Andromeda, das Inseluniversum

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Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Das am weitesten entfernte, mit bloßem Auge leicht erkennbare Objekt ist M31, die große Andromedagalaxie, sie ist etwa zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernt. Doch ohne Teleskop erscheint sogar diese gewaltige, etwa 200.000 Lichtjahre große Galaxie als blasse, nebelige Wolke im Sternbild Andromeda. Auf diesem beeindruckenden digital aus Teleskopbildern erstellten Mosaik sind die Gegensätze eines hellen gelben Kerns, dunkler gewundener Staubbahnen, prächtiger blauer Spiralarme und Sternhaufen dargestellt.

Heute sind sogar Gelegenheitshimmelsbeobachter von dem Wissen beeindruckt, dass es viele ferne Galaxien wie M31 gibt, doch vor weniger als 90 Jahren diskutierten Astronomen dieses fundamentale Konzept. Waren diese „Spiralnebel“ einfache abgelegene Bestandteile unserer Milchstraße, oder waren sie „Inseluniversen“ – weit entfernte Systeme aus Sternen, die mit der Milchstraße selbst vergleichbar sind? Diese Frage war ein zentraler Punkt der berühmten Shapley-CurtisDebatte im Jahr 1920, die später durch Beobachtungen von M31 zugunsten von Andromeda, dem Inseluniversum, entschieden wurde.

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Astronaut im Orbit spiegelt die Erde

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Credit: Clayton C. Anderson, Besatzung Expedition 15, NASA

Beschreibung: Astronauten-Selbstporträts können manchmal recht interessant sein. Auf dem Bild oben ist – von außen nach innen – der Rand des verspiegelten Helmes eines Raumanzuges zu sehen, weiter außen die Module der Internationalen Raumstation (ISS), die Erde, die Arme des Expedition-15-Astronauten Clay Anderson und die Digitalkamera, mit welcher der Schnappschuss gemacht wurde.

Dieses Bild wurde während der Mission der Raumfäre Endeavour letzten August gemacht, bei der die Raumstation ausgebaut wurde. Die starke Krümmung der Erde, die in der Reflexion des Visiers zu sehen ist, entspricht nicht der tatsächlichen Krümmung unserer kugelförmigen Erde, sondern ist eher ein Artefakt der Krümmung des Helmes. Der Horizont der Erde erscheint nur sanft gekrümmt, wenn man ihn aus der Höhe der ISS betrachtet – das sind ungefähr 400 Kilometer.

Die nächste Spaceshuttle-Mission zur Raumstation ist für nächsten Monat geplant. Bei dieser ist die Installation des Wissenschaftslabors Columbus geplant.

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Böenwalze über Saskatchewan

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Credit: Jeff Kerr

Beschreibung: Vielleicht wäre jetzt ein guter Zeitpunkt hineinzugehen. Solche Gedanken könnten Leuten kommen, die die Ankunft einer eindrucksvollen Shelf cloud beobachten können. Solche Böenwalzen laufen typischerweise Gewittern voraus, obwohl sie genausogut jeder gut definierten Front von relativ kalter Luft vorauslaufen können. Shelf clouds unterscheiden sich von Roll clouds, weil Shelf clouds an ein größeres Wolkensystem gebunden sind, das darüber liegt. Auf ähnliche Weise unterscheiden sich Shelf clouds von Mauerwolken, weil Mauerwolken typischerweise Sturmsysteme hinter sich herziehen. Die oben abgebildete Böenwalze wurde im August 2001 in südwestliche Richtung während einer Reise durch die Prärien von Saskatchewan in Kanada auf dem Trans-Kanada-Highway fotografiert. Die aufgehende Sonne beleuchtete die eindrucksvolle Wolke von Osten her, als sie von Westen her anrückte.

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Merkurs Horizont von MESSENGER

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Credit: MESSENGER-Teams, JHU APL, NASA

Beschreibung: Wie würde es aussehen, wenn man an Merkur vorbeifliegt? Genau so ein Abenteuer erlebte letzte Woche die Raumsonde MESSENGER während ihres ersten Vorbeifluges an der fremdartigen Mondähnlichen Welt nächst der Sonne. Oben abgebildet ist der Rand des Merkur, gesehen von MESSENGER während der Annäherung, etwa 1 1/2 Erddurchmesser weit entfernt. Auf dem heißen und öden Planeten sind viele Krater zu sehen, viele davon erschienen weniger flach als Krater mit vergleichbarer Größe auf dem Mond. Die vergleichsweise hohe Gravitation von Merkur hilft, große Strukturen wie hohe Kraterwälle einzuebnen. MESSENGER konnte mehr als 1.000 Bilder von Merkur aufnehmen, die für Studien von Planetologen zur Erde zurückgeschickt werden. Für die robotische Raumsonde MESSENGER sind noch weitere zwei Vorbeiflüge an Merkur geplant, ehe sie ihre Triebwerke zündet um 2011 in den Orbit einzutreten.

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Komet McNaught über Chile

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Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Beschreibung: Komet McNaught war der vielleicht fotogenste Komet unserer Zeit. Nachdem er Anfang Januar eine ziemliche Show auf der nördlichen Halbkugel abgezogen hatte, wanderte der Komet nach Süden und entwickelte einen langen und ungewöhnlichen Staubschweif, der die Beobachter der Südhalbkugel tief beeindruckte. Auf diesem Bild wurde Komet McNaught vor einem Jahr über Chile aufgenommen. Der helle Komet dominiert auf der linken Seite, während sich ein Teil seines prächtigen Schweifes über das ganze Bild erstreckt. Von diesem Aussichtspunkt in den Anden aus sieht man hinauf zum Kometen McNaught und einem zauberhaften Himmel, über einen Sichelmond hinweg und hinab auf Wolken, atmosphärischen Dunst und die Lichter von Santiago. Komet McNaught ist in das äußere Sonnensystem hinausgeglitten und nun nur noch mit einem riesigen Teleskop als Fleckchen sichtbar. Der andere spektakuläre Komet des Jahres 2007, Komet Holmes, ist ebenfalls bereits stark verblasst.

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Burg mit Sternennacht

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Credit und Bildrechte: P-M Hedén

Beschreibung: Der verlockende Sternhaufen Plejaden scheint auf diesem dramatischen Bild von The World at Night gerade mal hinter den Bäumen über einem dunklen Burgturm zu liegen. Der Sternenhimmel, erst kürzlich in diesem Monat aufgenommen, zeigt auch den hellen Stern Aldebaran unterhalb der Plejaden und eine kleine, verschwommene Wolke, bekannt als Komet Holmes, oben nahe der Bildmitte. Sternenburg könnte ein angemessener Name für die mittelalterliche Burgruine im Vordergrund sein. Doch der traditionelle Name ist Burg Mörby, zu finden im Norden von Stockholm nahe dem Skedviken-See in Norrtälje, Schweden.

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Supernova-Fabrik NGC 2770

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Credit: A. de Ugarte Postigo (ESO) et al., Dark Cosmology Centre (NBI, KU), Instituto de Astrofísica de Andalucía (CSIC), University of Hertfordshire

Beschreibung: Sternexplosionen, auch bekannt als Supernovae, gehören zu den energiereichsten Ereignissen im Universum. Ausgelöst durch den kollabierenden Kern eines massereichen Sterns oder den nuklearen Tod eines Weißen Zwergs ereignen sich Supernovae in gewöhnlichen Spiralgalaxien nur etwa einmal in einem Jahrhundert. Doch die ungewöhnliche Spiralgalaxie NGC 2770 erzeugte in jüngster Zeit mehr als ihren gerechten Anteil. Zwei immer noch helle Supernovae und den Position einer dritten, die ursprünglich 1999 beobachtet wurde, jedoch inzwischen verblasst ist, sind auf diesem Bild der von der Kante sichtbaren Spirale angezeigt. Alle drei Supernovae gehören wahrscheinlich zur Kern-Kollaps-Variante, doch die jüngste in diesem Trio, SN2008D, wurde zuerst am 9. Januar durch den Satelliten Swift in einem Spektralbereich von höherer Energie als dem eines Röntgenstrahlen-Blitzes (XRF) oder vielleicht auch einer energieärmeren Variante eines Gammastrahlen-Ausbruchs erfasst. NGC 2770, lediglich 90 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Luchs (Lynx), ist nun die am nächsten gelegene Galaxie, in der ein solch energiereiches Supernova-Ereignis beobachtet wurde.

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Thors Smaragdhelm

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Credit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Diese helmförmige kosmische Wolke mit flügelartigen Fortsätzen wird allgemein Thors Helm genannt. Thors Helm mit sogar für einen nordischen Gott heldenhaften Ausmaßen hat einen Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren. In Wirklichkeit ähnelt der Helm eher einer interstellaren Blase, die von den schnellen Winden des hellen, massereichen Sterns in der Mitte der Blase, die durch eine umgebende Molekülwolke fegen, geformt wird. Der Zentralstern, bekannt als ein Wolf-Rayet-Stern, ist ein ein extrem heißer Riese und befindet sich vermutlich in einem kurzen Prä-Supernova-Stadium seiner Entwicklung. Der Nebel, katalogisiert als NGC 2359, liegt etwa 15.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Canis Major. Das scharfe Bild enthält beachtliche Details der Filamentstruktur des Nebels und zeigt auch eine fast smaragdene Farbe von starken Emissionen, die von Sauerstoff-Atomen im leuchtenden Gas erzeugt werden.

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MESSENGER passiert Merkur

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Credit: MESSENGER-Teams, JHU APL, NASA

Beschreibung: Vor zwei Tagen wurde die Raumsonde MESSENGER die nur zweite in der Geschichte der Menschheit, die den Merkur passierte. Die letzte Raumsonde, die den sonnennächsten Planeten besuchte, war Mariner 10 vor mehr als 35 Jahren. Mariner 10 schaffte es nicht, die gesamte Oberfläche des Merkur zu fotografieren, und die Bilder, die sie zurückschickte, warfen viele Fragen auf. Daher blieb vieles über den Planeten Merkur rätselhaft. Der Vorbeiflug von MESSENGER diese Woche war nur der erste von dreien. Während der nächsten paar Jahre wird MESSENGER noch zweimal Merkur passieren und ihn schließlich ab 2011 umkreisen, doch derzeit ist MESSENGER noch zu schnell, um in Merkurs Orbit einschwenken zu können. Dieses Bild wurde vor zwei Tagen von MESSENGER aufgenommen und zeigt einen Teil von Merkurs Oberfläche, der noch nie zuvor so detailreich abgebildet wurde. Viele weitere detailreiche Bilder von Merkur werden voraussichtlich während der nächsten Tage zurückgeschickt. Die Daten von MESSENGER werden uns besser zu verstehen helfen, wie Merkurs Oberfläche gebildet wurde und warum sie so dicht ist.

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Doppel-Supernova-Überrest DEM L316

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Credit und Bildrechte: Gemini-Observatorium, GMOS-Süd, NSF

Beschreibung: Sind diese beiden Supernova-Hüllen miteinander verbunden? Um das herauszufinden wurde das 8-Meter-Gemini-Teleskop, das hoch auf dem Gipfel eines Berges in Chile steht, auf die ungewöhnliche, riesige zweilappige Wolke mit der Bezeichnung DEM L316 gerichtet. Das daraus resultierende Bild, oben zu sehen, liefert überwältigende Details. Die Untersuchtung dieses Bildes sowie Daten des die Erde umkreisenden Gammastrahlen-Observatoriums Chandra lassen erahnen, wie unterschiedlich die beiden Supernova-Überreste sind. Im Besonderen scheint die kleinere Hülle das Ergebnis einer Typ-Ia-Supernova zu sein, bei der ein Weißer Zwerg explodierte, während die größere Schale das Ergebnis einer Typ-II-Supernova sein dürfte, bei der ein massereicher normaler Stern detonierte. Nachdem sich diese beiden Sternarten in sehr unterschiedlichen Zeiträumen entwickeln, bildeten sie sich wahrscheinlich nicht zusammen und sind daher physisch eher nicht miteinander verbunden. Wenn man außerdem bedenkt, dass es keinen Hinweis gibt, dass die Hüllen zusammenstoßen, wird nun angenommen, dass sich die beiden Schalen zufällig überlagern. DEM L316 liegt etwa 160.000 Lichtjahre entfernt in der benachbarten Großen Magellanschen Wolken-Galaxie (LMC), erstreckt sich über ungefähr 140 Lichtjahre und ist im südlichen Sternbild des Schwertfisches (Dorado) zu finden.

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Der Kokon-Nebel, aufgenommen von CFHT

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Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Beschreibung: Woher stammen die Farben des Kokon-Nebels? Der Kokon-Nebel, katalogisiert als IC 5146, ist ein auffallend schöner Nebel, etwa 4.000 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Schwan (Cygnus). Im Inneren des Kokon-Nebels befindet sich ein sich gerade erst bildender offener Sternhaufen. Wie auch andere Sternbildungsstätten enthält der Kokon-Nebel sowohl einen leuchtend-roten Emissionsnebel, blaue Reflexions- und dunkle Absorptionsnebel. Angesichts der unterschiedlichen Mischungen erzeugen diese drei Prozesse einen Menge an Farben auf diesem Bild, das unlängst vom Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) auf Hawaii in den USA aufgenommen wurde. Es gibt Vermutungen auf Basis aktueller Messungen, dass der massereiche Stern links im Bild ein Loch in einer bereits vorhandenen Molekülwolke öffnete, durch welches eine Menge des leuchtenden Materials fließt. Derselbe Stern, der sich vor etwa 100.000 Jahren bildete, liefert nun die Energiequelle für einen Großteil des emittierten und reflektierten Lichtes dieses Nebels.

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