Atlantis-Reflexion

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Bildcredit: NASA, Bill Ingalls

Beschreibung: Der Spaceshuttle-Orbiter Atlantis verließ den Planeten Erde am Freitag, 8. Juli, und brach mit Mission STS-135 zur Internationalen Raumstation auf. Der bedeutsame Start war der letzte in der 30jährigen Geschichte des Spaceshuttle-Programms der NASA, das mit dem Start des ersten wiederverwendbaren Raumfahrzeugs am 12. April 1981 begann. Auf diesem besinnlichen Bild vor dem Start vom 7. Juli steht die Atlantis nach dem Rollback der drehbaren RSS-Wartungsbühne am frühen Abend am vertrauten Punkt der Startrampe 39A des Kennedy-Raumfahrtzentrums. Zu den historischen Reisen der Atlantis in die Umlaufbahn gehören eine Wartungsmission des Weltraumteleskops Hubble, das Aussetzen von Magellan, Galileo und des Gammastrahlen-Observatoriums Compton sowie sieben Flüge zur russischen Raumstation Mir. Atlantis, die voraussichtlich am Sonntag noch einmal an die Internationale Raumstation andocken wird, hat ihre 33. und letzte Reise in die Umlaufbahn angetreten.

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Saturnsturm-Panoramen

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Diese faszinierenden Panoramen zeigen einen bemerkenswerten riesigen Sturm, der die Nordhalbkugel des Ringplaneten Saturn umkreist. Die immer noch aktiven, trüben Sturmwolken wurden am 26. Februar von der Raumsonde Cassini im nahen Infrarot festgehalten und zu hoch aufgelösten Falschfarbenmosaiken zusammengefügt. Der mächtige Sturm, der Ende letzten Jahres von Amateurastronomen als markanter heller Punkt zu sehen war, als Saturn am Morgenhimmel auftauchte, hat enorme Ausmaße erreicht. Seine Nord-Süd-Ausdehnung beträgt fast 15.000 Kilometer, und er umfasst nun etwa 300.000 Kilometer um die gesamte Nordhalbkugel des Gasriesen. Die Panoramen, die etwa im Lauf eines Saturntages (11 Stunden) aufgenommen wurden, zeigen links den Kopf des Sturmes und umfassen etwa 150 Längengrade. Der intensive Sturm, der auch eine Quelle von Radiogeräuschen ist, die von Blitzen stammen, könnte mit der Veränderung der Jahreszeit zusammenhängen, da auf Saturns Nordhalbkugel der Frühling beginnt.

Heute: Der letzte Countdown
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Arp 78: Merkwürdige Galaxie im Widder

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: Die merkwürdige Spiralgalaxie Arp 78 liegt innerhalb der Grenzen des eigenwilligen Sternbildes Widder (Aries), etwa 100 Millionen Lichtjahre hinter den Sternen und Nebeln unserer Galaxis, der Milchstraße. Das Inseluniversum ist auch als NGC 772 bekannt, hat einen Durchmesser von mehr als 100.000 Lichtjahren und besitzt auf diesem detailreichen kosmischen Porträt einen einzelnen, markanten äußeren Spiralarm. Ihre hellste Begleitgalaxie, die kompakte NGC 770, liegt rechts über der größeren Spirale. Die unscharfe, elliptische Erscheinung von NGC 770 steht in einem Kontrast zu den gezackten Milchstraßensternen im Vordergrund mit den gleichen, gelblichen Farbtönen. Der große Spiralarm von Arp 78 folgt beeindruckenden Staubspuren und ist von jungen, blauen Sternhaufen gesäumt. Wahrscheinlich entstand er durch Gezeiten-Wechselwirkung. Zarte Ströme aus Materie scheinen Arp 78 mit ihren nahen Begleitgalaxien zu verbinden.

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Sonnenaufgang über Tycho

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Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Der Zentralberg des Kraters Tycho wirft beim örtlichen Sonnenaufgang über dieser spektakulären Mondlandschaft einen langen, dunklen Schatten. Diese dramatische, schräge Ansicht wurde am 10. Juni vom Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen. Mit Felsbrocken übersäte Ahänge und gezackte Schatten sind auf der am höchsten aufgelösten Version mit 1,5 Metern pro Bildpunkt unglaublich detailreich dargestellt. Der zerfurchte Komplex ist etwa 15 Kilometer breit und entstand durch Anhebung bei dem gewaltigen Einschlag, der vor 100 Millionen Jahren den bekannten Strahlenkrater erzeugte. Der Gipfel des Zentralberges erhebt sich 2 Kilometer über Tychos Kraterboden.

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Der dreieckige Schatten eines riesigen Vulkans

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Warum sieht der Schatten dieses Vulkans wie ein Dreieck aus? Der Vulkan Teide selbst hat keine exakte Pyramidenform, wie sein geometrischer Schatten vermuten lässt. Das Dreiecksschatten-Phänomen beschränkt sich jedoch nicht auf den Teide und ist auch von den Gipfeln anderer großer Berge und Vulkane aus häufig zu beobachten. Ein Hauptgrund für die seltsame, dunkle Form ist, dass der Beobachter die ganze lange Strecke eines Sonnenuntergangs- oder Sonnenaufgangsschattens bis zum Horizont hinunterblickt. Selbst wenn der riesige Vulkan ein perfekter Würfel und der von ihm geworfene Schatten ein langes Rechteck wäre, würde das Rechteck an seinem oberen Ende scheinbar zusammenlaufen, da sich der Schatten bis in weite Ferne erstrecken würde, etwa wie parallele Eisenbahnschienen. Das obige, spektakuläre Bild zeigt im Vordergrund den Krater des Pico Viejo auf Teneriffa, eine der Kanarischen Inseln von Spanien. Der fast volle Mond steht kurz nach der totalen Mondfinsternis im letzten Monat in der Nähe.

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Der Himmel über dem Südlichen Ozean


Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro); Musik: Redmann

Beschreibung: Die Beleuchtung der Wolken und des Himmels ändert sich auf diesem Zeitraffervideo vom Süden Australiens ständig. Im Vordergrund sind Szenen über einer felsigen Küste am Südlichen Ozean zu sehen. Dunkle Wolken fließen manchmal aus verschiedenen Richtungen über den Himmel und decken gelegentlich das Sternenlicht im Hintergrund ab, dann wiederum lassen sie die Sterne scheinbar aufflackern, wenn sie vorbeiziehen. In der ersten Sequenz mit Blick nach Südwesten ist bei Sonnenuntergang ein fast senkrechtes Band aus Zodiakallicht zu sehen, kurz bevor das Band unserer Galaxis, der Milchstraße, scheinbar im Meer untergeht. Bald ist der ungewöhnlich dunkle Fleck des Kohlensacknebels im Milchstraßenband nahe dem berühmten Kreuz des Südens erkennbar. Später ist bei etwa 2:10 im Video im Südosten der Orion zu sehen, wie er fast senkrecht zu seiner Aufgangsposition am Nordhimmel aufgeht. Die Erstellung des Kompositvideos, das den Wettwewerb STARMUS astrophotography competition gewann, aus Aufnahmen mit mehr als 30 Stunden Belichtung, nahm 2009 und 2010 mehr als ein Jahr Arbeit in Anspruch. Mini-Rätsel: was sind diese Lichter, die am Horizont entlangwandern?

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Alpha Centauri: das nächstgelegene Sternsystem

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Bildcredit: 1-Meter-Schmidt-Teleskop, ESO

Beschreibung: Das der Sonne am nächsten gelegene Sternsystem ist das Alpha-Centauri-System. Von den drei Sternen des Systems ist der dunkelste – Proxima Centauri – der nächste Stern. Die hellen Sterne Alpha Centauri A und B bilden einen engen Doppelstern, da sie nur 23 Erde-Sonne-Distanzen voneinander entfernt sind – wenig mehr als die Entfernung zwischen Uranus und der Sonne. Im obigen Bild überstrahlt die Helligkeit der Sterne das Foto und erzeugt die Illusion eines großen Umfangs, obwohl die Sterne in Wirklichkeit nur kleine Lichtpunkte sind. Das Alpha-Centauri-System ist von einem Großteil der Nordhalbkugel aus nicht sichtbar. Alpha Centauri A, auch als Rigil Kentaurus bekannt, ist der hellste Stern des Sternbildes Centaurus sowie der vierthellste Stern des Nachthimmels. Sirius ist der hellste, obwohl er mehr als zweimal so weit entfernt ist. Durch einen interessanten Zufall ist Alpha Centauri A vom gleichen Sterntyp wie unsere Sonne, was viele zu Spekulationen anregt, ob er Planeten besitzt, welche Leben beherbergen.

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Mond und Venus in der Dämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Die gleißende Venus und ein dünner Sichelmond standen am 30. Juni kurz vor Sonnenaufgang zusammen über dem Osthorizont. Das liebliche Himmelspaar ist auf dieser farbenprächtigen Dämmerungs-Himmelsansicht mit Blick über ein Staubecken nahe Izmir in der Türkei zu sehen. Für manche war die nahe Begegnung als Bedeckung am Tageshimmel zu sehen. Während die Venus sich dem Ende ihres aktuellen Auftritts als Morgenstern des Planeten Erde nähert, verabschiedet sich auch die alte Mondsichel etwa 24 Stunden vor Neumond in der Dämmerung. Tatsächlich ist in zwei Nächten kurz nach Sonnenuntergang ein junger Mond zu sehen. Halten Sie Ausschau nach einem dünnen, sonnenbeleuchteten Band nahe dem Westhorizont, nicht weit vom hellen Planeten Merkur entfernt.

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VAR!

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Credit: E. Hubble, NASA, ESA, R. Gendler, Z. Levay und das Hubble Heritage Team

Beschreibung: Als Edwin Hubble in den 1920er Jahren Fotoplatten des 100-Zoll-Teleskops vom Mount-Wilson-Observatorium untersuchte, bestimmte er die Entfernung des Andromedanebels und wies damit eindeutig die Existenz anderer Galaxien außerhalb der Milchstraße nach. Seine Anmerkungen auf der historischen Platte sind auf dem Einschub unten rechts zu sehen, zusammen mit erdgebundenen Aufnahmen der Region sowie Bildern des Weltraumteleskops Hubble, die fast 90 Jahre später gemacht wurden. Beim Vergleich verschiedener Platten suchte Hubble nach Novae – das sind Sterne, bei denen ein plötzlicher Helligkeitsanstieg zu beobachten ist. Er fand mehrere auf dieser Platte und markierte sie mit „N“. Später, als er entdeckte, dass der eine Stern in der oberen rechten Ecke (mit Linien markiert) in Wirklichkeit ein veränderlicher, als Cepheid bekannter Stern war, strich er das „N“ durch und schrieb „VAR!“. Dank der Arbeit der Harvard-Astronomin Henrietta Leavitt können Cepheiden, das sind regelmäßig pulsierende Sterne, als Standardkerzen zur Entfernungsbestimmung verwendet werden. Die Identifizierung eines solchen Sterns erlaubte Hubble zu zeigen, dass Andromeda kein kleiner Haufen aus Sternen und Gas innerhalb unserer eigenen Galaxis ist, sondern eine riesige, eigenständige Galaxie in beträchtlicher Entfernung von der Milchstraße. Hubbles Entdeckung begründete unser aktuelles Konzept eines mit Galaxien gefüllten Universums.

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