M27: Kein Komet

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Bildcredit und Bildrechte: Francesco di Biase

Beschreibung: Während er am Himmel des 18. Jahrhunderts in Frankreich Kometen jagte, erstellte der Astronom Charles Messier eifrig eine Liste an Dingen, die er fand, und die mit Sicherheit keine Kometen waren. Hier ist Nummer 27 seiner inzwischen berühmten Keine-Kometen-Liste. Astronomen des 21. Jahrhunderts würden ihn als planetarischen Nebel bezeichnen, aber er ist auch kein Planet, obwohl er in einem kleinen Teleskop rund und planetenähnlich aussieht. Messier 27 (M27) ist ein ausgezeichnetes Beispiel eines gasförmigen Emissionsnebels, der entstand, als der nukleare Brennstoff eines sonnenähnlichen Sterns zur Neige ging. Der Nebel entsteht, während die äußeren Schichten des Sterns abgestoßen werden, wobei Atome ein sichtbares Leuchten erzeugen, indem sie vom intensiven, aber unsichtbaren Ultraviolettlicht des sterbenden Sterns angeregt werden. Die schöne, symmetrische interstellare Gaswolke mit dem landläufigen Namen Hantelnebel ist mehr als 2,5 Lichtjahre groß und ungefähr 1200 entfernt im Sternbild Fuchs (Vulpecula). Dieses eindrucksvolle Farbkomposit betont Details der gut untersuchten Zentralregion und blassere, selten abgebildete Strukturen im äußeren Hof des Nebels. Es vereinigt Breit- und Schmalbandbilder, die mithilfe von Filtern fotografiert wurden, welche die Emissionen von Schwefel-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen aufzeichnen.

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Zentral-Cygnus-Himmelslandschaft

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Bildcredit und Bildrechte: Paul C. Swift

Beschreibung: Diese schöne Himmelslandschaft wurde in kosmischen Pinselstrichen aus leuchtendem Wasserstoff gemalt und entfaltet sich über der Ebene unserer Milchstraße und dem Zentrum des nördlichen Sternbildes Schwan (Cygnus). Das gezeigte Bild umfasst zirka sechs Grad. Der helle Überriese Gamma Cygni (Sadr) links oberhalb der Bildmitte liegt im Vordergrund der komplexen Gas- und Staubwolken und dicht gedrängten Sternfelder. Links von Gamma Cygni liegt IC 1318, dieser ist wie zwei leuchtende Flügel geformt, die durch eine lange, dunkle Staubbahn getrennt sind, ihr volkstümlicher Name lautet verständlicherweise Schmetterlingsnebel. Der kompakte helle Nebel rechts unten ist NGC 6888, der Sichelnebel. Die Entfernung von Gamma Cygni beträgt ungefähr 750 Lichtjahre, während Schätzungen für IC 1318 und NGC 6888 von 2000 bis 5000 Lichtjahren reichen.

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Ankündigung des Kometen Catalina

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Bildcredit und Bildrechte: Ian Sharp

Beschreibung: Wird Komet Catalina mit bloßem Auge sichtbar? Angesichts der Unberechenbarkeit von Kometen kann das niemand mit Sicherheit sagen, doch es sieht nach einer lohnenden Wette aus. Der Komet wurde 2013 durch Beobachtungen der Catalina Sky Survey entdeckt. Seit damals wurde Komet C/2013 US10 (Catalina) stetig heller und erreichte schon mehr als die 8. Größenklasse, somit ist er mit Fernglas und auf Langzeitbelichtungen sichtbar. Während der Komet sich weiterhin dem inneren Sonnensystem nähert, wird er sicherlich weiterhin größer, irgendwann im Oktober ist er vielleicht schon ein Objekt fürs bloße Auge, seinen Höhepunkt erreicht er Ende November. Der Komet verweilt bis Mitte Dezember vorwiegend am Himmel der Südhalbkugel, dann wandert er auf seiner sehr steilen Bahn schnell zum Nordhimmel. Oben wurde Komet Catalina letzte Woche abgebildet, als er eine grüne Koma und zwei wachsende Schweife zur Schau stellte.

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Andromeda geht über den Alpen auf

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Bildcredit und Bildrechte: Matteo Dunchi

Beschreibung: Haben Sie schon einmal die Andromedagalaxie gesehen? M31 sieht mit bloßem Auge wie ein blasser, verschwommener Klecks aus, doch das Licht, das Sie sehen, ist mehr als zwei Millionen Jahre alt und somit wahrscheinlich das älteste Licht, das Sie je direkt sehen werden. Andromeda geht derzeit in mittleren nördlichen Breiten wenige Stunden nach Sonnenuntergang auf, doch jede Nacht etwas früher, und ab September ist sie für nördliche Beobachter die ganze Nacht sichtbar. Das dargestellte Bild zeigt Andromedas Aufgang letzten Monat über den italienischen Alpen. Es ist toll, diese Nachbargalaxie unserer Milchstraße mit eigenen Augen zu sehen, doch Fotografien mit langer Belichtungszeit bringen viele zarte, atemberaubende Details zum Vorschein. Aktuelle Daten lassen den Schluss zu, dass unsere Galaxis, die Milchstraße, in wenigen Milliarden Jahren mit der etwas größeren Andromedagalaxie kollidieren und verschmelzen wird.

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M1: Der Krebsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU)

Beschreibung: Dieses Chaos bleibt übrig, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel, das Ergebnis einer Supernova, die 1054 zu beobachten war, ist voller rätselhafter Fasern. Diese Fasern sind nicht nur ungemein komplex, sondern scheinen auch weniger Masse zu besitzen, als bei der Supernova ausgestoßen wurde, sowie eine höhere Geschwindigkeit, als man bei einer freien Explosion erwarten würde. Das gezeigte Bild, das mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert wurde, ist in drei Farben dargestellt, die aus wissenschaftlichem Interesse gewählt wurden. Der Krebsnebel ist etwa 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar – ein Neutronenstern, der so massereich ist wie die Sonne, aber nur die Größe einer kleinen Stadt besitzt. Der Krebspulsar rotiert ungefähr 30-mal pro Sekunde um seine eigene Achse.

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Perihel-Annäherung

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Bildcredit: ESA / Rosetta / MPS für das OSIRIS-Team; MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Dieser dramatische Ausbruch auf dem Kern des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ereignete sich am 12. August wenige Stunden vor dem Perihel – seiner größten Annäherung an die Sonne. Die Periheldistanz dieses periodischen Kometen, der alle 6,45 Jahre einen Orbit um die Sonne vollendet, beträgt ungefähr 1,3 Astronomische Einheiten (AE), damit ist er noch außerhalb der Bahn des Planeten Erde (bei 1 AE). Das nüchterne Bild des 4 Kilometer großen zweilappigen Kerns mit hellem Sonnenlicht und dunklen Schatten wurde von der Wissenschaftskamera der Raumsonde Rosetta aus einer Entfernung von etwa 325 Kilometern fotografiert. Rosetta ist zu nahe, um den wachsenden Schweif des Kometen ganz zu sehen, behält aber ihren Platz in der ersten Reihe, um zu beobachten, wie der Kern warm und in den nächsten Wochen aktiver wird, wenn urzeitliche Eise auf der Oberfläche sublimieren und Strahlen aus Gas und Staub bilden. Staub aus dem Kern des periodischen Kometen Swift-Tuttle, dessen letzter Periheldurchgang 1992 in einer Entfernung von 0,96 AE stattfand, fiel diese Woche zur Erde.

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Kometenstaub über Enchanted Rock

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Bildcredit und Bildrechte: Jared Tennant

Beschreibung: Staub und Geröll des periodischen Kometen Swift-Tuttle wurden diese Woche vom Planeten Erde aufgefegt. Die winzigen Körnchen verdampfen in der dichten Atmosphäre bei 59 Kilometern pro Sekunde und erzeugten den Strom der Perseiden-Meteore. Während der 20-sekündigen Belichtung wurde ein heller, farbiger Perseiden-Meteorblitz fotografiert. Seine flüchtige Erscheinung war am 12. August nach Mitternacht am mondlosen Himmel über der breiten Granitkuppe des Enchanted Rock State Natural Area in Zentraltexas (USA) zu beobachten. Unter dem Perseiden stehen die Silhouetten von Bäumen vor den am Horizont verstreuten Lichtern und der blassen Milchstraße, die von dunklen Wolken aus interstellarem Staub durchschnitten wird.

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Mondlose Meteore und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Haben Sie den Meteorstrom der Perseiden beobachtet? Der vorhergesagte Höhepunkt des jährlichen Stroms war zwar schon letzte Nacht, trotzdem sollte die Meteoraktivität heute Nacht (13. bis 14. August) andauern. Am besten blickt man nach Mitternacht bei klarem, dunklem Himmel einfach nach oben. Der Neumond am 14. August ist gut für die Beobachtung des Perseidenstroms dieses Jahres. Da der fast neue Mond nicht vor der Morgendämmerung aufgeht, sind bis dahin auch viele blasse Meteore ohne Störung durch helles Mondlichtgut erkennbar. Der Perseiden-Meteorstrom trat zuletzt 2013 nahe Neumond auf. Damals wurden die Fotos, aus denen dieses Bild entstand, auf der Insel Hvar vor der Küste Kroatiens bei dunklem, mondlosem Himmel fotografiert. Das Weitwinkel- Komposit zeigt 67 Meteore, die vom heroischen Sternbild Perseus – dem Radianten des Stroms – ausstrahlen. Die Meteore wurden von 8. bis 14. August 2013 vor einem Hintergrund aus zartem Zodiakallicht und der Milchstraße fotografiert. Der nächste mondlose Perseiden-Meteorstrom ist im August 2018 zu beobachten.

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Milchstraße und explodierender Meteor

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Bildcredit und Bildrechte: André van der Hoeven

Beschreibung: Heute Nacht erreicht der Meteorstrom der Perseiden sein Maximum. Körnchen aus eisigem Gestein ziehen über den Himmel, während sie bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre verdampfen. Diese Körnchen sind vom Kometen Swift-Tuttle abgefallen. Die Perseiden treten auf, wenn die Erde jedes Jahr die Bahn des Kometen Swift-Tuttle kreuzt. Sie sind einer der aktivsten Meteorströme des Jahres. Bei jedem Meteorstrom ist es schwierig, seine Aktivität vorherzusagen, doch Sie können bei klarem, dunklem Himmel etwa einen Meteor pro Minute sehen. Die Perseiden dieses Jahres treten knapp vor Neumond auf, daher sind am relativ dunklen Himmel wahrscheinlich sogar sehr schwache Meteore sichtbar. Meteorströme betrachtet man am besten in entspannter Position an einem dunklen Ort. Der hier abgebildete Meteor wurde vor etwa zwei Wochen über Österreich fotografiert, als er gerade in der Nähe unserer Milchstraße explodierte.

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Blue Moon über der Antarktis

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Bildcredit und Bildrechte: LI Hang

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Hof um den Mond gesehen? Solche 22-Grad-Ringe um den Mond – verursacht durch Eiskristalle, die durch die Erdatmosphäre sinken – sind relativ selten. Gut, aber haben Sie schon einmal einen Blue Moon gesehen? Laut der modernen Definition eines „blauen Mondes“ – der zweite Vollmond in einem Kalendermonat – ist dieser ebenfalls selten. Die oben dargestellte Erscheinung ist somit doppelt selten – ein Hof um einen „blauen Mond“. Dieses Bild wurde Ende des letzten Monats bei der Zhongshan-Station in der Antarktis fotografiert. Im Vordergrund sind ein Stromaggregat und ein Schneemobil zu sehen. Was wie Sterne im Hintergrund aussieht, sind beleuchtete Schneeflocken in der Nähe der Kamera.

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Dreiergruppe im Schützen

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Bildcredit und Bildrechte: Christian vd Berge (DSLR Astrophotograhy)

Beschreibung: Diese drei hellen Nebel werden bei Teleskopbesichtigungen im Sternbild Schütze und den überfüllten Sternfeldern der zentralen Milchstraße oft gezeigt. Charles Messier, ein kosmischer Tourist aus dem 18. Jahrhundert, katalogisierte zwei davon: M8, den großen Nebel links neben der Mitte und den farbenprächtigen M20 rechts. Der dritte, NGC 6559, liegt über M8 und ist durch eine dunkle Staubbahn mit dem größeren Nebel verbunden. Alle drei sind etwa 5000 Lichtjahre entfernte Sternkrippen. Der ausgedehnte, mehr als 100 Lichtjahre große M8 ist auch als Lagunennebel bekannt. Der beliebte Spitzname von M20 ist Trifid. Leuchtender Wasserstoff erzeugt die markante rote Farbe der Emissionsnebel, die kontrastierenden blauen Farbtöne, die im Trifid am auffälligsten sind, stammen von Staub, der Sternenlicht reflektiert. Die farbenprächtige Himmelslandschaft wurde mit Teleskop und Digitalkamera fotografiert und zeigt auch einen von Messiers offenen Sternhaufen, M21, knapp über dem Trifid.

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