Astronomy Picture of the Day

Entdecke den Weltraum! Täglich ein Bild über Astronomie und Raumfahrt aus dem Universum, zusammen mit einer kurzen Erklärung eines Astronomen.

29. Januar 2012
Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Molekülwolke Barnard 68
Bildcredit: FORS-Team, 8,2-Meter VLT Antu, ESO

Beschreibung: Wohin sind die Sterne verschwunden? Was früher für ein Loch am Himmel gehalten wurde, ist nun unter Astronomen als dunkle Molekülwolke bekannt. Hier absorbiert eine hohe Konzentration an Staub und molekularem Gas praktisch alles an sichtbarem Licht, was von den Hintergrundsternen abgestrahlt wird. Die unheimliche, dunkle Umgebung macht das Innere von Molekülwolken zu einigen der kältesten und isoliertesten Orte im Universum. Einer der namhaftesten dieser dunklen Absorptionsnebel ist eine Wolke im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus), bekannt als Barnard 68, der oben abgebildet ist. Dass in der Mitte keine Sterne zu sehen sind, lässt vermuten, dass Barnard 68 relativ nahe liegt; Messungen zufolge ist er etwa 500 Lichtjahre entfernt und hat somit einen Durchmesser von einem halben Lichtjahr. Es ist nicht genau bekannt, wie Molekülwolken wie Barnard 68 entstehen, doch es ist bekannt, dass diese Wolken selbst wahrscheinlich Orte sind, wo neue Sterne entstehen. Tatsächlich wurde herausgefunden, dass wahrscheinlich auch Barnard 68 kollabiert und ein neues Sternsystem bildet. Im Infrarotlicht ist es möglich, durch die Wolke hindurchzusehen.

Das Bild von morgen: große blaue Murmel


< Deutsches Archiv | Twitter | Facebook | Links | Über APOD | Forum >


Originalseite: Astronomy Picture of the Day
Autoren und Herausgeber: Robert Nemiroff (MTU) und Jerry Bonnell (UMCP)
NASA-Sachbearbeiter: Phillip Newman Spezielle Rechtshinweise
NASA Datenschutz-Richtlinien im Internet und wichtige Hinweise
Ein Service von ASD bei der NASA / GSFC und Michigan Tech. U.

APOD-Vorschaubild
Übersetzung APOD:
Maria Pflug-Hofmayr
Der Orion
- Astronomie und Raumfahrt - von Eugen Reichl und Maria Pflug-Hofmayr