Der Mensch als Raumschiff

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Weltraumbild-Credit: NASA, ESA, Hubble und J. Maiz-Apellániz (IAA); Danksagung: D. De Martin; Menschenbildcredit: Charis Tsevis; Komposition: R. J. Nemiroff

Beschreibung: Sie sind ein Raumschiff, das durchs Universum fliegt, genauso wie Ihr Hund. Wir alle besitzen im Laufe unseres Lebens Billionen Mikroorganismen. Diese Scharen an Bakterien, Pilzen und Archaeen haben eine andere DNS als Sie. Ihre Schiffskollegen, die kollektiv als Mikrobiom bezeichnet werden, sind Ihren Zellen zahlenmäßig überlegen. Ihre Besatzungsmitglieder bilden Gemeinschaften, helfen Essen zu verdauen, heuern in Kriegen gegen Eindringlinge an und pendeln manchmal auf einer flüssigen Autobahn von einem Ende Ihres Körpers zum anderen. Viel von dem, was Ihr Mikrobiom tut, ist jedoch nicht bekannt. Sie sind der Kapitän, doch wenn Sie zur Besatzung nett sind, erlaubt Ihnen das vielleicht, mehr von Ihrem lokalen Kosmos zu erforschen.

Perseiden 2016: Album 1 und Album 2
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Das Schlüsselloch im Carinanebel

Braune dicht gewebte Staubwolken ballen sich vor einem blau leuchtenden Hintergrund.

Bildcredit: NASA, Hubble-Vermächtnis (AURA/STScI)

Beschreibung: Der dunkle Schlüssellochnebel verdankt seinen Namen der ungewöhnlichen Form. Dieses klassische Bild des Weltraumteleskops Hubble zeigt das verschlungene Schlüsselloch. Es ist eine kleine Region im größeren Carinanebel. Viele masse- und energiereichen Sterne im Carinanebel formen mit Winden und Strahlung drastische dunkle Staubknoten und komplexe Strukturen.

Besonders die Form der linken oberen Staubwolke im Schlüssellochnebel regt die menschliche Phantasie an. Sie erinnert an einen Superhelden, der mit erhobenem Arm durch eine Wolke fliegt. Sie hat eine gerettete Person im Schlepptau. Die Region ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Sie befindet sich am Südhimmel des Planeten Erde. Der sterbende Stern Eta Carinae außerhalb des Bildrandes erzeugte den Schlüssellochnebel. In seinen letzten Jahrhunderten neigt Eta Carinae zu gewaltigen Ausbrüchen.

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Perseïden von Torralba del Burgo

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Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Beschreibung: Letzte Nacht regneten Perseïden auf den Planeten Erde. Dieses Jahr erzeugte der Staubstrom des periodischen Kometen Swift-Tuttle einen erstaunlich aktiven Schauer heller kosmischer Streifen. Auf dieser 25 Sekunden belichteten Aufnahme wird eine leuchtende Perseïdenspur – schnell und farbenprächtig mit einer kleinen Explosion am Ende – von Nachthimmelsbeobachtern in Torralba del Burgo (Soria, Spanien) beobachtet. Eine zweite, blassere Meteorspur erscheint weit unter der ersten. Wenn man beide verlängert, schneiden sie sich im Radianten des Meteorstroms über den helleren Sternen des heroischen Sternbildes Perseus. Obwohl die Aktivität des Meteorstroms abnimmt, blitzen auch in den kommenden Tagen nachts Perseïden auf. Wenn Sie jedoch nicht hinausgehen und hinaufblicken, werden Sie keine sehen.

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Der Osterhase kommt zu NGC 4725

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Bildcredit und Bildrechte: Bob English

Beschreibung: Er wurde von ihrem Entdeckerteam „Osterhase“ genannt, heißt offiziell Makemake und ist der zweithellste Zwergplanet des Kuipergürtels. Die eisige Welt erscheint zweimal auf diesem astronomischen Bild, das auf Daten vom 29. und 30. Juni der hellen Spiralgalaxie NGC 4725 basiert. Makemake ist mit kurzen roten Linien markiert, seine Position wandert im Lauf von zwei Nächten entlang einer fernen Bahn durch das Sichtfeld eines selbst gebauten Teleskops. Makemake befand sich an diesen Tagen fast in der Sichtlinie zur Spiralgalaxie im Sternbild Coma Berenices und war etwa 52,5 Astronomische Einheiten oder 7,3 Lichtstunden entfernt. NGC 4725 ist mehr als 100.000 Lichtjahre groß und 41 Millionen Lichtjahre entfernt. Man weiß nun von Makemake, dass er mindestens einen Mond hat. NGC 4725 ist eine berühmte einarmige Spiralgalaxie.

Schau hinauf! Der Perseiden-Meteorstrom
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Perseïd, Polarlicht und leuchtende Nachtwolken

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Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Der Nachthimmel über Nordschweden kann im August reizende Ansichten bieten. Drei sind auf dieser schönen Nordhimmelslandschaft mit Blick zum Großen Wagen zu sehen, das Bild wurde von 12. auf 13. August letzten Jahres fotografiert. Obwohl leuchtende Nachtwolken sich in dieser Jahreszeit schon vom Nordhimmel zurückziehen, hängen welche über dem Horizont – sie bestehen aus Eis, das in extremer Höhe auf Meteorstaub kondensiert. Hier wurden sie unter der frühen Erscheinung eines hübschen, grünen Polarlichtbandes fotografiert, das ebenfalls am Rand des Weltraums leuchtet. Der Blitz eines Meteors nahe dem Höhepunkt des jährlichen Perseidenstroms unterstreicht die Szene. Der Perseidenstrom dieses Jahr erreicht in den kommenden Tagen seinen Höhepunkt und bietet eine neue Gelegenheit für einen Nachthimmelsfotografen-Hattrick.

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Kollidierende Galaxien in Stephans Quintett

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, NASA, ESA; Bearbeitung und Bildrechte: Jose Jimenez Priego

Beschreibung: Wird eine dieser Galaxien überleben? Die beiden Spiralen von NGC 7318 kollidieren – man könnte es Halbfinale eines galaktischen Ausscheidungsturniers nennen. Dieses Bild entstand aus Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble. Wenn Galaxien zusammenstoßen, können viele Dinge passieren: Gravitationsbedingte Verzerrung, Gas wird verdichtet, was zu Sternbildungsschüben führt, und schließlich verschmelzen die beiden Galaxien zu einer. Da die beiden Galaxien zu Stephans Quintett gehören, findet in den nächsten Milliarden Jahren eine Schlussrunde mit kämpfenden Galaxien statt, mit dem wahrscheinlichen Ergebnis vieler verstreuter Sterne und einer riesigen Galaxie. Es ist gut möglich, dass die übrig bleibende Galaxie nicht leicht als eine der galaktischen Ursprungsbestandteile erkennbar sein wird. Stephans Quintett war die erste Galaxiengruppe, die als solche erkannt wurde, es ist zirka 300 Millionen Lichtjahre entfernt und mit einem mittelgroßen Teleskop im Sternbild des geflügelten Pferdes (Pegasus) zu sehen.

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Mars in größter Nähe

Vor der von Kratern übersäten Oberfläche des Mondes, der rechts unten ins Bild ragt, sind 9 Bilder des Mars aufgereiht. Das erste links ist vom 13. Jänner, das letzte rechts vom 20. Dezember. Das mittlere Bild entstand bei der größten Annäherung und ist am größten.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: Wann erscheint Mars am größten? Wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne innen an Mars vorbeizieht, sind Sonne, Erde und Mars kurz in einer Reihe ausgerichtet. Diese Ausrichtung nennt man Opposition.

Das Bild zeigt die Marsopposition dieses Jahres und wie Mars dieses Jahr später aussehen wird. Eigentlich ändert sich die scheinbare Größe des Mars stetig. Die monatlichen Größensprünge sind anschaulicher.

In den ersten Monaten des Jahres blickt man aus relativ großer Entfernung und aus einem sehr seitlichen Winkel von der Erde zum Mars. Daher wirkt Mars klein und seine Phase nicht voll, sondern zu drei Vierteln beleuchtet. Im Laufe der Monate wird Mars immer größer und voller. Der Tag, an dem Mars der Erde am nächsten stand – in Opposition – war der 22. Mai. Im Juni war die Erde innen an Mars vorbeigezogen, und ein Teil der anderen Marsseite war abgeschattet.

Mars wird gegen Ende des Jahres 2016 immer kleiner. Selbst wenn ihr den Mars von der Erde aus die ganze Zeit auf seiner Bahn beobachten, zeigt er nie eine Sichelphase.

Hinweis: Das ursprünglich hier gezeigte Video wurde entfernt.
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Perseïden über dem Mount Shasta

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Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, lautet die gezielte Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Deshalb ist der Meteorstrom, der Ende dieser Woche seinen Höhepunkt erreicht, als die Perseïden bekannt – die Meteore scheinen allesamt aus einem Radianten im Perseus zu kommen. Was jedoch den Ursprungskörper betrifft, stammen die sandgroßen Teile, welche die Perseïdenmeteore ausmachen, vom Kometen Swift-Tuttle. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und der Teil der Bahn, welcher der Erde nahekommt, liegt vor Perseus. Wenn die Erde diese Bahn kreuzt, erscheint der Radiant der fallenden Teile deshalb im Perseus. Dieses Kompositbild mit mehr als 60 Meteoren des Perseïden-Meteorstroms vom letzten Jahr zeigt viele helle Meteore, die über den Mount Shasta in Kalifornien (USA) zogen. Dieses Jahr versprechen die Perseïden, der beste Meteorstrom des Jahres zu werden.

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