Die Fee des Adlernebels

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Credit: Das Hubble Heritage Team, (STScI/AURA), ESA, NASA

Beschreibung: Die Staubskulpturen des Adler-Nebels verdampfen. Nachdem energiereiches Sternlicht diese kühlen kosmischen Berge Stück für Stück abgetragen hat, erinnern die statuenartugen Säulen, die übrig gebleiben sind, an mythische Bestien. Oben abgebildet ist eine von mehreren auffälligen Staubsäulen des Adlernebels , die man als gigantische außerirdische Fee beschreiben könnte. Dieses Fabelwesen ist zehn Lichtjahre groß und spuckt Strahlung aus, die sehr viel heißer ist als gewöhnliches Feuer. Der große Adlernebel, M16, ist eine riesige sich ausdehnende Hülle aus Gas und Staub, in der eine größer werdende Höhle, die mit einer eindrucksvollen Sternenkrippe gefüllt ist, in welcher derzeit ein offener Sternhaufen entsteht. Dieses Bild in nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten neu zugeordneten Farben wurde als Teil der 15. Jahresfeier des Starts des Hubble-Weltraumteleskops veröffentlicht.

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Strichspuren in der Dämmerung

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Credit und Bildrechte: Koen van Gorp

Beschreibung: Stellen Sie Ihre Kamera einfach auf ein Stativ, dann können auch Sie ein Bild von den anmutigen Spuren machen, welche die Sterne ziehen, während sich der Planet Erde um seine Achse dreht. Diese Weitwinkelaufnahme, aufgenommen am 14. September in Montlaux in Frankreich, zeigt anschaulich, wie die Sterne in der Projektion nahe dem Himmelsäquator fast gerade Linien ziehen, während Sterne im Norden und Süden des Äquators dagegen um den nördlichen und südlichen Himmelspol zu kreisen scheinen. Dargestellt sind die Sterne des Orion (rechts von der Bildmitte), die aufgehende strahlende Venus (links), während der helle Stern Siruis im Süden aufgeht (unten Mitte), und ein Iridium-Satellit mit Polumlaufbahn (oben links). Die herrlichen Farben des Himmels in der Dämmerung entlang des Horizonts wirken wie gemalt. Dieses bemerkenswerte Bild wurde aus 477 aufeinander folgenden Digitalbildern mit je 30 Sekunden Belichtungszeit zusammengesetzt, die während 4,3 Stunden aufgenommen und später kombiniert wurden.

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Doppelsternhaufen im Perseus

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Credit und Bildrechte: Volker Wendel, Josef Popsel, Stefan Binnewies

Beschreibung: Himmelsbeobachter, die kürzlich dem Kometen Holmes gefolgt sind, haben vielleicht auch dieses liebliche Sternfeld erspäht, das am Himmel nicht weit vom Kometen entfernt im Sternbild Perseus liegt. Dieses Paar offener oder galaktischer Sternhaufen, an die 7000 Lichtjahre entfernt, ist ein einfaches Fernglas-Ziel und an einem dunklen Himmel auch mit bloßem Auge sichtbar. Der griechische Astronom Hipparchos katalogisierte es 130 vor Christi. Die Haufen selbst, bekannt als h und chi Persei oder NGC 869 (links) und NGC 884, liegen nur wenige hundert Lichtjahre voneinander entfernt und enthalten Sterne, die viel jünger und heißer sind als die Sonne. Zusätzlich dazu, dass die Haufen physisch nahe beisammen liegen, ist auch ihr Alter, das anhand ihrer einzelnen Sterne gemessen wurde, ähnlich – was vermuten lässt, dass beide Haufen ein Produkt derselben Sternbildungsregion waren.

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Mars in Sicht

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Credit und Bildrechte: Jean-Luc Dauvergne, Francois Colas

Beschreibung: Eine sehr gute Teleskopsicht auf den Mars wird in den kommenden Wochen erwartet, wenn der Rote Planet sich seiner Opposition am 24. Dezember nähert. Natürlich bedeutet „Opposition“ die von der Erde aus gegenüberliegende Seite der Sonne – eine Anordnung, die beim Mars alle 26 Monate eintritt. Wegen der eher elliptischen Bahn des Mars wird die tatsächlich größte Annäherung an die Erde am 18. Dezember stattfinden; Mars wird sich dann unserem schönen Planeten auf weniger als 88 Millionen Kilometer annähern. Die helle, rötliche Scheibe des Mars, die im Sternbild Zwillinge steht und nach der Abenddämmerung aufgeht, wird einen Durchmesser von fast 16 Bogensekunden erreichen (etwa 1/100stel eines Vollmond-Durchmessers). Auf diesem schon außergewöhnlichen Bild, das am 18 November aufgenommen wurde, ist Norden unten und die Oberflächendetails rund um die lang gezogene, dunkle Albedo-Erscheinung Syrtis Major sind bemerkenswert klar. Das Bild wurde mit einer Videokamera und Filtern an einem Ein-Meter-Teleskop am Pic Du Midi aufgenommen, einem Berggipfel-Observatorium in den französischen Pyreneen. Um die Gelegenheit zu einer kürzeren Reise zur Zeit der Opposition zu nützen, startete die NASA im August die Landesonde Phoenix in Richtung Mars; die Landung ist für Mai 2008 vorgesehen.

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Komet Holmes über Ungarn

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Credit und Bildrechte: Tamas Ladanyi

Beschreibung: Komet Holmes weigert sich zu verblassen. Der ungewöhnliche Komet, der Ende Oktober überraschend fast eine Million Mal heller wurde, bleibt weiterhin von dunklen Beobachtungsorten aus mit bloßem Auge sichtbar. Nacht für Nacht gleitet Komet 17P/Holmes langsam durch das Sternbild Perseus und bleibt für Beobachter der Nordhalbkugel während eines Großteils der Nacht schon ab Sonnenuntergang sichtbar. Dieses Bild des Kometen Holmes wurde letzte Woche in Ungarn aufgenommen. Der bemerkenswerte Schneeball behält weiterhin eine riesige Koma, zeigt jedoch nur einen sehr kleinen Schweif. Ganz rechts ist der Offene Sternhaufen NGC 1245 zu sehen. Wie lange Komet Holmes noch mit bloßem Auge sichtbar sein wird, lässt sich nicht abschätzen.

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Film: Analemma über New Jersey

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Credit und Bildrechte: Tom Matheson (Guidescope.net)

Beschreibung: Ein Analemma ist jene Achter-Schleife, die entsteht, wenn man die Position der Sonne ein Erdenjahr lang jeden Tag zur selben Zeit festhält. Für das Bild oben wurden 26 Einzelbilder aufgenommen, um die normale Sonnenbewegung darzustellen – ein kompliziertes Projekt, das hauptsächlich im Kalenderjahr 2006 durchgeführt wurde. Die Bilder wurden um 8 Uhr morgens im nördlichen New Jersey in den USA aufgenommen und später digital mit einem einzelnen Vordergrundbild zusammengefügt. Aus den Einzelbildern wurde seither auch ein Film gemacht. Die Sonnenwenden fallen mit dem oberen und dem unteren Ende der Schleife zusammen und markieren den jeweils nördlichsten und südlichten Stand der Sonne am Himmel. Die Neigung der Erdachse und die unterschiedlichen Bahngeschwindigkeiten der Erde ergeben zusammen diese anmutige Analemmakurve.

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Ein vollständiger Sonnenzyklus von SOHO

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Credit: SOHOEIT Consortium, ESA, NASA

Beschreibung: Alle elf Jahre durchläuft unsere Sonne einen solaren Zyklus. Ein vollständiger Sonnenzyklus wurde nun von der die Sonne umkreisenden Raumsonde SOHO abgebildet, womit gestern der 12. Jahrestag ihres Starts gefeiert wurde. Ein Sonnenzyklus wird von dem sich verändernden Magnetfeld der Sonne verursacht und verläuft vom Sonnenmaximum, bei dem Sonnenflecken, koronalen Massenauswürfen und Sonnenfackeln am häufigsten vorkommen, zum Sonnenminimum, bei dem solche Aktivitäten relativ selten sind. Sonnenminima kamen in den Jahren 1996 and 2007 vor, während das letzte Sonnemaximum 2001 stattfand. Dieses Bild ist aus je einem SOHO-Bild der Sonne im extremen Ultraviolettlicht pro Jahr des letzten Sonnenzyklus zusammengesetzt, wobei die Einzelbilder ausgewählt wurden, um die relative Aktivität der Sonne darzustellen.

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Dreivierteleuropa

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Credit: Galileo-Projekt, JPL, NASA; überarbeitet von Ted Stryk

Beschreibung: Obwohl die Phase dieses Mondes vertraut aussehen mag, ist der Mond selbst es nicht. Tatsächlich zeigt diese mehr als halbvolle Phase einen Teil des Jupitermondes Europa. Die robotische Raumsonde Galileo nahm dieses Bildmosaik während ihrer Mission auf, bei der sie von 1995 bis 2003 um den Jupiter umrundete. Zu sehen sind Ebenen von hellem Eis, Brüche, die bis zum Horizont verlaufen, und dunkle Füllungen, die wahrscheinlich sowohl Eis als auch Schmutz enthalten. Erhöhtes Terrain befindet sich offenbar vorwiegend nahe der Schattengrenze, wo es Schatten wirft. Europa hat fast die selbe Größe wie der Mond der Erde, ist jedoch glatter und zeigt nur wenige Hochländer oder große Einschlagkrater. Hinweise und Bilder der Raumsonde Galileo lassen darauf schließen, dass unter der eisigen Oberfläche flüssige Ozeane vorhanden sein könnten. Um die Vermutung, dass diese Ozeane Leben enthalten, zu prüfen, begann die ESA mit der vorläufigen Entwicklung des Jovian Europa Orbiter, einer Raumsonde, die Europa umrunden soll. Wenn das Oberflächeneis dünn genug ist, könnte eine spätere Mission Hydroboter abwerfen, um sich in die Ozeane vorzugraben und nach Leben zu suchen.

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M74: Die perfekte Spirale

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Credit: NASA, ESA und Hubble Heritage (STScI / AURA) / ESA / Hubble Collaboration; Dank an R. Chandar (Univ. Toledo) und J. Miller (Univ. Michigan)

Beschreibung: Wenn schon nicht perfekt, so ist diese Spiralgalaxie zumindest eine der fotogensten. M74 ist ein Inseluniversum mit etwa 100 Milliarden Sternen und liegt 32 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Pisces (Fische). Wir sehen diese Galaxie in einer atemberaubenden Aufsicht. Klassifiziert ist sie als Sc-Galaxie. Der Grobaufbau der anmutigen Spiralarme von M74 enthält Trassen von hellen blauen Sternhaufen und dunklen Streifen aus kosmischem Staub. Dieses scharfe Komposit wurde aus Bilddaten der Advanced Camera for Surveys des Hubble-Weltraumteleskops zusammengesetzt, die 2003 und 2005 gewonnen wurden. Es erstreckt sich 30.000 Lichtjahre über die Scheibe von M74 und enthält Aufnahmen, auf denen die Strahlung von Wasserstoffatomen aufgezeichnet wurde, was den rötlichen Schimmer der großen Sternbildungsregionen dieser Galaxie hervorhebt.

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