Fermis Gammastrahlen-Pulsare

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NASA, DOE, Fermi LAT Collaboration

Beschreibung: Pulsare entstehen in Supernovae und sind rotierende Neutronensterne – das kollabierte Innere von Sternen, das bei den Todesexplosionen massereicher Sterne übrig bleibt. Zwei Dutzend Pulsare, die üblicherweise durch Beobachtung ihrer regelmäßigen Radiopulsierung erkannt und untersucht werden, wurden nun vom Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi in extremen Gammastrahlen-Energiebereichen entdeckt. Zu den Entdeckungen gehören 16 Pulsare, die einzig durch ihre gepulsten Gammastrahlen-Emissionen entdeckt wurden. Diese Gesamtkarte des Himmels in Gammastrahlen, die an der Ebene unserer Milchstraße ausgerichtet ist, zeigt die Positionen der Pulsare wobei die 16 neuen Fermi-Pulsare gelb eingekreist sind (8 zuvor bekannte Radiopulsare sind rosarot eingekreist). Bizarre Sternkadaver – der Vela-, der Krebs- und der Geminga-Pulsar rechts – sind die hellsten am Gammastrahlenhimmel. Die Pulsare Taz, Eel und Rabbit wurden nach den Nebeln, die sie mit Energie versorgen, so genannt. Die Pulsare Gamma Cygni und CTA 1 links befinden sich ebenfalls in sich ausdehnenden Supernova-Überresten mit denselben Namen.

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Der dunkle Fluss zu Antares

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Credit und Bildrechte: Jason Jennings

Beschreibung: Den Pfeifennebel und die farbenprächtige Region nahe dem hellen Stern Antares verbindet eine dunkle Wolke, die Dunkler Fluss genannt wird und vom linken Rand des Bildes aus fließt. Der Dunkle Fluss sieht düster aus, und seine Erscheinung entsteht durch Staub, der das Sternenlicht im Hintergrund auslöscht, obwohl der dunkle Nebel hauptsächlich Wasserstoff und molekulares Gas enthält. Antares, ein roter Riesenstern, der von Staub umgeben ist, erzeugt einen ungewöhnlichen hellen, gelblichen Reflexionsnebel. Über diesem ist der helle blaue Doppelstern Rho Ophiuchi in einen der typischeren bläulichen Reflexionsnebel eingebettet, während rote Emissionsnebel ebenfalls über die Region verstreut sind. Der Kugelsternhaufen M4 ist rechts über Antares zu sehen, obwohl er weit hinter den farbenprächtigen Wolken in einer Entfernung von an die 7000 Lichtjahren liegt. Der dunkle Fluss selbst ist etwa 500 Lichtjahre entfernt. Die farbenfrohe Himmelslandschaft ist ein Mosaik aus Teleskopaufnahmen, die sich am Himmel im Sternbild Skorpion über fast 10 Grad (20 Vollmonddurchmesser) ausdehnt.

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Der Trifidnebel in Sternen und Staub

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Credit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Sowohl unsagbare Schönheit als auch unvorstellbares Durcheinander sind im Trifidnebel zu finden. Dieser fotogene Nebel, auch als M20 bekannt, ist mit einem guten Fernglas im Sternbild Schütze (Sagittarius) zu sehen. Die energiereichen Prozesse von Sternbildung erzeugen nicht nur die Farben, sondern auch das Chaos. Das rot leuchtende Gas stammt von sehr energiereichem Sternlicht, das auf interstellares Wasserstoffgas trifft. Die dunklen Staub filamente, die M20 durchsetzen, wurden in den Atmosphären kühler Riesensterne und den Überresten von Supernova-Explosionen erzeugt. Welche hellen jungen Sterne die blauen Reflexionsnebel erhellen, wird immer noch erforscht. Das Licht von M20, das wir heute sehen, verließ den Nebel vor vielleicht 3000 Jahren, die genaue Entfernung ist jedoch noch nicht bekannt. Licht braucht etwa 50 Jahre, um M20 zu durchqueren.

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Unbekanntes dunkles Material auf Merkur

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Credit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Beschreibung: Was ist das seltsame Material auf Merkur? Die Roboter-Raumsonde MESSENGER fotografierte, als sie im letzten Oktober an Merkur vorbeiflog, einen Großteil des innersten Planeten des Sonnensystems mit bisher beispielloser Genauigkeit. Wie in der Wissenschaft üblich geben neue Daten auch neue Rätsel auf. Nahe der Mitte eines riesigen Kraters mit etwa 100 Kilometern Durchmesser, im obigen Bild unten rechts zu sehen, befindet sich ungewöhnlich dunkles Material unbekanter Zusammensetzung. Die Dunkelheit des Materials scheint nicht von Schatten zu stammen, da die Sonne fast im Zenit stand, als es aufgenommen wurde. Eine Hypothese über seinen Ursprung besagt, dass das dunkle Material von unter der Oberfläche Merkurs stammt und bei dem Einschlag, der den umgebenden Krater schuf, freigelegt wurde. Wenn dem so ist, könnte die Zusammensetzung des dunklen Hügels der Zusammensetzung einiger rätselhafter dunkler Ringe ähnlich sein, die ebenfalls vor kurzem auf Merkur entdeckt wurden. Alternativ könnte das dunkle Material mit einer ungewöhnlichen Zusammensetzung des Einschlagsfelsens zusammenhängen. MESSENGER wird dieses Jahr noch einmal an Merkur vorbeischwirren, ehe er 2011 in seinen Orbit eintritt.

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Harter Aufschlag für die Mission Genesis

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Credit: Mission Genesis, NASA

Beschreibung: Eine fliegende Untertasse aus dem All machte 2004 in Utah eine Buchlandung, nachdem sie mit Radar verfolgt und von Hubschraubern gejagt worden war. Es waren jedoch keine Außerirdischen aus dem Weltraum involviert. Die Untertasse, oben abgebildet, war die Genesis-Rückholkapsel mit Proben, ein Teil der von Menschen konstruierten Roboter-Raumsonde Genesis, die 2001 von der NASA selbst gestartet wurde um die Sonne zu untersuchen. Die unterwartet harte Landung mit mehr als 300 Kilometern pro Stunde passierte, weil sich die Fallschirme nicht wie geplant öffneten. Die Mission Genesis hatte die Sonne umrundet und dabei Sonnenwindpartikel gesammelt, die normalerweise vom Erdmagnetfeld abgelenkt werden. Trotz der Bruchlandung waren viele Rückholproben in ausreichend gutem Zustand für eine Analyse; die Forschung schreitet weiterhin voran. Bisher wurden neue Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Sonne und die Auswirkungen des Sonnenwindes auf ungeschütztes Material gewonnen.

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Sternklare Nacht am Mount Rushmore

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Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (TWAN)

Beschreibung: Dieser sternklare Nachthimmel funkelt über den Black Hills von South Dakota und dem Mount-Rushmore-Nationalpark der Vereinigten Staaten. An diesem historischen Schauplatz befinden sich riesige Skulpturen von vier US-Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln, die in die südöstliche Flanke der Granitfelsen gemeißelt sind. Über den monumentalen Symbolen der Unabhängigkeit des Landes und seiner frühen Geschichte zeigt die Nacht Sterne und Sternbilder, die Himmelsbeobachtern der gesamten Nordhalbkugel vertraut sind. Am markantesten sind die Sterne von Ursa Major und jenes Asterismus, der als großer Wagen bekannt ist, und der beinahe aufrecht über dem Rand der Klippe in der Bildmitte ruht. Folgen Sie dem Bogen der Deichsel des großen Wagens, so gelangen Sie zu Arcturus, dem hellen gelblichen Stern in der unteren linken Ecke. Wenn man die beiden am weitesten rechts liegenden Sterne des goßen Wagens mit einer Linie nach rechts oben verlängert, weist diese auf den Polarstern, den Nordstern des Planeten Erde.

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Perihel und Aphel

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Credit und Bildrechte: Enrique Luque Cervigón

Beschreibung: Die Erde erreicht das Aphel dieses Jahres, jenen Punkt auf ihrer elliptischen Bahn, an dem sie am weitesten von der Sonne entfernt ist, morgen am 4. Juli. Natürlich beeinflusst das die Jahreszeiten> auf unserem schönen Planeten nicht. Diese werden von der Neigung der Rotationsachse der Erde und nicht von der Entfernung der Erde zur Sonne beeinflusst, daher ist im Juli immer noch Winter auf der südlichen und Sommer auf der nördlichen Halbkugel. Es bedeutet jedoch, dass am 4. Juli die Sonne ihre geringste scheinbare Größe aufweist. Dieses Komposit vergleicht zwei Bilder der Sonne, die mit demselben Teleskop und derselben Kamera an den Tagen des Perihels (größte Annäherung) und des Aphels im Jahr 2008 aufgenommen wurden. Die Bildbeschriftung zeigt die Entfernung der Erde von der Sonne in Kilometern an diesen beiden Tagen. Die Änderung des scheinbaren Sonnendurchmessers zwischen Aphel und Perihel, der anders schwer erkennbar ist, ist deutlich zu sehen. Der Unterschied beträgt etwas mehr als 3 Prozent.

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Lyman-Alpha-Emitter

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Credit: NASA / ESA, CXC, JPL-Caltech, STScI, NAOJ, J.E. Geach (Univ. Durham) et al.; Illustration: NASA/CXC/M.Weiss

Beschreibung: Eine enorme Wolke aus Wasserstoffgas, als Lyman-Alpha-Klumpen bezeichnet, umfasst auf diesem bemerkenswerten Bild (links), einem Komposit aus Bilddaten im Röntgenstrahlen-, dem sichtbaren und Infrarotbereich aus dem All und von erdgebundenen Observatorien, mehrere hunderttausend Lichtjahre. Die gigantische amöbenähnliche Struktur ist so zu sehen, wie sie war, als das Universum ungefähr 2 Milliarden Jahre alt war (vor etwa 12 Milliarden Jahren). Lyman-Alpha-Emitter werden so genannt, weil sie starke Strahlung in der Lyman-Alpha-Emissionslinie von Wasserstoffgas abgeben. Normalerweise liegt die Lyman-Alpha-Emission im ultravioletten Bereich des Spektrums, doch Lyman-Apha-Klumpen sind so weit entfernt, dass ihr Licht in (längere) sichtbare Wellenlängenbereiche rotverschoben ist. Röntgendaten (blau) lassen auf die Anwesenheit eines sehr massereichen schwarzen Loches schließen, das im Zentrum einer aktiven Galaxie, die in den Klumpen eingebettet ist, gefüttert wird. Eine illustrierte Nahaufnahme im rechten Bildfeld zeigt, dass Strahlung und Ausflüsse der aktiven Galaxie für die Quelle gehalten werden, die das Wasserstoffgas des Klumpens aktivieren und aufheizen. Tatsächlich könnten Lyman-Alpha-Klumpen eine frühe Phase der Galaxienbildung darstellen, in denen die Aufheizung so groß ist, dass sie ein weiteres rapides Anwachsen aktiver Galaxien und ihrer extrem massereichen schwarzen Löcher begrenzt.

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Drei Galaxien im Drachen

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Credit und Bildrechte: Giovanni Benintende

Beschreibung: Dieses beeindruckende Galaxien-Trio wird manchmal als Drachengruppe bezeichnet und befindet sich im nördlichen Sternbild des (Sie haben es erraten!) Drachen. Zu sehen sind – von links nach rechts – von der Kante die Spirale NGC 5981, die elliptische Galaxie NGC 5982 und die von oben sichtbare Spirale NGC 5985 – alle innerhalb dieses einen Teleskopsichtfeldes, das sich über wenig mehr als einen halben Vollmonddurchmesser ausdehnt. Auch wenn die Gruppe viel zu klein ist um ein Galaxienhaufen zu sein und nicht als kompakte Gruppe katalogisiert wurde, sind diese Galaxien annähernd 100 Millionen Lichtjahre vom Planeten Erde entfernt. Bei näherer Untersuchung mit Spektrographen zeigt der helle Kern der auffälligen von oben sichtbaren Spirale NGC 5985 markante Emission in spezifischen Lichtwellenlängen, weshalb sie von Astronomen als Seyfertgalaxie – ein Typus aktiver Galaxien – klassifiziert wird. Diese Dreiergruppe, weniger gut bekannt als andere enge Galaxiengruppierungen, ist wegen der unterschiedlichen visuellen Erscheinungen ein interessantes Objekt für Astrofotografen. Diese eindrucksvolle detailreiche Aufnahme der Region zeigt auch blasse, noch weiter entfernte Hintergrundgalaxien.

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