Wirbelsturm Ivan, gesehen von der Raumstation

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Bildcredit: Besatzung der Expedition 9, Internationale Raumstation, NASA

Beschreibung: Neunzig Prozent der Häuser auf Grenada wurden durch die zerstörerische Kraft des Wirbelsturms Ivan beschädigt. Bei seinem Höhepunkt im Jahr 2004 war Ivan ein Wirbelsturm der Kategorie 5, das ist die höchste Kategorie auf der Saffir-Simpson-Skala, er bot kontinuierliche Stürme mit mehr als 200 Kilometern pro Stunde. Ivan war der größte Wirbelsturm, der die Vereinigten Staaten 2004 traf, und einer der mächtigeren der gesamten Geschichte. Als er über dem Atlantik wirbelte, wurde das gewaltige Auge des Wirbelsturms Ivan von der Internationalen Raumstation von oben fotografiert. Die Weltorganisation für Meteorologie hat den Namen Ivan inzwischen von der Namensliste für den Atlantik gestrichen. Diesen Monat verwüstete Wirbelsturm Matthew einen Teil von Haiti und tobt derzeit vor der Ostküste der USA.

Aktuell: NASA-Berichterstattung vom Wirbelsturm Matthew
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Mond, Merkur und Radioantenne in der Dämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Pierluigi Giacobazzi

Beschreibung: Merkur stand am 29. September in der Morgendämmerung beim Mond und war so weit wie möglich von der Sonne entfernt. Der innerste Planet erreichte am Himmel des Planeten Erde fast seine größte Elongation. Auf dieser bunten Szene stehen die abnehmende sonnenbeleuchtete Mondsichel und die erdbeleuchtete Nachtseite des Mondes beim flüchtigen Merkur. Der neue Mond lag in den Armen des alten Mondes. Unten befindet sich die italienische Medicina Radio Astronomical Station nahe Bologna mit einer Reihe niedriger Antennen, die zur ersten italienischen Radioteleskopanordnung mit der Bezeichnung „Kreuz des Nordens“ gehört, und eine 32 Meter große Parabolantenne. Natürlich müssen Mondbeobachter am 8. Oktober nicht frühmorgens aufstehen. Nach Sonnenuntergang steht der Mond bei der Internationale Mondbeobachtungsnacht hoch und hell als Halbmond am Abendhimmel.

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Die Wasserstoffwolken von M33

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Bildcredit und Bildrechte: Danilo Pivato, Gimmi Ratto

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie M33, ein markantes Mitglied der lokalen Gruppe, hat anscheinend mehr als ihren gerechten Anteil an leuchtendem Wasserstoff. Sie ist auch als Dreiecksgalaxie bekannt und ungefähr 3 Millionen Lichtjahre entfernt. Dieses Teleskopporträt zeigt die innersten 30.000 Lichtjahre der Galaxie und betont ihre rötlich ionisierten Wasserstoffwolken oder HII-Regionen. Die gewaltigen HII-Regionen von M33, die entlang der losen Spiralarme verteilt sind, welche sich zum Kern winden, gehören zu den größten Sternbildungsregionen, die wir kennen. Darin entstehen kurzlebige, aber sehr massereiche Sterne. Intensive Ultraviolettstrahlung der hellen, massereichen Sterne ionisiert den Wasserstoff in der Umgebung. So entsteht das charakteristische rote Leuchten. Zur Verbesserung des Bildes wurde aus Breitbanddaten eine Farbansicht der Galaxie erzeugt und mit Schmalbanddaten kombiniert, die mit einem H-alpha-Filter aufgenommen wurden. Dieser Filter ist für das Licht der stärksten sichtbaren Wasserstoff-Emissionslinie durchlässig.

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Trifid, Lagune und Mars

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Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Nouroozi

Beschreibung: Die hellen Nebel und Sternhaufen auf diesem 5 Grad breiten Sichtfeld sind beliebte Stationen bei Teleskopreisen im Sternbild Schütze und in den überfüllten Sternfeldern der zentralen Milchstraße. Der farbenfrohe Trifidnebel links oben wurde im 18. Jahrhundert von dem französischen Astronomen Charles Messier als M20 katalogisiert. In der Mitte befindet sich M8, der ausgedehnte Lagunennebel. Die beiden bekannten Sternbildungsregionen sind zirka 5000 Lichtjahre entfernt. Der gelbliche Stern, der rechts unten in einer Linie mit M8 und M20 steht, zog am 29. September gerade durch das gleiche Sichtfeld, er ist der Planet Mars. Er war an diesem Tag nur 8,8 Lichtminuten von der Erde entfernt. Diese Entfernung entspricht etwa einer Astronomischen Einheit, das ist die Entfernung von der Erde zur Sonne. Mars ist im Bild überbelichtet und hat Lichtkreuze, die von der Fangspiegelhalterung erzeugt werden. Natürlich ist seit langer Zeit bekannt, dass der Mars über den Nachthimmel des Planeten Erde wandert.

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Eine bröckelnder, geschichteter Felsturm auf dem Mars

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Zusammenstellung und Bearbeitung: Kenneth Kremer, Marco Di Lorenzo

Beschreibung: Was ist dieser ungewöhnliche Felsturm auf dem Mars? Der NASA-Rover Curiosity, der über den Mars rollt, stieß auf eine Hügelgruppe, die von der NASA als Murray Buttes bezeichnet wird. Dieses kürzlich montierte Mosaikbild zeigt einen der letzten Hügel, an denen Curiosity auf seinem Weg auf den Mt. Sharp vorbeikam – er ist auch einer der eindrucksvollsten. Urzeitliche, von Wasser abgelagerte Schichten im relativ dichten, windgeblasenen Sandstein bedecken das 15 Meter hohe Gebilde, das nun ausgetrocknet ist und abbröckelt. Der Rand des Gale-Kraters ist in der Ferne sichtbar. Curiosity sammelt weiterhin Hinweise, wie der Mars sich von einem Planeten mit nassen Bereichen, der günstig für mikrobielles Leben war, in die trockene, karge, rostige Landschaft von heute verwandelte.

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Das Nest des Adlernebels

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Bildcredit und Bildrechte: Chris Hendren

Beschreibung: Was umgibt den berühmten Adlernebel? Im Inneren des Adlernebels liegen Eier – verdampfende gasförmige Globulen. Diese Globulen befinden sich meist in gewaltigen Säulen aus Gas und Staub, in denen Sterne entstehen. Dieses Bild zeigt jedoch den eindrucksvollen Bereich um den Adlernebel, und zwar nicht nur die ganze Adlerform, sondern auch das riesige Volumen an leuchtendem Gas und dunklem Staub. Der Adler-Emissionsnebel ist als M16 katalogisiert und ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt. Mit einem Fernglas sieht man ihn im Sternbild Schlange (Serpens). Das Bild zeigt zirka 80 Lichtjahre um den Nebel. Das kultige Zentrum des Adlernebels stand im Mittelpunkt vieler Beobachtungseinsätze von Observatorien am Boden und in der Umlaufbahn.

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Erforsche Rosettas Kometen


Bildcredit: Science Office, ESA

Beschreibung: Was sieht man, wenn man um einen Kometenkern fliegt? Sehen Sie selbst und warten Sie kurz, bis Ihr WebGL-kompatibler Webbrowser ein detailliertes digitales Modell des Kometen 67P geladen hat – dann forschen Sie los! Mit einer Standard-Maus können Sie mit der linken Taste den Kometen drehen, mit der rechten Taste können Sie den Kometen bewegen und mit dem Scrollrad vergrößern und verkleinern. Die robotische Raumsonde Rosetta der ESA umkreiste den Kometen C67/P Tschurjumow-Gerassimenko ab Mitte 2014 bis letzten Freitag, als sie nach einer unglaublich erfolgreichen Mission wie geplant auf der Oberfläche abgesetzt und abgeschaltet wurde. Neben vielen beachtlichen wissenschaftlichen Leistungen versteht die Menschheit dank Rosetta nun besser, wie Kometen strahlen auf Kometen entstehen, wenn sie sich der Sonne nähern.

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Polarlicht über White-Dome-Geysir

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Bildcredit und Bildrechte: Robert Howell

Beschreibung: Manchmal brechen Himmel und Erde zugleich aus. Vor wenigen Jahren brachen unerwartet farbige Polarlichter aus. Am Horizont traten grüne Polarlichter auf, und hoch oben strahlten prächtige Bänder aus roten Polarlichtern. Der helle Mond beleuchtete den Vordergrund dieser pittoresken Szene. Weit entfernt waren vertraute Sterne zu sehen. Ein gewissenhafter Astrofotograf schoss mit Planung dieses Bildmosaik im Gebiet des White-Dome-Geyirs im Yellowstone-Nationalpark im Westen der USA. Kurz nach Mitternacht brach tatsächlich White Dome aus und sprühte einen viele Meter hohen Strom aus Wasser und Dampf in die Luft. Geysirwasser wird durch glühendes Magma mehrere Kilometer unterhalb zu Dampf erhitzt und steigt durch Felsspalten zur Oberfläche auf. Etwa die Hälfte aller bekannten Geysire befinden sich im Yellowstone-Nationalpark. Der geomagnetische Sturm, der diese Polarlichter erzeugte, ist zwar inzwischen vorüber, doch der White-Dome-Geysir bricht weiterhin alle 30 Minuten aus.

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Rosettas Abschied

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Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Die Raumsonde Rosetta folgte dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko 786 Tage in geringem Abstand, während er die Sonne umkreiste. Am 30. September 2016 wurde der kontrollierte Zusammenstoß der Raumsonde mit der Kometenoberfläche durch den Verlust des Sondensignals bestätigt. Dies ist eines der Bilder, die beim letzten Abstieg fotografiert wurden. Diese hoch aufgelöste Aussicht blickt über die schroffe Landschaft des Kometen. Die Szene zeigt etwas mehr als 600 Meter und wurde fotografiert, als Rosetta ungefähr 16 Kilometer von der Kometenoberfläche entfernt war. Rosettas Abstieg zum Kometen beendete die Betriebsphase einer inspirierenden Forschungsmission im Weltraum. Rosetta brachte eine Landesonde zur Oberfläche einer der ursprünglichsten Welten im Sonnensystem und beobachtete aus nächster Nähe, wie ein Komet sich verändert, wenn er der intensiver werdenden Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Die Entscheidung zur Beendigung der Mission auf der Kometenoberfläche wurde getroffen, weil seine Bahn den Kometen nun in die dämmrigen Bereiche jenseits von Jupiter führt, wo die Raumsonde aus Mangel an Energie nicht mehr bedient werden könnte. Außerdem berücksichtigten die Missionsbetreiber, dass die Sonne sich in nächster Zeit der Sichtlinie zwischen Erde und Rosetta nähert. Dadurch wäre die Funkverbindung immer schlechter geworden.

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