Phobos, der verlorene Marsmond

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Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Dieser Mond ist dem Untergang geweiht. Mars, der nach dem römischen Kriegsgott benannte Rote Planet, hat zwei winzige Monde, Phobos und Deimos, deren Namen von den griechischen Begriffen für Furcht und Schrecken abgeleitet sind. Diese Marsmonde könnten eingefangene Asteroiden aus dem Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter oder aus noch ferneren Bereichen des Sonnensystems sein. Phobos, der größere Mond, ist auf diesem faszinierenden Farbbild der Robotersonde Mars Reconnaissance Orbiter ein kraterübersätes, asteroidenähnliches Objekt, die Auflösung beträgt etwa sieben Meter pro Bildpunkt. Doch Phobos kreist so nahe um Mars – nur 5800 Kilometer über der Oberfläche, unser Mond im Vergleich dazu kreist in einer Entfernung von 400.000 Kilometern – dass die Gezeitenkräfte ihn hinunterziehen. Eine aktuelle Untersuchung der langen Rillen lässt die Vermutung zu, dass sie durch eine den ganzen Körper erfassenden Gezeitenstreckung entstanden sind – durch den Kräfteunterschied der Marsgravitation an entgegengesetzte Enden von Phobos. Diese Rillen sind somit vielleicht ein Hinweis auf eine frühe Phase von PhobosAuflösung in einen Ring aus Trümmern um den Mars.

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