Teleskopansicht des ausgasenden Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Igor Chekalin

Beschreibung: Was ist mit dem Kometen Holmes passiert? Ein normalerweise schwacher Komet, der vor mehr als 100 Jahren entdeckt wurde, Komet 17P/Holmes, wurde letzte Woche plötzlich fast eine Million mal heller, und das in vielleicht nur wenigen Stunden. Um einen astronomischen Fachbegriff zu verwenden hellte der Komet von 17 Magnituden, die nur mit einem guten Teleskop sichtbar sind, auf 3 Magnituden auf und wurde so für das bloße Auge sichtbar. Komet Holmes hatte seinen sonnennächsten Punkt außerhalb des Marsorbits bereits im Mai 2007 passiert und war auf dem Weg zurück nahe der Bahn von Jupiter, als der Ausbruch geschah. Die plötzliche Aufhellung des Kometen stammt wahrscheinlich von einem das Sonnenlicht refklektierenden Ausgasen, das vielleicht mit schmelzendem Eis über einer gasgefüllten Höhle zu tun hat oder gar dem teilweisen Bruch des Kometenkerns. Auf der obigen Abbildung, die mittels eines kleinen Teleskops letzten Donnerstag gemacht wurde, erschien Komet Holmes als ein verschwommener gelber Punkt, mit einem deutlich größeren Abbildungswinkel als durch der Erdatmosphäre verschwommene ferne Sterne. Auch wenn Kometen Holmes wegen seines Bahnverlaufs während der nächsten zwei Jahre am nördlichen Sternenhimmel stehen wird, bleibt offen, ob er am besten mit einem Teleskop oder mit Sonnenbrillen zu sehen sein wird.

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Leuchtende Nachtwolken über Schweden

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Credit und Bildrechte: P-M Hedén

Beschreibung: Manchmal ist auf der Erde Nacht und am Himmel Tag. Da sich die Erde dreht und dabei immer wieder die Sonne bedeckt, steigt der Sonnenuntergang quasi von der Erde auf. Wenn also am Boden die Sonne untergeht, leuchtet sie immer noch auf die Wolken darüber. Unter normalen Umständen ist vielleicht ein hübscher Sonnenuntergang zu sehen sein, doch ungewöhnliche leuchtende Nachtwolken schweben so hoch, dass sie auch nach Einbruch der Dunkelheit noch gut zu sehen sind. Diese Abbildung vom letzten Monat zeigt eine Gruppe leuchtender Nachtwolken, die nach Einbruch der Dämmerung in der Nähe von Vallentuna in Schweden einen farbenprächtigen, schaurigen Glanz verbreiten. Man vermutet, dass leuchtende Nachtwolken aus kleinen, eisbedeckten Partikeln bestehen, doch viele Details sind noch offen. Satelliten wie Odin (Schweden) oder AIM (NASA) sollen nun diese Wolken untersuchen. Neueste Hinweise lassen vermuten, dass zumindest einige der leuchtenden Nachtwolken von gefrorenem Wasser aus den Abgasen von Raumfähren stammt.

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Der große Carinanebel

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Credit und Bildrechte: Robert Gendler und Stephane Guisard

Beschreibung: Ein Juwel des südlichen Himmels, der große Carina-Nebel, auch bekannt als NGC 3372, erstreckt sich über 300 Lichtjahre und ist eine der größten Sternbildungsregionen unserer Galaxis. Wie auch der kleinere, nördlicher gelegene Orion-Nebel ist der Carina-Nebel leicht mit bloßem Auge zu sehen, obwohl er mit einer Entfernung von 7.500 Lichtjahren an die fünfmal weiter entfernt ist. Diese beeindruckende Teleskopsicht enthüllt bemerkenswerte Details der leuchtenden Filamente dieser Region aus interstellarem Gas und dunklen kosmischen Staubwolken. Der Carina-Nebel enthält junge, extrem massereiche Sterne, einschließlich des immer noch rätselhaften veränderlichen Sterns Eta Carinae; dieser Stern hat mehr als 100 Sonnenmassen. Eta Carinae ist der helle Stern links der dunklen Aussparung im Zentrum dieses Feldes und liegt genau unter dem staubhaltigen Schlüsselloch-Nebel (NGC 3324).

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Ausbruch am Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi und Alan Friedman (Einschub)

Beschreibung: Zu Beginn dieser Woche erstaunte Komet 17P/Holmes Kometenbeobachter auf dem ganzen Planeten Erde. Am 24. Oktober erhöhte sich seine Helligkeit in wenigen Stunden um mehr als eine halbe Million Mal. Der Ausbruch verwandelte den dunklen und schwachen Kometen, der in aller Stille mit einer Periode von etwa sieben Jahren um die Sonne kreist, in ein mit bloßem Auge sichtbares Objekt, das mit den helleren Sternen im Sternbild Perseus rivalisiert. Diese Aufnahme, entstanden an diesem Tag in Tehran im Iran, zeigt die drastische neue Sichtbarkeit des Kometen (im Kreis) am Stadthimmel. Das Insert (links) ist ein Teleskopbild von einem Hinterhof in Buffalo, New York, welches die beeindruckende Coma des Kometen zeigt, doch auch das offensichtliche Fehlen eines Schweifes. Der Ausbruch von Holmes könnte mit einer plötzlichen Enthüllung von frischem Kometeneis oder sogar mit dem Aufbrechen des Kometenkerns zusammenhängen. Der Komet könnte die nächsten Tage weiterhin so hell bleiben.

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Apogäum-Mond, Perigäum-Mond

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Credit und Bildrechte: Anthony Ayiomamitis

Beschreibung: Heute Nacht können jene, die mit einem klaren Himmel gesegnet sind, einen herrlichen Vollmond genießen (die Vollmondphase ist am 26. Oktober exakt um 0452 UT). Seine volle Phase wird der Mond wenige Stunden vor dem Perigäum erreichen, das ist der erdnächste Punkt seiner elliptischen Bahn; der Vollmond wird somit der größte des Jahres 2007 sein. Am 3. April fand der Vollmond nur wenige Stunden vom Aporäum entfernt statt, das ist der von der Erde am weitesten entfernte Punkt der Mondbahn, und zeigte damit den kleinsten Vollmond von 2007. Der Unterschied an scheinbarer Größe zwischen größtem und kleinstem Vollmond ist ziemlich drastisch und diesem Seite-an-Seite-Vergleich der Apogäum-Perigäum-Erscheinung des Mondes aus dem Jahr 2006 ziemlich ähnlich. Doch diese Veränderung ist, in einem Abstand von vielen Monaten am Himmel gesehen, ziemlich schwierig wahrzunehmen. Himmelsbeobachter sollten also den Mond am Samstag, dem 27. Oktober, genießen, wenn er dem bezaubernden Sternhaufen der Plejaden begegnet. Da der Mond sehr hell scheinen wird, ist es am besten die Plejadensterne nahe dem Mond mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu beobachten.

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Die Ringe des Saturn

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Schieben Sie das Bild nach links und lassen Sie Ihre Augen über die dünnen, eisigen Ringe Saturns wandern. Dieser hoch aufgelöste Scan ist ein Mosaik von Bildern in natürlichen Farben, aufgenommen im Mai im Lauf von etwa 2,5 Stunden, als die Raumsonde Cassini die unbeleuchtete Seite der Ringe überflog. Die Ringe selbst sind sichtlich aus vielen einzelnen Rillen zusammengesetzt. Um Ihnen das Verständnis der Abfolge zu erleichtern ist unterhalb der Ringe die Entfernung vom Mittelpunkt des Gasriesen in Kilometern angegeben. Die Hauptringe und Lücken sind oberhalb beschriftet. Die alphabetische Bezeichnung der Saturnringe ist historisch und hängt mit der Reihenfolge ihrer Entdeckung zusammen; A und B sind die hellen Ringe, die durch die Cassini-Teilung voneinander getrennt werden. Von Saturn aus nach außern aufgelistet sind die sieben Hauptringe D, C, B, A, F, G und E. (Die lichtschwachen äußeren Ringe G und E sind hier nicht abgebildet.)

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Saturnsichel

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Saturn zeigt niemals eine Sichel – von der Erde aus. Doch von weiter draußen gesehen kann der majestätische Riesenplanet ein ungewohnt zierliches Scheibchen zeigen. Dieses Bild des sichelförmigen Saturn in natürlichen Farben wurde im Mai von der robotischen Raumsonde Cassini aufgenommen. Das Bild erfasst Saturns majestätische Ringe von der sonnenabgewandten Seite der Ringebene aus – die unbeleuchtete Seite – das ist eine von der Erde aus ebenfalls nicht sichtbare Perspektive. Abgebildet sind viele von Saturns fotogenen Wundern, einschließlich der zarten Farben der Wolkenbänder, der komplexen Schatten der Ringe auf dem Planeten, des Planetenschattens auf den Ringen und der Monde Mimas (2 Uhr), Janus (4 Uhr) und Pandora (8 Uhr). Da sich Saturn auf seine Tag- und Nachtgleiche im Jahr 2009 zubewegt, werden die Ringschatten kleiner und bewegen sich auf den Äquator zu. Während des Äquinoktiums werden die Ringe von der Erde aus fast unsichtbar sein und projizieren nur eine extrem dünne Schattenlinie auf den Planeten.

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Der Victoria-Krater auf dem Mars

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, Cornell, JPL, NASA

Beschreibung: Wenn Sie das Bild nach links schieben, sehen Sie den größten Krater, der bislang von einem Marsrover besucht wurde. Den ausgedehnten Victoria-Krater zu erreichen war eines der Ziele des robotischen Rovers Opportunity, der seit fast zwei Mars-Jahren über den Mars rollt. Der Victoria -Krater hat etwa den fünffachen Durchmesser des Endurance-Kraters, den Opportunity sechs Monate lang erforschte. Opportunity erreichte Victoria vergangenes Jahr und erforschte vorsichtig die die Ränder dieser Kluft mit den Ausmaßen eines Stadions, während er darauf wartete, dass sich die großen Staubstürme legten. Ein sicherer Pfad wurde gefunden, und Opportunity fuhr vorsichtig in den Victoria-Krater hinein. Man hofft, dass dieser Krater einen dicken Stapel von Schichten zeigt, die durch dem Einschlag, der den Krater erzeugt hat, enthüllt wurden, und so neue Hinweise auf Geschichte der Mars-Oberfläche in einer weit zurückliegenden Epoche liefert. Auf dem obigen Mosaik sieht man die gegenüber liegende Kante des Victoria-Kraters, die etwa 800 Meter entfernt ist und sich zirka 70 Meter über dem Kraterboden erhebt. Die Einbuchtung im Vordergrund erhielt die Bezeichnung Duck Bay.

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Endet das Universum mit einem großen Riss?

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Illustrationscredit und Bildrechte: Lynette Cook

Beschreibung: Wie endet unser Universum? Eine der neuesten Vermutungen enthält ein alles durchdringendes wachsendes Feld geheimnisvoller abstoßender Phantomenergie, die nahezu alles auseinanderreißt. Obwohl das Universum mit einem Urknall begann, lässt die Analyse kosmologischer Messungen die Möglichkeit zu, dass es mit einem großen Riss endet. In nur wenigen Milliarden Jahren, so das kontroversielle Szenario, wird die Dunkle Energie zu einer solchen Größe anwachsen, dass unsere Galaxis nicht mehr länger zusammenhält. Danach könnten auch Sterne, Planeten und sogar die Atome der ausdehnenden Kraft im Inneren nicht mehr widerstehen. In der Vergangenheit beliefen sich die Vermutungen zum finalen Schicksal des Universums entweder auf einen großen Zusammenbruch, bei dem das Universum kollabiert, oder ein großes Einfrieren. Zwar ist das Schicksal des Universums nach wie vor ein Rätsel, doch die Lösung desselben erfolgt wahrscheinlich aus einem wachsenden Verständnis der Natur der Dunklen Materie und der Dunklen Energie heraus.

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Der Milchweg

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Credit und Bildrechte: Larry Landolfi

Beschreibung: Der Fotograf Larry Landolfi ließ sich bei einem Besuch von Fort Davis in Texas, dem Standort des McDonald-Observatoriums und bekannt für dunkle Nachthimmel, dazu inspirieren, dieses verlockend fantasievolle Bild zu kreieren. Dieses Komposit-Bild vermittelt den Eindruck, die Milchstraße wäre die himmlische Fortsetzung einer einsamen Landstraße. Natürlich bezieht sich der Name unserer Galaxie, der Milchstraße (lateinisch Via Lactea) auf ihre Erscheinung als ein milchiges Band oder Weg in den Himmel. Tatsächlich leitet sich das Wort „Galaxis“ von dem griechischen Begriff für Milch ab. Man sieht das schimmernde himmlische Band wegen des gesammelten Lichts von Myriaden von Sternen, die sich in der Ebene unserer Galaxis befinden und zu schwach leuchten, um einzeln gesehen zu werden, in mondlosen Nächten in Gegenden mit dunklem Himmel, wenn auch nicht so farbenprächtig wie auf diesem Bild. Das diffuse Sternenlicht wird von Schwaden dunkler galaktischer Staubwolken durchbrochen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts richtete Galileo sein Fernrohr zur Milchstraße hinauf und berichtete, sie wäre aus unzählbar vielen Sternen zusammengesetzt.

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IC 5067 im Pelikannebel

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Credit und Bildrechte: Antonio Fernandez

Beschreibung: Der markante Emissions-Rand, der auf dieser dramatischen Himmelslandschaft abgebildet ist, wurde als IC 5067 katalogisiert. Dieser Rand ist Teil eines größeren Emissionsnebels, der wegen seiner markanten Form auch Pelikan-Nebel genannt wird, und erstreckt sich über 10 Lichtjahre, wobei er der Kurve von Kopf und Nacken des kosmischen Pelikans folgt. Diese Falschfarben-Ansicht stellt auch den überall vorhandenen Schimmer schmalbandiger Emissionslinien von Atomen im Nebel auf einer Farbpalette dar, die durch Aufnahmen des Hubble-Teleskops von Sternbildungsregionen bekannt wurde. Die fantasievollen, dunklen Formen, die sich in dem 1/2 Grad weiten Feld befinden, sind Wolken aus kühlem Gas und Staub, die von den Winden und der Strahlung von heißen, massereichen Sternen verformt wurden. Nahaufnahmen einiger dieser interessant geformten Wolken zeigen klare Zeichen von sich neu bildenden Sternen. Der Pelikan-Nebel, katalogisiert als IC 5070, ist etwa 2000 Lichtjahre weit entfernt. Um ihn zu finden, suchen Sie am besten nordöstlich des hellen Sterns Deneb im hoch „fliegenden“ Sternbild Schwan (Cygnus).

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