Eine Sternbildungsregion in Infrarot

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Credit: S. Carey (SSC/Caltech), JPL-Caltech, NASA

Beschreibung:   Wie bilden sich Sterne? Um diesen komplexen Sachverhalt zu untersuchen, nahmen Astronomen ein tiefes Infrarot-Bild von einer aktiven Region unserer Milchstraßen-Galaxie auf, in der sich zahlreiche Sterne bilden. In IRDC G11.11-0.11 gerinnen dicke Wolken aus Staub und Gas zu Sternen, die so dunkel sind, dass Menschen, die dort leben würden, einen leeren Nachthimmel vor sich hätten. Dieses Bild, das letztes Jahr vom Spitzer-Weltraumteleskop im Infrarotlicht aufgenommen wurde, zeigt unermessliche, leuchtende Felder von Gas und Staub, was darauf hinweist, dass ein guter Teil dieses Staubs von sich bildenden Sternen erhitzt wird. Die Zentren mancher Wolken, wie zum Beispiel das schlangenähnliche Gebilde oben links, sind so dicht und kalt, dass sie sogar im Ifrarotlicht dunkel erscheinen. Viele der roten Punkte sind leuchtende Staubhüllen um sehr junge, neu gebildete Sterne. Die ungewöhnliche rote Sphäre unterhalb der Schlange ist eigentlich ein Supernova-Überrest – die leuchtende Hülle eines jungen Sterns, der so massereich war, dass er sich sehr rasch entwickelte und explodierte. Die Region erstreckt sich über etwa 150 Lichtjahre und befindet sich ungefähr 10.000 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Schütze.

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