Mars-Bodenprobe steht zur Analyse bereit

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Credit: Phoenix-Missionsteam, NASA, JPL-Caltech, U. Arizona

Beschreibung: Welche Überraschungen birgt der Boden des Mars? Um das herauszufinden versuchte die Landesonde Phoenix, welche vor zwei Wochen den Mars erreichte, eine Schaufel voll Marsboden im Thermal and Evolved-Gas Analyzer (TEGA) von Phoenix zu platzieren. Wie man oben sieht, nähert sich die mit Schmutz gefüllte Kelle einem der acht von TEGAs Öfen. Einmal im Ofen verstaut, wird das Bodenmaterial gebacken und die ausströmenden Gase von einem Massenspektrometer kategorisiert. Gut möglich, dass manches von dem hell gefärbten Material, das auf der Schaufel zu sehen ist, die gleiche Zusammensetzung hat wie das helle Material, das nahe dem Fuß der Landesonde abgebildet wurde, welches Eis sein könnte. Phoenix soll die nächsten drei Monate mit Grabungen, dem Backen von Material und der chemischer Analyse seiner unmittelbaren Umgebung zubringen, um den Mars besser zu verstehen und herauszufinden, ob die Grenze zwischen Eis und Boden jemals Leben enthalten haben kann.

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Junger zunehmender Mond im Juni

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Credit und Bildrechte: Miguel Claro

Beschreibung: Bei heiterem Himmel konnte man auf dem Planeten Erde zu Beginn dieses Monats den Anblick des jungen zunehmenden Mondes kurz nach Sonnenuntergang knapp über dem westlichen Horizont genießen. Dieses farbenprächtige Beispiel, aufgenommen am 4. Juni, zeigt einen ruhigen Strand im Vordergrund mit den Lichtern Lissabons in Portugal und den Sintrabergen am Horizont. Der schmale, sonnenbeleuchtete Bogen des Mondes, der zwischen Wolkenbänken posiert, macht nur etwa ein Prozent der vollen Mondscheibe aus. Der Rest der Vorderseite des Mondes ist dennoch blass zu sehen – beleuchtet vom Erdschein. Ein zunehmender Sichelmond sollte auch dieses Wochenende so manche liebliche westliche Himmelsansicht bei Sonnenuntergang schmücken. Der helle Stern am Himmel nahe dem Mond heute (Samstag) Abend ist in Wirklichkeit der Planet Mars. Am Sonntag nähert sich der Mond zwei Himmelslichtern, dem hellen Stern Regulus und Saturn.

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Zweiarmige Milchstraße

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Illustrationscredit: R. Hurt (SSC), JPL-Caltech, NASA; Durchmusterungscredit: GLIMPSE

Beschreibung: Wenn man aus der Milchstraße hinausblickt, ist die Struktur unserer Galaxis schwer zu erkennen. Doch eine aufwändige Durchmusterung mit dem Spitzer-Weltraumteleskop liefert nun überzeugende Hinweise, dass wir in einer riesigen Galaxie mit zwei Hauptspiralarmen (dem Scutum-Centaurus- und dem Perseusarm), die den Enden eines großen Zentralbalkens entspringen, leben.

Astronomen in dernen Galaxien mit Blick frontal auf unsere Galaxis würden die Milchstraße wahrscheinlich als zweiarmige Balkenspirale sehen, ähnlich wie diese Illustration eines Künstlers. Frühere Untersuchungen ermittelten eine kleinere zentrale Balkenstruktur und vier Spiralarme.

Astronomen platzieren die Sonne immer noch etwa ein Drittel des Wegs vom Zentrum zum äußeren Milchstraßenrand in einem Nebenarm, dem so genannten Orion-Arm. Um die Sonne und die neu kartierten Strukturen der Milchstraße zu finden, schieben Sie einfach Ihren Mauspfeil über das Bild.

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Spitzers Milchstraße

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Credit: GLIMPSE, MIPSGAL, NASA, JPL-Caltech, Univ. Wisconsin

Beschreibung: Den alles durchdringenden Infrarotblick des Spitzer-Weltraumtelekops auf die Ebene unserer Milchstraßengalaxie kann man anhand nur eines einzigen Bildes nicht entsprechend würdigen. Insgesamt wurden mehr als 800.000 Einzelbilder von Spitzers Kameras nun zu einem enormen Mosaik der galaktischen Ebene zusammengefügt – dem detailreichsten Infrarotbild, das je von unserer Galaxis gemacht wurde. Der kleine hier gezeigte Ausschnitt zeigt knapp 8 Grad, das ist nicht ganz die scheinbare Breite Ihrer Faust, wenn Sie sie am ausgestreckten Arm betrachten, in Richtung des galaktischen Zentrums. Das gesamte Mosaik umfasst 120 Winkelgrad. Auf dieser Falschfarben-Präsentation sind gebogene grüne Filamente aus Licht von komplexen Molekülen hervorgehoben – polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs) – wie sie auf der Erde in Form rußiger Überreste unvollständiger Verbrennung häufig vorkommen. Die PAHs wurden in Sternbildungsregionen gefunden, zusammen mit rötlichen Emissionen von Graphitstaubpartikeln. Die blauen Flecken, die über das ganzen Bild verteilt sind, zeigen einzelne Milchstraßensterne.

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Die ISS fangen

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Credit und BildrechteJürgen Michelberger

Beschreibung: In Sonnenlicht gebadet zog die Internationale Raumstation ISS am 31. Mai über den Abendhimmel über der Stadt Lauffen in Süddeutschland. Der helle Durchgang fand nur etwa 10 Minuten nach dem Start der Raumfähre Discovery zur Mission STS-124 vom Kennedy Space Center in Florida im Südosten der USA statt. Natürlich steuert die Discovery eine Begegnung mit der ISS im Orbit an.

Beim Verfolgen der Raumstation zog die Raumfähre nur 21 Minuten nach dem Start ebenfalls über Lauffen hinweg. Mit einer auf einem Stativ befestigten Kamera fotografierte der Astronom Jürgen Michelberger die beiden leuchtenden Raumfahrzeuge auf zwei Aufnahmen, während sie oben vorbeizogen. Jede Aufnahme wurde etwa zwei Minuten belichtet, beide wurden zu diesem Kompositbild zusammengefügt.

Wegen der Parallaxe scheinen die Bahn der ISS (rechts) und der Discovery (nahe der Bildmitte) auseinanderzuklaffen, da die beiden sich in sehr unterschiedlicher Höhe befanden. Sterne (und helle Planeten) ziehen zwei getrennte kurze Strichspuren. Die kurze, flackernde Spur eines Iridium-Satelliten und die zart gepunktete Bahn eines vorbeifliegenden Flugzeuges sind ebenfalls zu sehen.

Bei genauerem Hinsehen entdeckt man eine schwache, rote Spur – der abgeworfene externe Treibstofftank knapp links neben der Discovery. Wenn Sie den Mauszeiger über das Bild schieben, hilft das beim Erkennen einiger der dargestellten Objekte.

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Dunkler Fluss zu Antares

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Credit und Bildrechte: Máximo Ruiz

Beschreibung: Wenn man den Pfeifennebel mit dem hellen Stern Antares verbindet, findet man eine fließende dunkle Wolke, die „Dunkler Fluss“ genannt wird. Die Dunkelheit des Dunklen Flusses wird durch die Absorption des dahinter liegenden Sternenlichtes durch Staub verursacht, obwohl der Nebel hauptsächlich aus Wasserstoff und molekularem Gas besteht. Antares, der helle Stern, der knapp unter der Bildmitte gelb leuchtet, ist in die farbenprächtigen Rho-Ophiuchi-Nebelwolken eingebettet. Der Dunkle Fluss, im oberen linken Bildbereich zu sehen, ist am Himmel 20 Vollmonddurchmesser lang und etwa 500 Lichtjahre von uns entfernt. Weitere hier abgebildete Nebel sind Emissionsnebel und der blaue Reflexionsnebel.

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Ungewöhnlicher heller Fleck unter der Landesonde Phoenix auf dem Mars

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Credit: Phoenix-Missionsteam, NASA, JPL-Caltech, U. Arizona

Beschreibung: Ist das Eis, was da unter der Raumsonde Phoenix auf dem Mars zu sehen ist? Gut möglich. Phoenix, der vor einer Woche gelandet ist, soll in den Marsboden graben um nach Eis zu suchen, doch die Bremsdüsen der Sonde könnten bereits während der Landung etwas davon freigelegt haben. Das Bild oben wurde letzte Woche von der Robotic Arm Camera aufgenommen und zeigt eine ungewöhnliche hell gefärbte Substanz unmittelbar vor dem Landefuß des Phoenix. Während der nächsten Wochen wird Phoenix weiterhin seine Umgebung fotografieren, die Zusammensetzung dieser harten, hellen Substanz analysieren und in den Boden in der Umgebung graben. Falls der ungewöhnliche helle Untergrund tatsächlich marsianisches Eis ist, würde es Phoenix eine bequeme Grundlage bieten, anhand derer er die Geschichte des Wassers auf dem Mars untersuchen und herausfinden könnte, ob die Grenze zwischen Eis und dem Marsboden jemals gute Bedingungen für Leben geboten hat.

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Eine verschlungene Sonnenprotuberanz

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Credit: SOHO Consortium, EIT, ESA, NASA

Beschreibung: Zehn Erden würden leicht in die „Klaue“ dieses scheinbaren Sonnenmonsters passen. Das Monster, unten links zu sehen, ist eine riesige ausbrechende Protuberanz, die beobachtet wurde, als sie auf unserer Sonne ausbrach. Das dramatische Bild oben wurde Anfang 2000 von dem die Sonne umrundenden Satelliten SOHO aufgenommen. Diese riesige Protuberanz ist nicht nur wegen ihrer Größe bedeutsam, sondern auch wegen ihrer Form. Die gewundene Achterschleife lässt darauf schließen, dass sich ein komplexes Magnetfeld durch die austretenden Sonnenpartikel durchfädelt. Differenzielle Rotation im Inneren der Sonne könnte könnte die Oberflächenexplosion erklären. Obwohl riesige Protuberanzen und energetische koronale Massenauswürfe (CMEs) relativ selten auftreten, geschehen sie häufiger in zeitlicher Nähe eines Sonnenflecken-Maximums, wenn die Zahl der Sonnenflecken und die Sonnenaktivität während des elfjährigen Sonnenzyklusses den Höhepunkt erreicht.

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Ein Blick auf den Sonnenuntergang

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Jeder Tag auf dem Planeten Erde kann dramatisch enden, wenn die Sonne am farbenprächtigen westlichen Horizont untergeht. Ein Sonnenuntergang, der oft inspirierend oder ein Moment der Kontemplation ist, ist vielleicht das am häufigsten fotografierte Himmelsereignis. Haben Sie gemerkt, dass dieses Bild einen zeigt? Das Bild ist eine Einzelaufnahme der untergehenden Sonne in der Nähe von Wasserberg in Deutschland am 11. Mai. Für diese ungewöhnliche Sonnenuntergangsansicht verwendete der Fotograf eine Digitalkamera und ein Zoomobjektiv (eine Linse mit einer einstellbaren Brennweite). Während der Belichtungszeit von 1/6 Sekunde veränderte er die Brennweite stufenlos, während er gleichzeitig die Kamera drehte, was die Bildgröße und Ausrichtung veränderte. Das Ergebnis verwandelt eine objektive Abbildung der Natur in in eine künstlerische Abstraktion.

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Abstieg des Phoenix

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Credit: MRO-HiRISE, NASA, JPL, Univ. Arizona

Beschreibung: Diese weitläufige Ansicht zeigt den 10 Kilometer weiten Krater Heimdall in den nordpolaren Ebenen des Mars. Doch der helle Punkt, der in dem Kästchen hervorgehoben ist, ist die Landesonde Phoenix, wie sie gerade am Fallschirm zur Oberfläche absteigt. Dieses ungewöhnliche Bild wurde am 25. Mai mit der HiRISE-Kammera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters aufgenommen. Obwohl es so aussieht, als würde die Landesonde direkt in den Krater Heimdall hineinfallen, sinkt sie in Wirklichkeit etwa 20 Kilometer vor dem Krater ab, also im Vordergrund der Landschaft. Der Orbiter war 760 Kilometer von Phoenix entfernt in einer Höhe von 310 Kilometern, als das Bild aufgenommen wurde. Unmittelbar danach konnte die Kamera des Orbiters auch die Landesonde auf der Oberfläche abbilden. Der Fallschirm, der an der hinteren Schutzhülle angebracht war, und der Hitzeschild konnten in der Nähe verstreut auf dem Bild entdeckt werden. Natürlich schickt die Landesonde Phoenix selbst nun viel schärfere Bilder ihres Landeplatzes zurück, nachdem sie sich nun darauf vorbereitet, in den Marsboden hineinzugraben.

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Nebelbogen über Ocean Beach

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Credit und Bildrechte: Keith C. Langill (missionblvd.com)

Beschreibung: Was ist das für ein weißer Bogen über dem Wasser? Was man hier sieht ist ein Nebelbogen, eine Reflexion von Sonnenlicht an Wassertröpfchen ähnlich wie bei einem Regenbogen, jedoch ohne Farben. Der Nebel selbst ist nicht bogenförmig – er ist weitgehend transparent, aber relativ einheitlich. Die Form des Nebelbogens wird von den Tropfen erzeugt, die den besten Winkel bieten, um Sonnenlicht zum Beobachter umzulenken. Der Grund für die relativ farblose Erscheinung des Nebelbogens sind die vergleichsweise kleinen Wassertröpfchen. Die aktiven Tröpfchen oben sind so klein, dass die quantenmechanische Wellenlänge des Lichtes zum Tragen kommt und die Farben abschmieren, welche bei größeren Regenbogen-Wassertropfen, die sich wie kleine Prismen verhalten und Sonnenlicht reflektieren, entstehen würden. Das oben gezeigte eindrucksvolle Bild eines Nebelbogens wurde letzte Woche aufgenommen, als die Sonne hinter dem Fotografen stand. Die Felsen im Vordergrund gehören zu Ocean Beach in Californien, USA.

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