Astronomy Picture of the Day

Entdecke den Weltraum! Täglich ein Bild über Astronomie und Raumfahrt aus dem Universum, zusammen mit einer kurzen Erklärung eines Astronomen.

29. April 2012
Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Gefährlicher Sonnenaufgang auf Gliese 876d
Bildcredit und Bildrechte: Inga Nielsen (Hamburg Obs., Gate to Nowhere)

Beschreibung: Auf dem Planeten Gliese 876d könnte ein Sonnenaufgang gefährlich sein. Obwohl niemand die Bedingungen auf diesem weit innen liegenden Planeten, der den veränderlichen Roten Zwergstern Gliese 876 umkreist, tatsächlich kennt, vermittelt die obige künstlerische Darstellung einen Eindruck, wie sie sein könnten. Mit seinem Orbit, der kleiner ist als die Merkurbahn, und der mehrfachen Masse der Erde könnte Gliese 876d so langsam rotieren, dass es beträchtliche Unterschiede zwischen Nacht und Tag gibt. Gliese 876d wird oben mit starkem Vulkanismus dargestellt, eventuell ausgelöst durch Gezeiten, die den Planeten durchwalken und innen aufheizen, tagsüber womöglich mit stärkeren Schwankungen. Der aufgehende Rote Zwergstern weist die zu erwartende stellare Magnetfeldaktivität auf sowie dramatische, mächtige Protuberanzen. Am Himmel darüber wird die dünne Atmosphäre eines hypothetischen Mondes vom Sternwind des Roten Zwerges weggeblasen. Gliese 876d regt die Phantasie an - unter anderem, weil er einer der wenigen extrasolaren Planeten ist, die sich unseres Wissens in oder nahe der habitablen Zone ihrer Ursprungssterne befinden.

Das Bild von morgen: Auroragipfel


< Deutsches ArchivTwitter | Facebook | Links | Über APOD | Forum >


Originalseite: Astronomy Picture of the Day
Autoren und Herausgeber: Robert Nemiroff (MTU) und Jerry Bonnell (UMCP)
NASA-Sachbearbeiter: Phillip Newman Spezielle Rechtshinweise
NASA Datenschutz-Richtlinien im Internet und wichtige Hinweise
Ein Service von ASD bei der NASA / GSFC und Michigan Tech. U.

APOD-Vorschaubild
Übersetzung APOD:
Maria Pflug-Hofmayr
Der Orion
- Astronomie und Raumfahrt - von Eugen Reichl und Maria Pflug-Hofmayr