Im Zentrum des Trifid-Nebels

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Credit und Bildrechte: Daniel Lopez (Observatorio del Teide)

Beschreibung: Wolken aus leuchtendem Gas und Spuren dunklen Staubs vermengen sich im Trifid-Nebel, einer Sternbildungsregion im Sternbild Schütze. Im Zentrum laufen die drei riesigen dunklen Staubstraßen, die Trifid seinen Namen geben, zusammen. Berge aus undurchdringlichem Staub sind rechts zu sehen, während sich weitere dunkle Filamente aus Staub durch den ganzen Nebel ziehen. Ein einzelner massereicher Stern, der nahe dem Zentrum zu sehen ist, verursacht einen Großteil von Trifids Leuchten. Der Trifid-Nebel, auch bekannt als M20, ist nur etwa 300.000 Jahre alt, was ihn zu einem der jüngsten bekannten Emissionsnebel macht. Der Nebel ist etwa 9.000 Lichtjahre entfernt, und der oben abgebildete Teil erstreckt sich über etwa 10 Lichtjahre. Das Bild oben wurde mit dem 80-Zentimeter- IAC80-Teleskop auf den Kanarischen Inseln in Spanien erstellt.

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Schatten eines Marsroboters

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Beschreibung: Was wäre, wenn Sie Ihren Sachatten auf dem Mars sehen würden, und er wäre nicht menschlich? Dann wären Sie vielleicht der Rover Opportunity, der derzeit den Mars erforscht. Opportunity und sein Schwesterroboter Spirit sondieren den Roten Planeten seit Anfang 2004, fanden Hinweise auf frühere Wasservorkommen und senden atemberaubende Bilder quer durchs innere Sonnensystem. Auf dem Bild oben blickt Opportunity von der Sonne weg in den Endurance-Krater und sieht seinen eigenen Schatten. Zwei Räder sind unten links und rechts zu sehen, während der Boden und die Wände des ungewöhnlichen Kraters im Hintergrund zu sehen sind. Opportunity und Spirit haben nun mehr als vier Jahre auf dem Mars verbracht, die rote Welt erforscht und neue Hinweise für die weit zurückliegende nasse Vergangenheit des am zweitbesten bewohnbaren Planeten unseres Sonnensystems gefunden.

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Feuerkugel bei Ayers Rock

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Credit und Bildrechte: Joseph Brimacombe

Beschreibung: Eine Astrofotografie-Wochenendreise nach Zentralaustralien kann großartige Himmelslandschaften hervorbringen. Auf diesem Beispielbild, aufgenommen im März 2006, erhebt sich das Zentrum unserer Milchstraßengalaxie über dem Horizont des Planeten Erde und jener Sandsteinformation, die Uluru genannt wird, auch bekannt als Ayers Rock. Nachdem der Fotograf Joseph Brimacombe zwei Kameras aufgestellt hatte, die diese Himmelsszene in einer automatischen Bildfolge ablichten sollten, eine mit einem Weitwinkel-, die andere mit einem Teleobjektiv, drehte er sich kurz um, um weitere Teile seiner Ausrüstung zu postieren. Zu seiner Überraschung erhellte sich plötzlich der Boden um ihn herum im hellen Blitz eines Feuerball-Meteors. Zu seiner Freude hatten beide Kameras die Spur des hellen Meteors aufgezeichnet. Die Spur der Feuerkugel, hervorgehoben auf der Nahaufnahme (Kasten), leuchtet durch Wolkenbänke unmittelbar links von Ayers Rock.

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M81: Ein Schwarzes Loch füttern

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Credit: Röntgenstrahlen: NASA/CXC/Wisconsin/D.Pooley und CfA/A.Zezas; Optisch: NASA/ESA/CfA/A.Zezas; UV: NASA/JPL-Caltech/CfA/J.Huchra et al.; IR: NASA/JPL-Caltech/CfA

Beschreibung: Dieses eindrucksvolle Farbkomposit zeigt die Spiralgalaxie M81 im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Es kombiniert Röntgenstrahlendaten (blau) vom Chandra-Observatorium, Infrarotdaten (rosa) vom Weltraumteleskop Spitzer und ein Ultraviolettbild (violett) vom Satelliten GALEX mit einem Bild im sichtbaren Licht (grün) von Hubble. Der Kasten hebt die Gammastrahlen einiger Schwarzer Löcher in M81 hervor, darunter Schwarze Löcher in Doppelsternsystemen mit etwa 10 Sonnenmassen sowie das zentrale Schwarze Loch mit mehr als 70 Million Sonnenmassen. Wenn man Computermodelle des Energieausstoßes dieses gigantischen Schwarzen Loches mit den Multiwellenlängen-Daten vergleicht, lässt das darauf schließen, dass dieses Monster relativ einfach zu füttern ist – Energie und Strahlung wird erzeugt, wenn Materie in die Zentralregion hineinstrudelt und eine Akkretionsscheibe bildet. Der Prozess scheint ansonsten genauso wie der Akkretionsprozess der Schwarzen Löcher mit Sternenmasse in M81abzulaufen, obwohl das zentrale Schwarze Loch Millionen Mal massereicher ist. M81 misst etwa 70.000 Lichtjahre im Durchmesser und  ist nur 12 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Ursa Major.

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M27: Kein Komet

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Credit und Bildrechte: Nik Szymanek, w/Faulkes Telescope North

Beschreibung: Der Astronom Charles Messier, geboren am 26. Juni 1730, suchte in Frankreich den Himmel des 18. Jahrhunderts nach Kometen ab. Um Verwechslungen zu vermeiden und seine Suche nach Kometen voranzutreiben, notierte er fleißig dieses Objekt als Nummer 27 in seiner Liste von Dingen, die definitiv keine Kometen waren. Astronomen des 21. Jahrhunderts würden es als Planetarischen Nebel klassifizieren, doch es ist auch kein Planet, obwohl es rund erscheinen mag und in kleinen Teleskopen planetenähnlich aussieht. Messier 27 (M27) ist nunmehr dafür bekannt, ein ausgezeichnetes Exemplar eines Gas-Emissionsnebels zu sein, der entstand, als der nukleare Treibstoff eines sonnenähnlichen Sterns zur Neige ging. Ein solcher Nebel bildet sich, wenn die äußeren Hüllen des Sterns in den Raum hinausgeschleudert werden und die darin enthaltenen Atome durch das intensive, aber unsichtbare Ultraviolettlicht des sterbenden Sterns zu einem sichtbaren Leuchten angeregt werden. Die schöne, symmetrische interstellare Gaswolke, allgemein als Hantelnebel bekannt, misst mehr als 2,5 Lichtjahre im Durchmesser und liegt etwa 1.200 Lichtjahre entfernt im Sternbild Vulpecula (Füchslein). Dieses eindrucksvolle Farbkomposit hebt zarte Plasmastrukturen im Nebel hervor. Es wurde von einem robotischen Teleskop auf Hawaii mit Schmalbandfiltern aufgenommen, die für Emissionen von Sauerstoff- (grün dargestellt) und Wasserstoffatomen empfänglich sind. Die Wasserstoffemissionen sind als rote (H-Alpha) und zartere blaue Farbtöne (H-Beta) zu sehen.

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Was ist Hannys Voorwerp?

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Credit: Galaxy-Zoo-Projekt, ING

Beschreibung: Was ist dieses grüne Ding? Ein ehrenamtlicher Himmelsbeobachter, der durch ins Internet gestellte Galaxy-Zoo-Bilder surfte, hat etwas wirklich Seltsames entdeckt. Das rätselhafte Objekt ist ungewöhnlich grün, kann nicht klar einer Galaxientype zugeordnet werden und ist unterhalb der relativ normal aussehenden Spiralgalaxie IC 2497 gelegen. Der niederländische Schullehrer Hanny van Arkel entdeckte letztes Jahr das seltsame grüne „voorwerp“ (niederländisch für „Objekt“). Das Galaxy-Zoo-Projekt lädt Himmelsfreunde dazu ein SDSS-Bilder durchzuschmökern und Galaxientypen zu klassifizieren. Anschließende Beobachtungen haben gezeigt, dass der nunmehr allgemein als Hannys Voorwerp bekannte mysteriöse grüne Klecks die gleiche Entfernung hat wie die benachbarte Galaxie IC 2497. Die Untersuchung läuft noch, doch eine der Haupthypothesen besagt, dass Hannys Voorwerp eine kleine Galaxie ist, die sich wie ein riesiger Reflexionsnebel verhält und das reflektierte Licht eines hellen Quasar-Ereignisses zeigt, das sich vor etwa 100.000 Jahren im Zentrum von IC 2497 ereignete. Auf dem Bild oben wurde Hannys Voorwerp unlängst von Matt Jarvis, Kevin Schawinski und William Keel mit dem 4,2-Meter- William-Herschel-Teleskop auf den Kanarischen Inseln abgebildet.

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Ithaca Chasma: Die große Kluft auf Saturnmond Tethys

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was verursachte den großen Graben auf Saturns Mond Tethys? Niemnd weiß es. Die lange Schlucht, formell als Ithaca Chasma bezeichnet, die quer über den rechten Teil des obigen Bildes verläuft, ist etwa 2.000 Kilometer lang und an die 100 Kilometer breit. Dieses Bild wurde von der den Saturn umrundenden Roboter-Raumsonde Cassini gemacht, als sie letzten Monat an dem eisigen Mond vorbeizog. Eine der Hypothesen für die Bildung des Ithaca Chasma besagt, dass Tethys‘ äußere Hülle brach, als der Mond vor langer Zeit abkühlte, einer anderen zufolge steht der Riss in einem Zusammenhang mit dem riesigen Einschlagskrater des großen Beckens, Odysseus genannt und an einer anderen Stelle des ungewöhnlichen Mondes zu sehen. Cassini umkreist Saturn seit nunmehr etwa vier Jahren und soll den Planeten mindestens weitere zwei Jahre lang untersuchen und fotografieren.

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Die Internationale Raumstation expandiert wieder

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Credit: Besatzung STS-124, NASA

Beschreibung: Die sich ausdehnende Internationale Raumstation (ISS) hat ihr Aussehen wieder einmal verändert. Zu Beginn dieses Monats besuchte die Raumfähre Discovery die ISS und fügte neue Komponenten hinzu, darunter das japanische Wissenschaftslabor Kibo. Die gesamte Anordnung von ausgedehnten Sonnenpaneelen ist auf diesem Bild, das von der Besatzung der Discovery aufgenommen wurde, nachdem sie die ISS verlassen hatte um zur Erde zurückzukehren, zu sehen. Sie können den Ausbau des vordersten Außenpostens der Erde im All während der letzten Jahre nachvollziehen, wenn Sie das obige Bild mit früheren Bildern vergleichen. Weiters sind viele verschiedenen Arten von Modulen, ein robotischer Arm, ein weiterer eindrucksvoller Satz von Solarpaneelen und ein Versorgungsschiff oben zu sehen. Der Aufbau der ISS begann 1998.

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Balkanspiralgalaxie NGC 1300

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Credit: Hubble Heritage Team, ESA, NASA

Beschreibung: Die große, schöne Balkenspiralgalaxie NGC 1300 liegt an die 70 Millionen Lichtjahre entfernt am Ufer des Sternbildes Eridanus. Diese Komposit-Ansicht des herrlichen Inseluniversums, aufgenommen mit dem Hubble-Weltraumteleskop, ist eines der größten Hubble-Bilder, die je von einer ganzen Galaxie gemacht wurden. NGC 1300 erstreckt sich über 100.000 Lichtjahre, und das Hubble-Bild enthüllt eindrucksvolle Details des das Bild beherrschenden Zentralbalkens und der majestätischen Spiralarme. Eine nähere Betrachtung des Kerns dieser klassischen Balkenspirale zeigt eine bemerkenswerte Region von Spiralstrukturen mit etwa 3.000 Lichtjahren Durchmesser. Anders als andere Spiralgalaxien, einschließlich unserer eigenen Milchstraße, enthält NGC 1300 nach derzeitigen Erkenntnissen kein massereiches zentrales Schwarzes Loch.

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Ein Akt des Verschwindens

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Phoenix Mission Team, NASA, JPL-Caltech, U. Arizona, Texas A&M University

Beschreibung: Vergleichen Sie diese beiden Nahaufnahmen, die an Sol 20 (links) und Sol 24 von einem Schürfgraben aufgenommen wurden, den die NASA-Landesonde Phoenix auf der Oberfläche des Mars gegraben hat. Diese beiden Sols der Phoenix-Mission (ein Sol ist ein Marstag) fallen mit dem 15. und dem 18. Juni auf dem Planeten Erde zusammen. Hell gefärbte, würfelgroße Klumpen, an Sol 20 im Bild der linken unteren Schattenregion des Grabens zu sehen, sind an Sol 24 verschwunden – ein starker Hinweis darauf, dass die Klumpen Eis waren, die durch das Graben dieser flachen Furche freigelegt wurden. Dieser Akt des Verschwindens demonstriert die Sublimation von Eis im Graben – ein Prozess ähnlich dem Verdampfen, bei welchem Eis direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht, nachdem es in der trockenen, dünnen Marsatmosphäre dem Sonnenlicht ausgesetzt wurde.

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Sonnwendmondaufgang, Kap Sounion

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Credit und Bildrechte: Anthony Ayiomamitis (TWAN)

Beschreibung: Die heutige Sonnenwende markiert den nördlichsten Punkt in der Bewegung der Sonne am Himmel des Planeten Erde im Laufe eines Jahres und den astronomischen Beginn des Sommers auf der Nordhalbkugel. Doch vor nur zwei Tagen ging der der Sonnenwende zeitlich am nächsten liegende Vollmond nahe der ekliptischen Ebene gegenüber der Sonne auf, nahe dem südlichsten Punkt des Jahres. Der Astronom Anthony Ayiomamitis nahm dieses dramatische Bild des Sonnwend-Vollmondes auf, als er über Kap Sounion in Griechenland aufging. Der 2400 Jahre alte Tempel des Poseidon steht im Vordergrund, auch für Seefahrer auf der Ägäis zu sehen. Auf dieser gut geplanten Einzelaufnahme vergrößert eine Teleskoplinse den Mondaufgang, doch sogar ohne optische Hilfe empfinden ihn Gelegenheits-Himmelsbeobachter häufig erstaunlich groß, wenn er nahe am Horizont steht. Dieser starke visuelle Eindruck ist als die Mondillusion bekannt.

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