiter am Morgenhimmel

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese beiden himmlischen Lichtbaken, die vor Sonnenaufgang hell im Osten strahlen, sind eigentlich Kinder der Sonne – die Planeten Venus und Jupiter. Als die zweit- und dritthellsten Objekte am Nachthimmel nach dem Mond erschienen Venus und Jupiter etwa 2 Grad voneinander entfernt, als dieses Bild am 30. Januar aufgenommen wurde, gestern am frühen Morgen jedoch weniger als einen halben Grad. Der beschauliche Vordergrund ist die Küstenlinie entlang der Halbinsel Miankaleh und der Gorgan-Bucht, ein wichtiges Vogel- und Naturschutzgebiet im Südosten des Kaspischen Meeres. In den nächsten beiden Tage können Frühaufsteher des gesamten Erdkreises eine Begegnung von Venus und Jupiter am Himmel mit dem abnehmenden sichelförmigen Mond genießen.

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Der etste Explorer

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Credit: Dank an Marshall Space Flight Center, NASA

Beschreibung: Vor 50 Jahren (am 31. Januar 1958) wurde der erste Explorer von der Army Ballistic Missile Agency in den Erdorbit gestartet. Explorer I, der damit die Epoche der Weltraumforschung für die Vereinigten Staaten eröffnete, war ein dreißig Pfund schwerer Satellit und enthielt Instrumente für die Messung von Temperatur und Einschlägen von Mikrometeoriten sowie ein Experiment, das von James A. Van Allen entworfen worden war, um die Dichte der Elektronen und Ionen im Weltraum zu messen. Die Messungen, die Van Allens Experiment machte, führten zu einer unerwarteten und Aufsehen erregenden Entdeckung – einem die Erde umgebenden Gürtel von energiereichen Elektronen und Ionen, die in der Magnetosphäre gefangen sind – nunmehr bekannt als Van Allen-Strahlungsgürtel. Explorer I hörte am 28. Februar 1958 zu senden auf, blieb jedoch bis März 1970 im Orbit. Der Weltraumforschungs-Pionier James Van Allen starb am 9. August 2006 im Alter von 91 Jahren.

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Junger Sternhaufen Westerlund 2

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Credit: Röntgen: Y.Nazé, G.Rauw, J.Manfroid (Université de Liège), CXC, NASA; Infrarot: E.Churchwell (Universität Wisconsin), JPL, Caltech, NASA

Beschreibung: Die staubhaltige Sterngeburtstätte RCW 49 umgibt den jungen Sternhaufen Westerlund 2 auf dieser bemerkenswerten Komposit-Himmelslandschaft von jenseits des sichtbaren Lichtspektrums. Infrarot-Daten des Spitzer-Weltraumteleskops werden schwarz-weiß gezeigt und ergänzen die Röntgenstrahlen-Bilddaten von Chandra (in Falschfarben) der heißen, energiereichen Sterne innerhalb der Zentralregion des Haufens. Beide Ansichten, zu sehen in Richtung des großen südlichen Sternbildes Centaurus, enthüllen Sterne und Strukturen, die für optische Teleskope hinter undurchsichtigem Staub verborgen liegen. Westerlund 2 ist höchstens 2 Millionen Jahre alt und enthält einige der lichtstärksten, massereichsten und daher auch kurzlebigsten Sterne unserer Galaxis. Die Infrarot-Charakteristika von protoplanetaren Scheiben konnten ebenfalls in dieser Region intensiver Sternbildung gefunden werden. In der geschätzten Entfernung des Haufens von 20.000 Lichtjahren hätte die quadratische Markierung des Chandra-Sichtfeldes eine Länge von etwa 50 Lichtjahren auf jeder Seite.

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Asteroid 2007 TU24 passiert die Erde

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Credit: Green Bank-Radioteleskop, Radioteleskop Arecibo

Beschreibung: Der Asteroid 2007 TU24 passierte gestern die Erde, ohne eine Gefahr darzustellen. Der Weltraumfelsen mit geschätzten 250 Metern Durchmesser lief knapp außerhalb der Umlaufbahn des Erdmondes vorbei. Der Vorbeiflug war nicht sehr ungewöhnlich – täglich treffen kleine Steine die Erde, und 2003 zog ein Felsen mit der Größe eines Busses innerhalb des Mondorbits vorbei, wobei er erst entdeckt wurde, nachdem er schon passiert hatte. TU24 war zum Teil deshalb bemerkenswert, weil er so groß war. Hätte TU24 Festland getroffen, so hätte er ein Erdbeben der Stärke sieben auslösen und einen Krater mit dem Durchmesser einer Stadt hinterlassen können. Eine vielleicht größere Gefahr hätte bestanden, wenn TU24 den Ozean getroffen und einen riesigen Tsunami verursacht hätte. Dieses Radarbild wurde vor zwei Tagen gemacht. Das Radioteleskop Arecibo in Puerto Rico übertrug Radarwellen, die von dem Asteroiden reflektiert und dann von dem Byrd-Radioteleskop in Green Bank in West Virginia aufgenommen wurden. Das daraus resultierende Bild zeigt, dass TU24 eine längliche und irreguläre Form besitzt. TU24 wurde erst vor drei Monaten entdeckt, was darauf hinweist, dass weitere bislang unentdeckte potenziell gefährliche Asteroiden in unserem Sonnensystem lauern könnten. Objekte wie TU24 sind schwer zu entdecken, weil sie so blass sind und sich so schnell bewegen. Die Fähigkeit der Menschheit den Himmel abzusuchen und solche Objekte zu entdecken, zu katalogisieren und zu analysieren hat in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen.

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West-Valley-Panorama des Rovers Spirit auf dem Mars

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Credit: Mars Exploration-Rovermission, Cornell, JPL, NASA

Beschreibung: Wie sieht Mars von hier aus aus? Bevor er über raues und schlüpfriges Terrain wanderte, um sein Winterschlaf-Quartier zu erreichen, erkletterte der Roboterrover Spirit letzten September ein kleines Plateau, das Home Plate genannt wird, und fotografierte die oben abgebildete spektakuläre Aussicht. Ein Teil der eigenartig abgeflachten Home Plate ist die hell gefärbte, im Vordergrund des Panoramas sichtbare Landschaft. Links auf dem Bild ist in einer Entfernung von etwa acht Kilometern der Grissom-Hügel zu sehen, während links im Vordergrund der Tsiolkovski-Grat hingestreut ist. Rechts liegt in einer Entfernung von etwa 800 Metern der Husband Hill, ein Merkmal, das bereits von Spirit auskundschaftet wurde und im Panorama als der höchste sichtbare Punkt in westliche Richtung hervorsticht. Das Bild-Insert ist eine Nahaufnahme eines kleinen Vorsprungs, informell Little Bigfoot genannt – ein regloser Stein, der wegen seiner oberflächlichen Ähnlichkeit mit einer menschlichen Lebensform einiges an Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Beharrliche Bildforscher können Little Bigfoot im linken Vordergrund des hoch aufgelösten Panoramas ausmachen. Spirit erreichte im Dezember erfolgreich seinen Energie sparenden Winterhafen.

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Gemälde einer Sonnenfinsternis aus dem 18. Jahrhundert

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Gemälde: Cosmas Damian Asam; Digitalbild: Jay Pasachoff

Beschreibung: Ist dieses Gemälde die früheste realistische Darstellung einer totalen Sonnenfinsternis? Manche Historiker glauben das. Das obige Bild wurde 1735 von Cosmas Damian Asam, einem berühmten Maler und Architekten im Deutschland des frühen 18. Jahrhunderts, fertiggestellt. Deutlich zu sehen ist nicht nur eine totale Sonnenfinsternis, sondern auch die Sonnenkorona und der Diamantringeffekt, der zu sehen ist, wenn das Sonnenlicht nur noch zwischen den Mondbergen auf dem Mond hindurchfließt. Die dargestellte Person, die diese Finsternisphänomene beobachtet, ist der heilige Benedikt. Roberta J. M. Olson und Jay Pasachoff vermuten, dass Asam selbst eine oder alle der totalen Sonnenfinsternisse im Mai 1706, 1724 und 1733 beobachtet haben könnte. Viele Tatsachen bezüglich unseres astronomischen Universums, die heute als erwiesen gelten, wurden erst während des letzten Jahrhunderts bekannt oder in diesem genau erfasst. Asams Gemälde hängt derzeit im Kloster Weltenburg in Bayern (Deutschland).

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Merkur am Horizont

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Credit und Bildrechte: Juan Carlos Casado

Beschreibung: Haben Sie jemals den Planeten Merkur geshen? Merkur kreist nämlich so eng um die Sonne, dass er sich am Himmel der Erde niemals weit von der Sonne entfernt. Wenn er hinter der Sonne wandert, ist Merkur nur kurz nach Sonnenuntergang knapp am Horizont sichtbar. Wenn er der Sonne vorausläuft, ist Merkur nur kurz vor Sonnenaufgang sichtbar. Somit kann ein gut informierter Himmelsbeobachter zu bestimmten Zeiten des Jahres mit etwas gutem Willen Merkur an einem Ort mit klarem Horizont beobachten.

Oben wurde viel Entschlossenheit mit ein bisschen digitaler Trickserei kombiniert, um Merkurs fortlaufende Position im März 2000 zu zeigen. Jedes Bild wurde vom gleichen Ort in Spanien aus gemacht, als die Sonne 10 Grad unter dem Horizont stand, und mit dem schönsten Sonnenuntergang überlagert.

Merkur ist derzeit nach Sonnenuntergang im Westen sichtbar, verschwindet aber in wenigen Tagen im grellen Sonnenlicht.

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Sichelförmiger Merkur in Farbe

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Credit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Beschreibung: Der sichelförmige Merkur ist im Glanz der Dämmerung am Horizont der Erde nur schwer erkennbar. Anfang letzter Woche wurde er von der Raumsonde MESSENGER aus der Nähe aufgenommen.

Die Farben auf diesem bemerkenswerten Bild entstanden mithilfe von Daten, die mit Infrarot-, Rot- und Violettfiltern aufgenommen wurden. Diese Kombination verstärkt die Farbunterschiede, die auf der kraterübersäten Oberfläche des innsersten Planeten sonst mit dem Auge nicht sichtbar wären. Auf diesem Bild umgibt hellblaues Material die relativ neuen Krater und kontrastiert das vorwiegend eintönige, braune Gelände. Merkur hat einen Durchmesser von 4880 Kilometern. Das voll aufgelöste Bild zeigt Details mit nur 10 Kilometern Durchmesser.

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Winternacht am Pic du Midi

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Credit und Bildrechte: Alain Sallez (picdumidi.org), David Romeuf (Université Lyon 1)

Beschreibung: Diese traumhafte Aussicht nach Süden vom historischen Berggipfel des Pic du Midi-Observatoriums kombiniert Kuppeln im Mondlicht, einen Winternachthimmel und die verschneiten Gipfel der französischen Pyrenäen. Lichter des Skigebietes La Mongie stören die Nacht, indem sie die nahen Bergpisten beleuchten. Der Schein am fernen Horizont stammt von Städten in Südfrankreich und Spanien.

Der Nachthimmel zeigt Sterne des Sternbildes Orion und Zwillinge mit dem hellen Planeten Mars nahe dem linken oberen Bildrand. Die drei markanten Kuppeln beherbergen von links nach rechts ein 0,6-Meter-Teleskop, das für Amateurastronomen reserviert ist, ein 1-Meter-Teleskop, das dazu verwendet wurde, um die Apollo-Mondlandemissionen zu unterstützen, und das neue CLIMSO für Sonnenbeobachtung.

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