Astronomy Picture of the Day

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7. September 2011
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SDSS J102915+172927: Ein Stern, den es nicht geben dürfte
Bildcredit:ESO, DSS2

Beschreibung: Warum enthält dieser Stern so wenig schwere Elemente? Sterne, die in der Generation unserer Sonne entstanden sind, sind mit Elementen angereichert, die schwerer als Wasserstoff und Helium sind und in ihre Atmosphäre gemischt sind. Sterne, die in der Generation vor unserer Sonne entstanden sind - Population-II-Sterne, also jene Sterne, die einen Großteil der schweren Elemente erzeugten, die wir heute vorfinden -, enthalten einige wenige Elemente, die schwerer sind als H und He. Weiters müssten sogar die flüchtigen, nie beobachteten ersten Sternen im Universum, die so genannten Population-III-Sterne, Prognosen zufolge eine große Masse haben und eine gewisse Menge an schweren Elementen enthalten. Der massearme Milchstraßenstern SDSS J102915+172927 jedoch scheint unter anderem weniger Metalle zu enthalten, als  je bei einem Stern für möglich gehalten wurde, darunter mindestens 50 Mal weniger Lithium, als beim Urknall entstand. Die ungewöhnliche Natur dieses Sterns, der im Rahmen der Sloan Digital Sky Survey (SDSS) katalogisiert wurde und oben abgebildet ist, wurde durch detailreiche spektroskopische Beobachtungen mit einem der großen VLT-Teleskope in Chile entdeckt. Viele Modelle für Sternbildung lassen den Schluss zu, dass ein solcher Stern nicht einmal entstanden sein dürfte. Die Untersuchung des Sterns geht weiter, wobei eine der führenden Hypothesen besagt, dass das fragile, ursprüngliche Lithium im heißen Kern des Sterns zerstört wurde.

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Originalseite: Astronomy Picture of the Day
Autoren und Herausgeber: Robert Nemiroff (MTU) und Jerry Bonnell (UMCP)
NASA-Sachbearbeiter: Phillip Newman Spezielle Rechtshinweise
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Maria Pflug-Hofmayr
Der Orion
- Astronomie und Raumfahrt - von Eugen Reichl und Maria Pflug-Hofmayr