Raumsonde Rosetta passiert den Asteroiden Šteins

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Credit und Bildrechte: Rosetta-Team, ESA

Beschreibung: Was ist das für ein Diamant am Himmel? Wenn man durch den Raum reist, kreuzt man gelegentlich ungewöhnliche Objekte. Das war am Freitag bei der ESA-Raumsonde Rosetta auf ihrem Weg zu Tschurjumow-Gerassimenko der Fall. Die Robotersonde Rosetta schwirrte unmittelbar an dem Asteroiden 2867 Šteins im Asteroiden-Hauptgürtel vorbei und nahm viele Bilder auf, von denen manche zu einem kurzen Video zusammengefügt wurden. Auf den ersten Blick sieht Šteins wie ein 5 Kilometer großer Diamant aus, doch als Rosetta vorbeischoss, wurden Krater und eine ausgedehnte Form sichtbar. Auf der obigen Sequenz mit 6 Bildern springt eine bemerkenswerte Kette von Kratern senkrecht auf der Oberfläche des Asteroiden ins Auge,die sehr wahrscheinlich durch eine zufällige Kollision mit  einem Meteorstrom verursacht wurde. Weltraumforscher untersuchen nun die Daten, die Rosetta vom Asteroiden Šteins aufgenommen hat, um seine Zusammensetzung, seinen Ursprung und den Grund, warum er Licht so gut reflektiert, besser zu verstehen. Während die Wissenschaftler auf der Erde schuften, fliegt Rosetta weiter durch unser Sonnensystem, wobei sie im November 2009 nochmals an der Erde und im Juli 2010 am Asteroiden 21 Lutetia vorbeischwirrt, um schließlich im November 2014 auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko zu landen.

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Meteoritensuche in der Antarktis

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Credit und Bildrechte:  Ralph P. Harvey (CWRU), Antarctic Search for Meteorites Program, NASA, NSF

Beschreibung: Wo ist der beste Ort auf der Erde um Meteorite zu finden? Obwohl Meteorite auf der ganzen Welt herabfallen, sinken sie normalerweise entweder auf den Grund eines Ozeans, werden im sich verschiebenden Gelände begraben oder sind leicht mit irdischen Steinen zu verwechseln. Am Ende der Welt, in der östlichen Antarktis, bleiben riesige Platten aus blauem Eis rein und karg. Wenn man eine solche Platte überquert, ist ein dunkler Stein sehr auffällig. Solche Steine sind mit hoher Wahrscheinlichkeit echte Meteorite – wahrscheinliche Teile einer anderen Welt. Eine Explosion oder ein Impakt kann diese Meteorite, die wertvolle Information über diese weit entfernten Welten und unser frühes Sonnensystem enthalten, vom Mond, Mars oder sogar einem Asteroiden wegkatapultiert haben. Kleine Teams mit Motorschlitten haben bislang Tausende gefunden. Oben abgebildet durchsuchen Eistraktoren im antarktischen Sommer 1995-1996 ein 25 Kilometer großes Feld vor dem Otway-Massiv in der Transantarktischen Bergkette.

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Ein Schwarm Sterne

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Credit und Bildrechte: Roger A. Hopkins

Beschreibung: Nur wenige Sterne sind innerhalb von 10 Lichtjahren um unsere einsame Sonne zu finden, die nahe einem der äußeren Spiralarme der Milchstraßengalaxis angesiedelt ist. Doch wenn die Sonne sich in einem der Sternhaufen unserer Galaxis befinden würde, könnten sich Tausende Sterne in einem vergleichbar großen Raum befinden. Wie würde der nächtliche Himmel in einer so dicht besiedelten stellaren Nachbarschaft aussehen? Als Roger Hopkins dieses Foto im Montezuma National Wildlife Refuge im Gebiet der Finger Lakes westlich von New York in den USA machte, schoss ihm dieser Gedanke durch den Kopf. Passenderweise hatte er einen Schwarm Stare vor dem Hintergrund eines stimmungsvollen Sonnenuntergangs fotografiert. Dann bearbeitete er das Bild, sodass die schwarzen Silhouetten der Vögel weiß wurden. Das sich ergebende Bild suggeriert auf dramatische Weise das spannende Spektakel einer Dämmerung mit dicht gefülltem Himmel über einer Sternhaufenwelt.

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Reise zur Milchstraße

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Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Auf der Suche nach Planeten und der Sommermilchstraße unternahm der Astronom Tunç Tezel eine abendliche Autofahrt. Letzten Sonntag wurde er, nachdem er die gewundene Straße auf den Uludağ, einen Berg bei Bursa in der Türkei, hinaufgefahren war, mit diesem herrlichen Himmelsanblick im Süden belohnt. In der Mitte überstrahlt der Planet Jupiter die Stadtlichter darunter und das Sternbild Schütze. Über den Berggipfeln scheint eine bogenförmige Wolkenbank zur wolkenhaften Erscheinung der Milchstraße zu führen, welche ihrerseits in den fernen Horizont eintaucht. Der türkische Name Uludağ bedeutet Großer Berg. Uludağ war im Altertum als der mystische Olymp bekannt.

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Speichen im Helixnebel

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Credit und Bildrechte: Don Goldman, Sierra Remote Observatories

Beschreibung: Auf den ersten Blick sieht der Helixnebel (auch NGC 7293) einfach und rund aus. Doch dieses gut untersuchte Beispiel eines Planetarischen Nebels, der nahe dem Lebensende eines sonnenähnlichen Sterns entstand, hat, wie man nunmehr weiß, eine überraschend komplexe Geometrie. Seine ausgedehnten Schleifen und kometenförmigen Strukturen wurden auf Bildern des Hubble-Weltraumteleskops untersucht. Ein 16-Zoll-Teleskop und eine Kamera mit Breit- und Schmalbandfiltern wurde verwendet um diese scharfe Ansicht des Helixnebels zu erzeugen. Das Farbkomposit enthüllt auch die faszinierenden Details des Nebels, darunter lichtjahrlange blaugrüne radiale Streifen oder Speichen, die ihm das Aussehen eines kosmischen Fahrrad-Rades verleihen. Die speichenartigen Erscheinungen scheinen ein Hinweis darauf zu sein, dass der Helixnebel selbst ein alter, entwickelter planetarischer Nebel ist. Die Helix ist an die siebenhundert Lichjahre von der Erde entfernt im Sternbild Aquarius (Wassermann).

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50 Millionen Kilometer vom Planeten Erde

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Videocredit: Donald J. Lindler, Sigma Space Corporation, GSFC, Univ. Maryland, EPOCh/DIXI Science Teams

Beschreibung: Am 4. Juli 2005 richtete die Raumsonde Deep Impact eine Sonde auf den Kern des Kometen Tempel 1, der dort einschlagen sollte. Die robotische Raumsonde, die immer noch durchs Sonnensystem reist, blickte Anfang dieses Jahres zurück, um eine Serie von Bildern ihrer Heimatwelt zu machen, die 50 Millionen Kilometer entfernt war. Auf einer Sequenz von oben links nach unten rechts zeigen vier Einzelbilder des Videos eine rotierende Erde. Sie kombinieren Bilddaten aus dem sichtbaren Spektrum und dem nahen Infrarot mit genügend Auflösung und Kontrast um Wolken, Ozeane und Kontinente zu sehen. Sie folgen auch dem bemerkenswerten Durchgang des großen, natürlichen Satelliten der Erde, des Mondes. Die Orbitalbewegung trägt ihn von links nach rechts durch das Sichtfeld. Die Abbildung der Erde von dieser weit entfernten Perspektive erlaubt Astronomen, allgemeine Abweichungen der Helligkeit in verschiedenen Wellenlängen mit Merkmalen des Planeten in Verbindung zu bringen. Die Beobachtungen werden bei der Suche nach erdähnlichen Planeten in anderen Sonnensystemen helfen.

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NGC 1316: Nach der Kollision von Galaxien

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Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Astronomen werden zu Detektiven, wenn sie die Ursache für überraschende Anblicke wie NGC 1316 zu finden versuchen. Ihre Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass NGC 1316 eine riesige elliptische Galaxie ist, die vor etwa 100 Millionen Jahren begann eine kleinere benachbarte Spiralgalaxie aufzufressen, nämlich NGC 1317, unmittelbar darüber abgebildet. Hinweise dafür sind unter anderem dunkle Staubbahnen, die charakteristisch für eine Spiralgalaxie sind, und zarte Wirbel aus Sternen und Gas, die auf diesem hochaufgelösten Weitwinkelbild zu sehen sind. Unerklärbar bleiben die ungewöhnlich kleinen Kugelsternhaufen, die als zarte Punkte auf dem Bild zu sehen sind. Die meisten elliptischen Galaxien haben mehr und hellere Kugelsternhaufen als NGC 1316. Zusätzlich sind die beobachteten Kugelsternhaufen zu alt um von der vor kurzer Zeit stattgefundenen Galaxienkollision erzeugt worden zu sein. Eine Hypothese besagt, dass diese Kugelsternhaufen von einer früheren Galaxie überlebt haben, die von NGC 1316 erfasst wurde.

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CG4: Eine durchbrochene kometenartige Globule

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Credit und Bildrechte: Mike Sidonio

Beschreibung: Kann eine Gaswolke eine Galaxie packen? Sie ist nicht einmal nahe dran. Die „Klaue“ dieser seltsam aussehenden „Kreatur“ auf dem obigen Bild ist eine Gaswolke, bekannt als kometenartige Globule. Diese Globule ist, weshalb auch immer, gerissen. Kometenartige Globulen sind meist durch staubhaltige Köpfe und gestreckte Schweife gekennzeichnet. Diese Erscheinungen sind die Ursache dafür, dass kometenartige Globulen eine optische Ähnlichkeit mit Kometen aufweisen, doch in Wirklichkeit sind sie völlig anders. Globulen sind häufig Sterngeburtsstätten, und bei vielen sind in den Köpfen sehr junge Sterne zu finden. Der Grund für den Riss im Kopf dieses Objektes ist nicht vollständig bekannt. Die Galaxie links der Globule ist riesig, sehr weit entfernt und nur zufällig durch eine Überlagerung bei CG4 platziert.

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