Das merkwürdige Paar Arp 87

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Credit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI / AURA)

Beschreibung: Eine kosmische Brücke aus Sternen, Gas und Staub erstreckt sich über 75.000 Lichtjahre und verbindet dieses besondere Paar von Galaxien, das als Arp 87 katalogisiert ist. Die Brücke ist ein starkes Indiz dafür, dass diese beiden gewaltigen Sternsysteme einander in geringem Abstand passiert haben und dabei starken Gezeitenkräften ausgesetzt waren, die durch die gegenseitige Gravitationseinwirkung hervorgerufen wurden. Ein weiterer Hinweis ist, dass die von oben sichtbare Spiralgalaxie rechts, auch bekannt als NGC 3808A, viele junge blaue Sternhaufen enthält, die während einer gehäuften Sternbildung entstanden sind. Die verdrehte von der Seite sichtbare Spirale links (NGC 3808B) scheint in dem Material, das die Galaxien verbindet, eingewickelt und von einem seltsamen Polarring umgeben zu sein. Auch wenn sich solche Interaktionen über Milliarden von Jahren hinziehen, sollten wiederholte enge Passagen schließlich zur Verschmelzung eines solchen Paares von Galaxien zu einer größeren einzelnen Galaxie aus Sternen führen. Obwohl dieses Szenario auffällig wirkt, finden Verschmelzungen von Galaxien wahrscheinlich häufig statt, wobei Arp 87 ein Stadium in diesem unvermeidlichen Prozess darstellt. Das Paar Arp 87 liegt etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Löwen. Die markante von der Kante sichtbare Spirale hinten links scheint eine weiter entfernte Hintergrundgalaxie zu sein, die nicht in diese Verschmelzung involviert ist.

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Halloween und der Geisterkopf-Nebel

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Credit: Mohammad Heydari-Malayeri (Observatoire de Paris) et al., ESA, NASA

Beschreibung: Der Ursprung von Halloween ist historisch und astronomisch. Seit dem fünften Jahrhundert vor Christus wurde Halloween als ein „Viertel-Kreuzungspunkt-Tag“ gefeiert und ist der Tag zwischen dem Äquinoktikum (Tag-Nacht-Gleiche) und der Sonnenwende (kürzester Tag/längste Nacht auf der Nordhalbkugel). Wie auch immer, auf unserem modernen Kalender tritt der tatsächliche Viertel-Kreuzungspunkt-Tag nächste Woche ein. Ein weiterer Viertel-Kreuzungspunkt-Tag ist der Murmeltier-Tag.  Die modernen Halloween-Feiern haben historische Wurzeln; das Verkleiden hatte den Zweck, die Geister der Toten zu verscheuchen. Eine vielleicht passende Anerkennung an diesen historischen Feiertag ist der oben abgebildete Geisterkopf-Nebel, der vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde. Sein Aussehen erinnert an einen fiktionalen Geist; NGC 2080 ist eine Sternbildungsregion in der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie unserer eigenen Milchstraßen-Galaxie. Der Geisterkopf-Nebel erstreckt sich über 50 Lichtjahre und ist in typischen Farben dargestellt.

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Die Koma des Kometen Holmes dehnt sich aus

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Credit und Bildrechte: Eric Allen Observatoire du Cégep de Trois-Rivières

Beschreibung: Gehen Sie heute Nacht hinaus und schauen Sie den Kometen Holmes an. Sie brauchen kein Fernglas oder Teleskop – nur Neugierde und eine Himmelskarte. Letzte Woche durchlebte Komet 17P/Holmes einen ungewöhnlichen Ausbruch, der ihn unerwarteter Weise von der Sichtbarkeitsgrenze zu einem der hellsten Kometen der letzen Jahre beförderte. Himmelsschwärmer auf der Nordhalbkugel haben die Entwicklung des Kometen genau verfolgt. Auf der obigen Abbildung aus Quebec in Kanada hat sich die Coma des Kometen Holmes während der letzten Tage beachtlich ausgedehnt. Auf dem obigen Bild wurde ein Bild von Jupiter künstlich eingefügt, um die Winkelgröße vergleichen zu können. Jupiter wurde in der Größe abgebildet, in der er erscheinen würde, wenn er neben dem Kometen Holmes stehen würde. Wie der Komet Holmes sich weiter entwickelt ist unklar, da die sich ausdehnende Gaswolke von seinem kürzlich erfolgten Ausbruch sich möglicherweise langsam ausbreitet und verblasst.

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Teleskopansicht des ausgasenden Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Igor Chekalin

Beschreibung: Was ist mit dem Kometen Holmes passiert? Ein normalerweise schwacher Komet, der vor mehr als 100 Jahren entdeckt wurde, Komet 17P/Holmes, wurde letzte Woche plötzlich fast eine Million mal heller, und das in vielleicht nur wenigen Stunden. Um einen astronomischen Fachbegriff zu verwenden hellte der Komet von 17 Magnituden, die nur mit einem guten Teleskop sichtbar sind, auf 3 Magnituden auf und wurde so für das bloße Auge sichtbar. Komet Holmes hatte seinen sonnennächsten Punkt außerhalb des Marsorbits bereits im Mai 2007 passiert und war auf dem Weg zurück nahe der Bahn von Jupiter, als der Ausbruch geschah. Die plötzliche Aufhellung des Kometen stammt wahrscheinlich von einem das Sonnenlicht refklektierenden Ausgasen, das vielleicht mit schmelzendem Eis über einer gasgefüllten Höhle zu tun hat oder gar dem teilweisen Bruch des Kometenkerns. Auf der obigen Abbildung, die mittels eines kleinen Teleskops letzten Donnerstag gemacht wurde, erschien Komet Holmes als ein verschwommener gelber Punkt, mit einem deutlich größeren Abbildungswinkel als durch der Erdatmosphäre verschwommene ferne Sterne. Auch wenn Kometen Holmes wegen seines Bahnverlaufs während der nächsten zwei Jahre am nördlichen Sternenhimmel stehen wird, bleibt offen, ob er am besten mit einem Teleskop oder mit Sonnenbrillen zu sehen sein wird.

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Leuchtende Nachtwolken über Schweden

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Credit und Bildrechte: P-M Hedén

Beschreibung: Manchmal ist auf der Erde Nacht und am Himmel Tag. Da sich die Erde dreht und dabei immer wieder die Sonne bedeckt, steigt der Sonnenuntergang quasi von der Erde auf. Wenn also am Boden die Sonne untergeht, leuchtet sie immer noch auf die Wolken darüber. Unter normalen Umständen ist vielleicht ein hübscher Sonnenuntergang zu sehen sein, doch ungewöhnliche leuchtende Nachtwolken schweben so hoch, dass sie auch nach Einbruch der Dunkelheit noch gut zu sehen sind. Diese Abbildung vom letzten Monat zeigt eine Gruppe leuchtender Nachtwolken, die nach Einbruch der Dämmerung in der Nähe von Vallentuna in Schweden einen farbenprächtigen, schaurigen Glanz verbreiten. Man vermutet, dass leuchtende Nachtwolken aus kleinen, eisbedeckten Partikeln bestehen, doch viele Details sind noch offen. Satelliten wie Odin (Schweden) oder AIM (NASA) sollen nun diese Wolken untersuchen. Neueste Hinweise lassen vermuten, dass zumindest einige der leuchtenden Nachtwolken von gefrorenem Wasser aus den Abgasen von Raumfähren stammt.

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Der große Carinanebel

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Credit und Bildrechte: Robert Gendler und Stephane Guisard

Beschreibung: Ein Juwel des südlichen Himmels, der große Carina-Nebel, auch bekannt als NGC 3372, erstreckt sich über 300 Lichtjahre und ist eine der größten Sternbildungsregionen unserer Galaxis. Wie auch der kleinere, nördlicher gelegene Orion-Nebel ist der Carina-Nebel leicht mit bloßem Auge zu sehen, obwohl er mit einer Entfernung von 7.500 Lichtjahren an die fünfmal weiter entfernt ist. Diese beeindruckende Teleskopsicht enthüllt bemerkenswerte Details der leuchtenden Filamente dieser Region aus interstellarem Gas und dunklen kosmischen Staubwolken. Der Carina-Nebel enthält junge, extrem massereiche Sterne, einschließlich des immer noch rätselhaften veränderlichen Sterns Eta Carinae; dieser Stern hat mehr als 100 Sonnenmassen. Eta Carinae ist der helle Stern links der dunklen Aussparung im Zentrum dieses Feldes und liegt genau unter dem staubhaltigen Schlüsselloch-Nebel (NGC 3324).

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Ausbruch am Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi und Alan Friedman (Einschub)

Beschreibung: Zu Beginn dieser Woche erstaunte Komet 17P/Holmes Kometenbeobachter auf dem ganzen Planeten Erde. Am 24. Oktober erhöhte sich seine Helligkeit in wenigen Stunden um mehr als eine halbe Million Mal. Der Ausbruch verwandelte den dunklen und schwachen Kometen, der in aller Stille mit einer Periode von etwa sieben Jahren um die Sonne kreist, in ein mit bloßem Auge sichtbares Objekt, das mit den helleren Sternen im Sternbild Perseus rivalisiert. Diese Aufnahme, entstanden an diesem Tag in Tehran im Iran, zeigt die drastische neue Sichtbarkeit des Kometen (im Kreis) am Stadthimmel. Das Insert (links) ist ein Teleskopbild von einem Hinterhof in Buffalo, New York, welches die beeindruckende Coma des Kometen zeigt, doch auch das offensichtliche Fehlen eines Schweifes. Der Ausbruch von Holmes könnte mit einer plötzlichen Enthüllung von frischem Kometeneis oder sogar mit dem Aufbrechen des Kometenkerns zusammenhängen. Der Komet könnte die nächsten Tage weiterhin so hell bleiben.

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Apogäum-Mond, Perigäum-Mond

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Credit und Bildrechte: Anthony Ayiomamitis

Beschreibung: Heute Nacht können jene, die mit einem klaren Himmel gesegnet sind, einen herrlichen Vollmond genießen (die Vollmondphase ist am 26. Oktober exakt um 0452 UT). Seine volle Phase wird der Mond wenige Stunden vor dem Perigäum erreichen, das ist der erdnächste Punkt seiner elliptischen Bahn; der Vollmond wird somit der größte des Jahres 2007 sein. Am 3. April fand der Vollmond nur wenige Stunden vom Aporäum entfernt statt, das ist der von der Erde am weitesten entfernte Punkt der Mondbahn, und zeigte damit den kleinsten Vollmond von 2007. Der Unterschied an scheinbarer Größe zwischen größtem und kleinstem Vollmond ist ziemlich drastisch und diesem Seite-an-Seite-Vergleich der Apogäum-Perigäum-Erscheinung des Mondes aus dem Jahr 2006 ziemlich ähnlich. Doch diese Veränderung ist, in einem Abstand von vielen Monaten am Himmel gesehen, ziemlich schwierig wahrzunehmen. Himmelsbeobachter sollten also den Mond am Samstag, dem 27. Oktober, genießen, wenn er dem bezaubernden Sternhaufen der Plejaden begegnet. Da der Mond sehr hell scheinen wird, ist es am besten die Plejadensterne nahe dem Mond mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu beobachten.

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Die Ringe des Saturn

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Schieben Sie das Bild nach links und lassen Sie Ihre Augen über die dünnen, eisigen Ringe Saturns wandern. Dieser hoch aufgelöste Scan ist ein Mosaik von Bildern in natürlichen Farben, aufgenommen im Mai im Lauf von etwa 2,5 Stunden, als die Raumsonde Cassini die unbeleuchtete Seite der Ringe überflog. Die Ringe selbst sind sichtlich aus vielen einzelnen Rillen zusammengesetzt. Um Ihnen das Verständnis der Abfolge zu erleichtern ist unterhalb der Ringe die Entfernung vom Mittelpunkt des Gasriesen in Kilometern angegeben. Die Hauptringe und Lücken sind oberhalb beschriftet. Die alphabetische Bezeichnung der Saturnringe ist historisch und hängt mit der Reihenfolge ihrer Entdeckung zusammen; A und B sind die hellen Ringe, die durch die Cassini-Teilung voneinander getrennt werden. Von Saturn aus nach außern aufgelistet sind die sieben Hauptringe D, C, B, A, F, G und E. (Die lichtschwachen äußeren Ringe G und E sind hier nicht abgebildet.)

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Saturnsichel

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Saturn zeigt niemals eine Sichel – von der Erde aus. Doch von weiter draußen gesehen kann der majestätische Riesenplanet ein ungewohnt zierliches Scheibchen zeigen. Dieses Bild des sichelförmigen Saturn in natürlichen Farben wurde im Mai von der robotischen Raumsonde Cassini aufgenommen. Das Bild erfasst Saturns majestätische Ringe von der sonnenabgewandten Seite der Ringebene aus – die unbeleuchtete Seite – das ist eine von der Erde aus ebenfalls nicht sichtbare Perspektive. Abgebildet sind viele von Saturns fotogenen Wundern, einschließlich der zarten Farben der Wolkenbänder, der komplexen Schatten der Ringe auf dem Planeten, des Planetenschattens auf den Ringen und der Monde Mimas (2 Uhr), Janus (4 Uhr) und Pandora (8 Uhr). Da sich Saturn auf seine Tag- und Nachtgleiche im Jahr 2009 zubewegt, werden die Ringschatten kleiner und bewegen sich auf den Äquator zu. Während des Äquinoktiums werden die Ringe von der Erde aus fast unsichtbar sein und projizieren nur eine extrem dünne Schattenlinie auf den Planeten.

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Der Victoria-Krater auf dem Mars

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, Cornell, JPL, NASA

Beschreibung: Wenn Sie das Bild nach links schieben, sehen Sie den größten Krater, der bislang von einem Marsrover besucht wurde. Den ausgedehnten Victoria-Krater zu erreichen war eines der Ziele des robotischen Rovers Opportunity, der seit fast zwei Mars-Jahren über den Mars rollt. Der Victoria -Krater hat etwa den fünffachen Durchmesser des Endurance-Kraters, den Opportunity sechs Monate lang erforschte. Opportunity erreichte Victoria vergangenes Jahr und erforschte vorsichtig die die Ränder dieser Kluft mit den Ausmaßen eines Stadions, während er darauf wartete, dass sich die großen Staubstürme legten. Ein sicherer Pfad wurde gefunden, und Opportunity fuhr vorsichtig in den Victoria-Krater hinein. Man hofft, dass dieser Krater einen dicken Stapel von Schichten zeigt, die durch dem Einschlag, der den Krater erzeugt hat, enthüllt wurden, und so neue Hinweise auf Geschichte der Mars-Oberfläche in einer weit zurückliegenden Epoche liefert. Auf dem obigen Mosaik sieht man die gegenüber liegende Kante des Victoria-Kraters, die etwa 800 Meter entfernt ist und sich zirka 70 Meter über dem Kraterboden erhebt. Die Einbuchtung im Vordergrund erhielt die Bezeichnung Duck Bay.

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