Astronomy Picture of the Day

Entdecke das Weltall! Jeden Tag ein neues Bild aus den Weiten unseres faszinierenden Universums, zusammen mit einer kurzen Erklärung, die von einem Astronomen verfasst wird.

14. März 2010
Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Zwei Schwarze Löcher in 3C 75
Credit:
Röntgen: NASA / CXC / D. Hudson, T. Reiprich et al. (AIfA);
Radio: NRAO / VLA/ NRL

Beschreibung: Was geschieht in der Mitte dieser massereichen Galaxie? Dort befinden sich die beiden hellen Quellen in der Mitte dieses Röntgen- (blau) Radio- (magenta) Kompositbildes, die vermutlich umeinander kreisende, sehr massereiche Schwarze Löcher sind, von denen die Energie der riesigen Radioquelle 3C 75 stammt. Diese sehr massereichen Schwarzen Löcher liegen 25.000 Lichtjahre auseinander, werfen Jets relativistischer Teilchen aus und sind von Millionen Grad heißem Gas umgeben, das Röntgenstrahlen emittiert. Sie sind etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt und befinden sich in den Zentren zweier verschmelzender Galaxien im Galaxienhaufen Abell 400. Astronomen kommen zu dem Schluss, dass diese beiden massereichen Schwarzen Löcher in einem Binärsystem durch Gravitation aneinander gebunden sind, teilweise weil die einzeitlich zurückgefegte Erscheinung der Jets sehr wahrscheinlich durch ihre gemeinsame Bewegung entsteht, während sie mit 1200 Kilometern pro Sekunde durch das heiße Gas im Haufen fegen. Solche spektakulären kosmischen Verschmelzungen kommen im fernen Universum in den Umgebungen dicht gedrängter Galaxienansammlungen vermutlich häufig vor. Man erwartet, dass die Verschmelzungen in ihren Endstadien starke Quellen von Gravitationswellen sind.

Das Bild von morgen: keine Strahlen


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Autoren und Herausgeber: Robert Nemiroff (MTU) und Jerry Bonnell (UMCP)
NASA-Sachbearbeiter: Phillip Newman Spezielle Rechtshinweise
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Ein Service von ASD bei der NASA / GSFC und Michigan Tech. U.

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Übersetzung APOD:
Maria Pflug-Hofmayr
Der Orion
von Eugen Reichl und Maria Pflug-Hofmayr