Astronomy Picture of the Day

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1. Dezember 2012
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Der Norden Merkurs
Bildcredit: NASA / JHU Applied Physics Lab / Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Merkur, der innerste Planet, wäre vielleicht kein guter Ort für interplanetare Olympische Winterspiele. Doch neue Ergebnisse, basierend auf Daten der Raumsonde MESSENGER, die Merkur umkreist, lassen vermuten, dass es in permanent beschatteten Kraterregionen in der Nähe des Nordpols eine erhebliche Menge Wassereis gibt. Seit Jahren werden mögliche Eisvorkommen auf Merkur in Betracht gezogen, angeregt durch die Entdeckung von im Radarbereich hellen - daher stark reflektierenden - Regionen nahe dem Nordpol. Im Radar-Spektralbereich hell leuchtende Regionen, die auf dieser Karte, die anhand von projizierten MESSENGER-Bildern erstellt wurde, gelb hervorgehoben sind, stimmen offensichtlich mit Böden und Wänden von Einschlagkratern am Nordpol überein. Weiter vom Pol entfernt sind diese Regionen auf die nach Norden gerichteten Kraterwände konzentriert. Von MESSENGER durchgeführte Neutronen-Spektroskopie und thermische Modelle für Krater lassen vermuten, dass das Material in diesen Regionen einen Wasserstoffgehalt wie in fast reinem Wassereis aufweist, und dieses in einem Bereich mit Temperaturen konserviert ist, die unter 100 Kelvin (-280 Grad Fahrenheit, -173 Grad Celsius) bleiben. Die Bedingungen sind ähnlich wie in permanent beschatteten Kratern auf dem Mond. Das Eis auf Merkur stammt vermutlich von Kometeneinschlägen.

Das Bild von morgen: Gegenchile


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Originalseite: Astronomy Picture of the Day
Autoren und Herausgeber: Robert Nemiroff (MTU) und Jerry Bonnell (UMCP)
NASA-Sachbearbeiter: Phillip Newman Spezielle Rechtshinweise
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Ein Service von ASD bei der NASA / GSFC und Michigan Tech. U.

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Übersetzung APOD:
Maria Pflug-Hofmayr
Der Orion
- Astronomie und Raumfahrt - von Eugen Reichl und Maria Pflug-Hofmayr