Simeis 147: Supernovaüberrest

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Man verliert leicht die Orientierung, wenn man den verschlungenen Fasern auf diesem detailreichen Mosaikbild des blassen Supernovaüberrests Simeis 147 (S147) folgt. Er ist auch als Sh2-240 katalogisiert und bedeckt am Himmel fast 3 Grad oder 6 Vollmonde. In der geschätzten Entfernung der der stellaren Trümmerwolke von 3000 Lichtjahren sind das etwa 150 Lichtjahre. Der helle Stern Elnath (Beta Tauri), der das Bild rechts verankert, ist an der Grenze zwischen den Sternbildern Stier (Taurus) und Fuhrmann (Auriga) zu sehen – am Himmel des Planeten Erde fast exakt auf der entgegengesetzten Seite des galaktischen Zentrums. Dieses scharfe Kompositbild entstand aus Bilddaten, die mit einem Schmalbandfilter fotografiert wurden, um die Emissionen von Wasserstoffatomen zu zeigen, die das erschütterte leuchtende Gas nachzeichnen. Der Supernovaüberrest ist etwa 40.000 Jahre alt, somit erreichte das Licht der massereichen Sternexplosion die Erde vor etwa 40.000 Jahren. Doch der sich ausdehnende Überrest ist nicht die einzige Auswirkung. Die kosmische Katastrophe hinterließ auch einen rotierenden Neutronenstern oder Pulsar – alles, was vom Kern des ursprünglichen Sterns übrigbleibt.

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Der kugelförmige planetarische Nebel Abell 39

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, University of Arizona

Beschreibung: Abell 39, eine geisterhafte Erscheinung, ist ein auffallend einfacher, kugelförmiger Nebel mit einem Durchmesser von etwa fünf Lichtjahren. Die kosmische Kugel, die innerhalb unserer Milchstraße liegt, befindet sich grob geschätzt 7000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Herkules. Abell 39 ist ein planetarischer Nebel, der entstand, als ein einst sonnenähnlicher Stern im Laufe von Tausenden Jahren seine äußere Atmosphäre abstieß. Der Zentralstern des Nebels, der immer noch sichtbar ist, entwickelt sich zu einem heißen weißen Zwerg. Auch wenn er ein blasser Nebel ist, hat sich seine einfache Geometrie als glücklicher Zufall für die Astronomen erwiesen, welche die chemische Zusammensetzung und die Lebenszyklen von Sternen erforschen. Auf diesem detailreichen Bild, das bei dunklem Nachthimmel fotografiert wurde, sind sehr ferne Hintergrundgalaxien zu finden – einige sind direkt durch den Nebel hindurch zu sehen.

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Die Schachbrettillusion

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Bildcredit: Edward H. Adelson, Wikipedia

Beschreibung: Haben die Flächen A und B die gleiche Farbe? Ja! Um das zu prüfen, schieben Sie entweder den Mauspfeil über das Bild oder klicken Sie hier, um sie verbunden zu sehen.

Die obige optische Täuschung, die als Schachbrett-Illusion bezeichnet wird, veranschaulicht, dass von Menschen gemachte Beobachtungen in der Wissenschaft mehrdeutig oder ungenau sein können. Sogar eine scheinbar so unmittelbare Wahrnehmung wie relative Farbe.

Ähnliche optische Täuschungen gibt es am Himmel, etwa die Größe des Mondes nahe dem Horizont oder die scheinbaren Formen astronomischer Objekte. Das Aufkommen automatisierter, reproduzierbarer Messvorrichtungen wie CCDs machte die Wissenschaft allgemein und besonders die Astronomie weniger anfällig für, wenn auch nicht frei von menschlich verzerrten Täuschungen.

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Im Herzen Orions

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Credit: Bilddaten – Hubble Legacy Archive, Bearbeitung – Robert Gendler

Beschreibung: Nahe der Mitte dieses scharfen kosmischen Porträts, im Herzen des Orionnebels, befinden sich vier heiße, massereiche Sterne, die als das Trapez bekannt sind. Sie befinden sich in einer Region mit einem Radius von etwa 1,5 Lichtjahren und prägen das Innerste des dichten Orionnebel-Sternhaufens. Ultraviolette ionisierende Strahlung der Trapezsterne, die vorwiegend vom hellsten Stern Theta 1 Orionis C stammt, liefert die Energie für das sichtbare Leuchten der gesamten komplexen Sternbildungsregion. Der Orionnebel-Haufen ist etwa drei Millionen Jahre alt. Er war in seinen jüngeren Jahren sogar noch kompakter, und eine aktuelle dynamische Untersuchung lässt darauf schließen, dass außer Kontrolle geratene Sternkollisionen in einem früheren Zeitalter ein schwarzes Loch mit mehr als 100 Sonnenmassen gebildet haben könnten. Das Vorhandensein eines schwarzen Loches innerhalb des Haufens könnten die beobachteten hohen Geschwindigkeiten der Trapezsterne erklären. Bei der Entfernung des Orionnebels von etwa 1500 Lichtjahren wäre dieses das der Erde nächstgelegene schwarze Loch, das wir kennen.

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Polarlicht und Feuerkugel über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Ole C. Salomonsen (Arctic Light Photo)

Beschreibung: Was passiert hinter diesem Berg? Ein Zusammentreffen verschiedener Himmelsspektakel. Eines Nachts Mitte September in der Nähe von Tromsø in Norwegen waren rote Polarlichter in großer Höhe zu sehen, die auf eine Art durch tiefer liegende grüne Polarlichter schimmerten, dass ein auffälliges, irgendwie ungewöhnliches violettes Leuchten entstand. Plötzlich blitzte am Himmel die hellste Feuerkugel auf, die Astrofotografen je gesehen haben, als ein kleiner Kiesel aus dem All gewaltsam in die Erdatmosphäre eindrang. Das Leuchten erhellte den fernen Gipfel, der als Otertinden in den Lyngenalpen bekannt ist. Der helle Meteor, der zufällig hinter dem gleichen Berg verschwand, spiegelte sich auch im Fluss Signalelva im Vordergrund. Obwohl Sie sich vielleicht glücklich schätzen würden, entweder ein Polarlicht oder einen hellen Meteor zu sehen, wurden schon mehrmals zuvor Bilder mit beidem fotografiert.

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NGC 7293 – Der Helixnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: An die siebenhundert Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Wassermann (Aquarius) stirbt ein sonnenähnlicher Stern. In den letzten wenigen Tausend Jahren entstand der Helixnebel (NGC 7293), ein gut erforschtes und nahe gelegenes Beispiel eines planetarischen Nebels und typisch für dieses Endstadium der Sternentwicklung. Insgesamt 58 Stunden Belichtungszeit wurden aufgewendet, um diese detailreiche Ansicht des Nebels zu erstellen. Durch die Darstellung von Schmalbanddaten in den Emissionslinien von Wasserstoffatomen in Rot und Sauerstoffatomen in blaugrünen Farbtönen zeigt es bemerkenswerte Details in der helleren inneren Region der Helix mit einem Durchmesser von etwa 3 Lichtjahren, macht aber auch die blasseren äußeren Halostrukturen sichtbar, mit denen der Nebel einen Durchmesser von weit über sechs Lichtjahren hat. Der weiße Punkt in der Mitte der Helix ist der heiße Zentralstern dieses Nebels. Der Helixnebel sieht auf den ersten Blick einfach aus, es stellte sich jedoch heraus, dass er eine überraschend komplexe Geometrie besitzt.

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Ziegenpolarlicht über Grönland

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Manchmal kann man kaum glauben, was man am Himmel sieht. Während der SheliosExpedition Ende August nach Grönland sahen sogar Veteranen der Himmelbeobachtung so farbenprächtige, sich so schnell ändernde Polarlichter mit so ungewöhnlichen Formen, dass sie mit nichts vergleichbar waren, was sie jemals beobachtet hatten.

Als sich die ständig verändernden Polarlichter entfalteten, breiteten sich riesige Gebilde über den Himmel aus und mutierten von einer vertrauten Form zur nächsten, zum Beispiel etwas, das wie der Kopf einer Ziege aussah (oben zu sehen), der Kopf eines Elefanten, ein seltsamer Komet mit grünem Schweif oder Finger einer himmlischen Hand.

Sogar ohne Polarlicht wäre der Himmel denkwürdig gewesen – wegen dem gewölbten Band unserer Galaxis, der Milchstraße und dem interessanten Sternenfeld, den Nebeln und Galaxien. Ein im Vordergrund stehendes Bauernhaus in Tasiusaq (Kommune Kujalleq, Grönland) bildet einen Kontrast dazu. Das Shelios-Projekt dient nicht nur der Beobachtung von Polarlichtern, es soll auch Studenten eine Wissenschaftskarriere schmackhaft machen.

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Ein urzeitliches Bachufer auf dem Mars

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Frische Hinweise eines urzeitlichen Baches wurden gefunden. Der Roboter-Rover Curiosity fuhr über ungewöhnliche Oberflächenmerkmale, die eine starke Ähnlichkeit mit Bachbetten auf der Erde haben. Im obigen Bild ist zum Beispiel ein kleines, überhängendes Felsband zu sehen, das ziemlich wahrscheinlich durch Wassererosion unterhalb entstand. Die Struktur des Gesteinvorsprungs scheint ein Konglomerat aus Sedimenten zu sein – getrocknete Überreste vieler kleiner Steinchen, die zusammenkleben. Unter dem Felsband liegen zahllose kleine Kiesel, die vielleicht geglättet wurden, als sie im und um den einst fließenden Strom rollten. Die Kiesel im Bachbett fielen wahrscheinlich dorthin, als das Ufer ausgehöhlt wurde. Rechts oben ist ein größerer Stein eingekreist, der vielleicht ebenfalls durch die Wassererosion geglättet wurde. Curiosity entdeckte auf dem Weg zu seinem aktuellen Aufenthaltsort, wo er das ungewöhnliche Zusammentreffen drei verschiedener Landschaftsarten untersucht, mehrere Hinweise auf getrocknete Bachbetten auf dem Mars.

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Vorstellung des Kometen ISON

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Bildcredit und Bildrechte:  Ligustri Rolando

Beschreibung: Kann dieser blasse Punkt heller werden und zu einem der hellsten Kometen werden, die je beobachtet wurden? Ja, das ist möglich. Der Komet könnte aber genauso gut zerbrechen, wenn er sich der Sonne nähert, oder nur mäßig aufhellen. Himmelsfreunde auf der ganzen Welt sind jedoch sehr begeistert von den optimistischeren Schätzungen – dass der neu entdeckte C/2012 S1 (ISON) Ende 2013 einen spektakulären Schweif entwickeln oder für kurze Zeit fast die Helligkeit des Vollmondes erreichen könnte. Der Komet ISON ist derzeit sehr blass, aber mit einer scheinbaren Helligkeit von 18 mag im obigen Bild gerade noch sichtbar. Er wurde erst vor wenig mehr als einer Woche in Russland von Vitali Nevski (Weißrussland) und Artyom Novichonok (Russland) entdeckt und wandert derzeit zwischen den Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn in Richtung Sonne. Anfang Oktober 2013 wird er sehr nahe am Mars vorbeiwandern und vielleichtbar für die Rover und die Raumsonden in seiner Umlaufbahn sichtbar sein. Der Komet ISON dürfte mit seinem Kurs den Status eines Sonnenstreifers erlangen, da er Ende November 2013 weniger als einen Sonnendurchmesser entfernt über der Sonnenoberfläche vorbeiziehen wird. Was von ihm übrig bleibt, zieht dann Ende Dezember 2013 sehr knapp an der Erde vorbei. Astronomen auf der ganzen Welt verfolgen diesen großen, schmutzigen Schneeball sehr genau, um seinen Aufbau besser zu verstehen und einschätzen zu können, wie er sich im Lauf der nächsten 15 Monate entwickeln könnte.

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