Begleiter eines jungen, sonnenähnlichen Sterns

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Credit: Gemini-Observatorium, D. Lafreniere, R. Jayawardhana, M. van Kerkwijk (Univ. Toronto)

Beschreibung: Dieser Stern, der sich nur 500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion befindet, ist nur wenig masseärmer und kühler als die Sonne. Er ist aber, verglichen mit den 5 Milliarden Jahren der Sonne, mit seinem Alter von wenigen Millionen Jahren viel jünger. Diese scharfe Infrarotaufnahme zeigt, dass der junge Stern einen wahrscheinlichen Begleiter hat, der oben links positioniert ist – ein heißer Planet mit etwa acht Jupitermassen, der in einem Orbit von kolossalen 330 Erde-Sonne-Entfernungen um seinen Elternstern kreist. Der junge planetare Begleiter ist wegen der Hitze, die bei seiner Bildung durch Gravitations-Kontraktion erzeugt wurde, noch heiß und im Infrarotlicht relativ hell. Solche jungen Planeten sind leichter zu finden bevor sie altern, auskühlen und dabei verblassen. Nachdem mehr als 300 extrasolare Planeten mithilfe anderer Techniken gefunden wurden, zeigt dieses Bild wahrscheinlich das erste direkte Bild eines Planeten, der zu einem sonnenähnlichen Stern gehört.

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Den Ring erforschen

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Credit und Bildrechte: Astro-Cooperation – Stefan Heutz / Wolfgang Ries

Beschreibung: Der Ringnebel (M 57), ein vertrauter Anblick für Astronomen auf der Nordhalbkugel, ist in etwa 2000 Lichtjahre weit entfernt im musikalischen Sternbild Leier. Der zentrale Ring misst etwa ein Lichtjahr im Durchmesser, doch diese bemerkenswert tiefe Belichtung – eine Zusammenarbeit, bei der Daten von zwei verschiedenen Teleskopen kombiniert wurden – erforscht die schleifenartigen Filamente leuchtenden Gases, die sich viel weiter vom Zentralstern des Nebels hinaus erstrecken. Natürlich stammt das leuchtende Material auf diesem gut untersuchten Beispiel eines Planetarischen Nebels nicht von Planeten. Stattdessen repräsentiert es die gasförmigen Hüllen, die von einem sterbenden, sonnenähnlichen Stern abgestoßen wurden. Dieses Kompositbild enthält Daten aus einem kleinen Spektralbereich von mehr als 16 Stunden Belichtung, welche die roten Emissionen von Wasserstoffatomen aufzeichnen sollten, doch die ausgeprägte blau-grüne Farbe stellt Emissionen von Sauerstoffatomen mit einer höheren Temperatur innerhalb des Ringes dar. Die viel weiter entfernte Spiralgalaxie IC 1296 ist ebenso oben rechts zu sehen.

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MACSJ0025: Zwei riesige Galaxienhaufen kollidieren

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Credit: NASA, ESA, CXC, M. Bradac (UCSB) und S. Allen (Stanford)

Beschreibung: Was geschieht, wenn zwei der größten Objekte im Universum zusammenstoßen? Das wusste niemand genau, doch die Antwort liefert Hinweise auf die Natur der geheimnisvollen Dunklen Materie. Mit MACSJ0025.4-1222 wurden zwei riesige Galaxienhaufen entdeckt, die langsam im Laufe von hunderten Millionen Jahren kollidieren. Dieses Ergebnis wurde sowohl vom Hubble-Weltraumteleskop im sichtbaren als auch vom Chandra-Weltraumteleskop im Röntgenlicht abgebildet. Nachdem das obige Bild im sichtbaren Licht aufgezeichnet war, erlaubten die Positionen und Gravitationslinsen-Verzerrungen der weiter entfernten Galaxien durch den neu kombinierten Galaxienhaufen den Astronomen computerunterstützt zu bestimmen, was mit der Dunklen Materie des Haufens geschah. Dem Ergebnis dieser Berechnungen zufolge bewirkte diese riesige Kollision, dass die Dunkle Materie in den Haufen teilweise von der normalen Materie getrennt wurde, was frühere Überlegungen bestätigte. Auf dem kombinierten Bild wird Dunkle Materie in diffusen violetten Farbtönen dargestellt, während eine geglättete Abbildung der normalen Materie im Röntgenlicht rosa dargestellt ist. MACSJ0025 enthält Hunderte von Galaxien, erstreckt sich über etwa drei Millionen Lichtjahre und liegt fast sechs Milliarden Lichtjahre entfernt (Rotverschiebung 0.59) in Richtung des Sternbildmonsters Wal (Cetus).

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W5: Säulen der Schöpfung

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Credit: Lori Allen, Xavier Koenig (Harvard-Smithsonian CfA) et al., JPL-Caltech, NASA

Beschreibung: Wie bilden sich Sterne? Eine Studie der Sternbildungsregion W5 des Spitzer- Weltraumteleskops im Orbit liefert klare Hinweise, da aus den Aufzeichnungen hervorgeht, dass massereiche Sterne nahe dem Zentrum leerer Höhlungen älter sind als Sterne am Rand. Ein wahrscheinlicher Grund dafür ist, dass die älteren Sterne im Zentrum die Entstehung der jüngeren Randsterne auslösen. Dies geschieht, wenn heißes, ausfließendes Gas das kühlere Gas zu Knoten komprimiert, die dicht genug sind, um durch Gravitation zu Sternen zu kontrahieren. Spektakuläre Säulen, die sich langsam durch das heiße, ausfließende Gas verdichten, bieten weitere sichtbare Hinweise darauf. Auf dem obigen nach wissenschaftlichen Kriterien gefärbten Infrarotbild verweist Rot auf aufgeheizten Staub, während Weiß und Grün besonders dichte Gaswolken indizieren. W5 ist auch als IC 1848 bekannt und bildet zusammen mit IC 1805 eine komplexe Sternbildungsregion, allgemein bekannt als Herz- und Seele-Nebel. Das obige Bild hebt einen Teil von W5 hervor, der sich über etwa 2000 Lichtjahre erstreckt und reich an Sternbildungssäulen ist. W5 ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Kassiopeia.

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SN 1006: Ein Supernova-Band von Hubble

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Credit: NASA, ESA, Hubble Heritage (STScI/AURA); Danksagung: W. Blair et al. (JHU)

Beschreibung: Wie entstand dieses ungewöhnliche Weltraumband? Sicherlich durch eine der gewaltigsten Explosionen, die je von Menschen im Altertum beobachtet wurden. Im Jahr 1006 v.Ch. erreichte Licht von einer Sternexplosion im Sternbild Wolf (Lupus) die Erde, die einen „Gaststern“ am Himmel erzeugte, der zwei Jahre lang heller als die Venus leuchtete. Die Supernova, nunmehr als SN 1006 katalogisiert, ereignete sich in einer Entfernung von etwa 7000 Lichtjahren und hinterließ einen riesigen Überrest, der sich immer noch ausdehnt und verblasst. Oben abgebildet ist ein kleiner Teil dieses sich ausdehnenden SupernovaÜberrestes, der von einer dünnen und sich nach außen bewegenden Stoßfront dominiert wird, die Gas in der Umgebung aufheizt und ionisiert. SN 1006 hat nunmehr einen Durchmesser von fast 60 Lichtjahren. Während der vergangenen Jahre ereignete sich eine sogar noch gewaltigere Explosion weit entfernt im Universum, die für heute lebende Menschen ein paar Sekunden lang ohne optische Hilfsmittel sichtbar war.

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Herz- und Seelennebel

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Credit: Digitized Sky Survey, ESA/ESO/NASA FITS Liberator; Farbkomposit: Davide De Martin (Skyfactory)

Beschreibung: Befinden sich Herz und Seele unserer Galaxis in der Cassiopeia? Vielleicht nicht, aber dort sind zwei helle Emissionsnebel mit den Spitznamen Herz und Seele zu finden. Der Herznebel, offiziell bekannt als IC 1805 und auf der vergrößerbaren Ansicht rechts zu sehen, besitzt eine Form, die an das klassische Herz-Symbol erinnert. Beide Nebel leuchten hell im roten Licht des angeregten Wasserstoffs. Mehrere junge offene Sternhaufen bevölkern das Bild und sind oben in blau zu sehen, einschließlich der Zentren der Nebel. Licht braucht etwa 6000 Jahre um uns von diesen Nebeln aus zu erreichen, die sich zusammen über grob geschätzt 300 Lichtjahre erstrecken. Untersuchungen von Sternen und Haufen wie diesen, die im Herz- und Seele- Nebel zu finden sind, konzentrierten sich darauf, wie sich massereiche Sterne bilden und wie sie ihre Umgebung beeinflussen.

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Dreiecksnebel

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Credit und Bildrechte: Paul Mortfield, Stefano Cancelli

Beschreibung: Das kleine nördliche Sternbild Dreieck beherbergt diese prächtige von oben sichtbare Spiralgalaxie, M 33. Umgangssprachlich wird sie auch als Feuerradgalaxie oder einfach nur Dreiecksgalaxie bezeichnet. M 33 misst mehr als 50.000 Lichtjahre im Durchmesser und ist die drittgrößte der lokalen Gruppe von Galaxien nach der Andromedagalaxie (M 31) und unserer eigenen Milchstraße. M 33 ist etwa drei Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und wird für einen Begleiter der Andromedagalaxie gehalten. Astronomen in diesen beiden Galaxien hätten wahrscheinlich spektakuläre Ansichten des jeweils anderen großen Spiral-Sternsystems. Was den Anblick von der Erde aus betrifft, zeigt dieses scharfe, detailreiche Bild deutlich die blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen, welche entlang der lose gewundenen Spiralarme der Galaxie verstreut liegen. Der höhlenreiche NGC 604 ist die hellste Sternbildungsregion, hier zirka auf der Ein-Uhr-Position vom Galaxienzentrum aus zu sehen. Wie bei M 31 hat auch bei M 33 die Population gut vermessener variabler Sterne diese nahe gelegene Spirale zu einem kosmischen Maßstab bei der Etablierung einer Entfernungsskala des Universums werden lassen.

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Planeten über Perth

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Credit und Bildrechte: John Goldsmith, Celestial Visions Ausstellung, TWAN

Beschreibung: Ein helles Trio erdähnlicher Planeten wurde am frühen Abendhimmel der Erde am 1. September von einem jungen Mond besucht. Auf diesem Anblick der himmlischen Ansammlung von Perth in Westaustralien aus ist die sonnenbeleuchtete Sichel des Mondes wegen der südlichen Länge von Perth von etwa 32 Grad fast waagrecht. Venus, dann Merkur und schließlich Mars leuchten über farbenprächtigen Stadtlichtern an der fernen Küste des Flusses Swan. Die sechs unbeleuchteten Türme links umgeben ein riesiges Cricketstadion. Derzeit bleibt das planetare Trio nach Sonnenuntergang tief im Westen. Doch während der kommenden Tage wird sich die Venus der Sonne nähern und nach Sonnenuntergang höher steigen, während Merkur und Mars beständig in den Dunst am westlichen Horizont sinken werden.

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Berggipfel-Meteore

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Credit und Bildrechte: Alex Tudorica, Rumänische Gesellschaft für Meteore und Astronomie, Fakultät für Physik, Universität Bukarest

Beschreibung: Ein Berggipfel über den Wolken und lichtverschmutzten Städten war ein guter Platz um den Perseïden-Meteorschauer im August dieses Jahres zu beobachten. Dieses Kompositbild von einem der höchsten Punkte in Rumänien, dem Omu-Gipfel (2.507 Meter) in den südlichen Karpaten, zeigt etwa 20 der hellen Spuren des Meteorstroms vor einem sternbedeckten Nachthimmel. Der kosmische Trümmerstrom, der den Schauer erzeugt, besteht aus Staubpartikeln, die auf parallelen Bahnen ziehen, wobei sie dem Orbit ihres Herkunftskometen Swift-Tuttle folgen. Wenn man zum Radianten des Meteorstroms im Sternbild Perseus blickt, bedingt die Perspektive, dass die parallelen Meteorstreifspuren auseinanderzustreben scheinen. Doch wenn man, wie auf diesem Bild, in die dem Radianten entgegengesetzte Richtung blickt, lässt die Perspektive die Perseïden-Meteore zu einem Punkt unter dem Horizont zusammenströmen.

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Der Anthe-Bogen um Saturn

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie ist dieser ungewöhnliche partielle Ring um Saturn entstanden? Der Bogen, der letztes Jahr entdeckt wurde, wurde vor nur zwei Monaten detailliert von der den Saturn umrundenden Raumsonde Cassini aufgenommen. Da der Bogen den gleichen Orbit wie der kleine Mond Anthe innehat, wurde der Bogen laut einer der anerkanntesten Hypothesen durch Meteoreinschläge auf Anthe erzeugt und wird von solchen auch aufgefüllt. Ähnliche Bögen wurden bereits entdeckt, darunter ein Bogen, der mit dem kleinen Saturnmond Methone in Verbindung steht, ein Bogen in Beziehung zu Saturns G-Ring und mehrere Bögen im Orbit um Neptun. Oben abgebildet ist Anthe, der mit seinem Durchmesser von nur 2 Kilometern als heller Punkt nahe der Spitze des Anthe-Bogens zu sehen ist. Der Anthe-Bogen wurde von der Roboter-Raumsonde aufgenommen, als diese in einem Abstand von nur 1,5 Millionen Kilometern an dem kleinen Mond vorbeischoss.

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M 110: Satellitengalaxie der Andromedagalaxie

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Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Beschreibung: Unsere Milchstraße ist nicht alleine. Sie ist Teil einer Ansammlung von etwa 25 Galaxien, die als Lokale Gruppe bekannt ist. Unter den Mitgliedern sind die große Andromedagalaxie (M31), M32, M33, die Große Magellansche Wolke, die Kleine Magellansche Wolke, Dwingeloo 1, mehrere kleine irreguläre Galaxien und viele elliptische Zwerg- und sphäroidale Zwerggalaxien. Unten rechts ist eine der elliptischen Zwerggalaxien abgebildet: NGC 205. Ähnlich wie M32 ist NGC 205 ein Begleiter der riesigen M31 und auf Fotografien manchmal südlich des Zentrums von M31 zu sehen. Das Bild zeigt, dass NGC 205 ungewöhnlich für eine elliptische Galaxie ist, da sie mindestens zwei Staubwolken enthält (auf 9 und 2 Uhr – sie sind sichtbar, aber schwierig auszumachen) sowie Anzeichen von Sternbildung, die kürzlich stattgefunden hat. Diese Galaxie ist manchmal als M110 bekannt, obwohl sie in Wirklichkeit nicht Teil des Originalkatalogs von Messier ist.

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